Vorgeschichte: Die erste Hälfte meines Lebens ignorierte ich die Menschen weitestgehend und meine Intoleranz bezog sich daher eher auf lebelose Dinge wie Gegenstände, Gerüche, Geschmäcker, etc. Das legte ich irgendwann ab. Und ab jenem Punkt wandte ich mich auch den Menschen zu. Jedoch bin ich mittlerweile an nen Punkt angelangt, wo mir die Art und Weise von immer mehr Menschen tierischst auf die Eier geht. Wie gesagt, an deren Äußerlichkeiten störe ich mich nicht, sondern es ist vor allem ihr Charakter - die Art und Weise, wie sie sich geben. Sprich: Wie sie etwas sagen, was sie sagen und welchen Gesichtsausdruck und Körpersprache sie an den Tag legen. Wenn mir am Tag 300 Leute über den Weg laufen, dann sind darunter gerade mal 5 Leute, die ich okay finde. So ungefähr ist das Verhältnis. Daß mir meine Intoleranz auch noch berechtigt erscheint, macht es mir jedenfalls nur umso schwerer. Im Prinzip ist es das selbe Prinzip wie früher, wo sich meine Intoleranz noch eher auf die äußere Erscheinung von Dingen bezog. Nur daß es jetzt halt um den Charakter von Menschen geht.
Also, wie wird man diese Intoleranz los?
In allem was wir tun üben wir uns ein. Mein Bruder guckt zB jede Nachrichtensendung und ist nahezu professionell was Sorgen und Ängste angeht. Er übt sie ein, weil er sich ihnen ständig aussetzt.
Du kannst nicht einfach in einen mentalen Zustand gehen, in dem dann Deine Sicht automatisch und ohne Deine eigene Beteiligung sich verändert. Sowas kann man ungezielt mit Drogen machen, weiss aber vorher nicht was dabei rauskommt.
Eine der besten Übungen habe ich oft benannt, sich des Atems bewusst zu sein. Nichts großartig anderes. Es gibt viele solcher Übungen, die Wege bieten viele an und jede für sich funktioniert.
Keine von denen bringt Dich auf eine mentale Plattform, auf der Du über den Dingen stehst. Du bist und bleibst das Zentrum Deines Lebens und somit auch ständig derjenige, der Richtungen einschlägt oder vorgibt.
Für Leute, die selbst das nicht hinkriegen gibt es "das Wort zum Sonntag"... oder zB den Lehrer, dem ich auch mal öfter, mal weniger oft zuhöre.
Aber selbst dazu braucht es ein Mindestmaß an Geduld...
Zen hat auch so viele schöne Möglichkeiten. Allerdings mehr da wo es praktisch gelebt wird. In Sanghas oder "Klöstern" wohl mehr als in Büchern.
Aber auch die simplen Dinge, die Du schon ansprachst, Wandern zB...
Am Anfang steht der Verzicht auf Sensationen.
Gruß
mipooh