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ich nenne ausatmen "ausatmen" und nicht "toter Atem".
Vielleicht ist das der Stolperstein über den wir auch hinwegsteigen können.
Ich bin mir der Vergänglichkeit durchaus bewusst. Immer wenn etwas vergeht. Da meine ich nicht, dass es lohnen könnte, dem noch mehr Aufmerksamkeit zu geben.
Womöglich würde ich verpassen, was jetzt entsteht und vergeht...
mipoohji:
Ist doch ganz einfach, lieber Unsui.
Guck doch mal, was die Menschen, die hier erstmalig mitschreiben (das sind die, die wir sehen können) manchmal für absurde Ideen haben.
"Kann man mit 5 Min Zazen täglich Erleuchtung erlangen?" zB
Dieser Mensch weiss nichts über die Praxis und er hat eine völlig diffuse Vorstellung über das was er erreichen möchte. Liest der nun diese ungeheuer beeindruckenden Worte von RT, dann kann der enorm Zeit damit verbringen, nach mentalen Infos zu suchen und Spielkarten in rote und schwarze zu unterteilen.
Das muss nicht sein.
Würde RT hier vor mir sitzen, wäre es mir viel mehr gleichgültig, was er denn nun wieder für einen Schmarren erzählt, denn ich passe ja schon selber auf, dass es nicht zu bunt wird...
Natürlich kann ich nicht jeden Unsinn auf der Welt verhindern, und das ist mir sonnenklar. Nur, wenn ich schonmal da bin...
mipoohji:
Er sucht nach dem nächsten Schritt, lieber Unsui... und er kennt ihn schon...
"Auch bin ich immer froh sie mal wieder zu sehn
Sie sind mir willkommen solang sie auch wieder gehn"
Nur das
"Er tut zwar manchmal weh dieser bittersüße Schmerz"
möchte er gern noch ein wenig wandeln, damit das
"hab ich Frieden im Herz"
zum tragen kommt.
mipoohji:
Gewahrsein ist dann Dein Gewahrsein, wenn Du gewahrbist. Wenn Du abgelenkt bist und es nicht bemerkst, wozu sollte es gut sein, denken zu dürfen, dass Gewahrsein niemals verlorenging?
Wenn Gewahrsein zu den menschlichen Fähigkeiten gehört, dann ist das Theorie. Die macht nicht satt.
Gewahrsein als Wandspruch, selbst in goldenem Rahmen an einer hübsch tapezierten Wand ist öde.
Gewahrsein, selbst vor einer nackten Wand, ist aufregend schön...
mipoohji:
Das einfache benötigt keine Vorkenntnisse, es liegt auf der Hand.
Sich um den Tod zu kümmern, das benötigt Kenntnisse, die vom Leben (Jetzt) wegführen in die Spekulation. Und dies tun viele Menschen beständig. Werde ich existieren? Viele Male oder wenige Male? Werde ich im Himmel oder der Hölle enden? Werde ich das finden wonach ich gesucht habe?
Alles Spekulationen, alles toter als tot.
Helmut spricht wahr. Wir leben und darum sollten wir uns kümmern. Damit wir das auch mitkriegen. Tod kennen wir nicht. Es mag uns erschrecken, wenn wir miterleben, dass jemand existierte und dann auf einmal nicht mehr. Dieses Erschrecken mag uns so sehr verwirren, dass wir geneigt sind zu spekulieren.
Es braucht keine Vorkenntnisse um zu leben. Es braucht lediglich die Kenntnisnahme dessen, was jetzt ganz real da ist.
Und wie ist es mit Dir, lieber Unsui? Weisst Du wie Du Dich jetzt fühlst? Weisst Du, dass Du jetzt die Gelegenheit hast, an Deinem Leben teilzunehmen, es zu geniessen, jetzt lebendig sein zu dürfen?
Was kümmert Dich, was Du nicht hast? Kümmere Dich um das was Du hast. Es ist nicht zuwenig...
mipoohji:
Es ist zwar nur Spekulation, lieber Unsui, aber ich weiss eines. Wenn ich mich erinnere, dass ich mich sauwohl fühlen kann, dann werden all diese spekulierten Dinge mir nichts anhaben können, ich werde mich weiterhin sauwohl fühlen, denn das ist, was ich tatsächlich kann.
Krank und gebrechlich? Dafür bin ich kein Fachmann.
Von geliebten Menschen getrennt zu sein? Dafür bin ich kein Fachmann.
Mit Menschen zu sein, die ich nicht ausstehen kann? Dafür bin ich kein Fachmann.
Das Leben zu erleben, wenn es überhaupt nicht mehr so funktioniert, wie ich es gern hätte? Dafür bin ich kein Fachmann.
Überzeugt zu sein, die richtige Zuflucht gefunden zu haben?
Ja, dafür bin ich Fachmann.
Mögen alle Wesen (in sich das finden, was sich für sie ebenso anfühlt wie für mich und) glücklich sein.
mipoohji:
Ich spreche von all dem was ich zulasse und Du fragst mich, ob ich schon mal darüber nachgedacht hätte, warum ich nicht kann was ich bereits tue...
Machst Du so früh morgens schon Witze?
mipoohji:
Ich weiss nicht, wer sich auf dem Weg zum Tod befinden mag... denkst Du dabei an die voraussichtlich einmal objektive Tatsache werdende Nichtexistenz der Person, die ich (oder Du) jetzt darstelle/darstellst?
Wir werden das nie erleben... ;)
mipoohji:
"Und: Im Fortlesen Eures Dialogs lese ich Dich zunehmend als gereizt und nicht gelassen."
Woher immer eine solche Tendenz stammen mag, in meinem Fühlen ist sie nicht...
mipoohji:
Es gibt da mehrere Antworten zu.
Zum einen suche ich auch bei Reiner noch einen Ansatz zu einer Verständigung. Abgesehen von inhaltlichem Unsinn dürfte er interessiert sein, seine Probleme besser in den Griff zu bekommen bzw zu sich zu finden.
Dann denke ich auch daran, dass andere mitlesen und da, wo Reiner Unfug verbreitet, möchte ich das nicht allein da stehen lassen.
Weiterhin spricht Reiner mich auch oft persönlich an, so dass ich halt antworte. Da mache ich eher selten eine Ausnahme.
Einen Steigbügel, der bewusst hingehalten würde erkenne ich nicht.
Ich bin es gewohnt mit Menschen zu sprechen, die nicht klarkommen.
mipoohji:
Ich fand sowieso, dass Marielle Dir zu weit entgegengekommen ist, denn daran, dass sie eine Selektion im Sinne eines Darwinismus gemeint hat kann ich nicht glauben.
Wenn Du so willst, habe ich absichtlich mißverstanden, weil ich Deinen Gedankengang für nicht zielführend halte.
Wir bewegen uns auf dem weiten Feld der Heilslehren. Da geht es zunächst mal darum, dass der Einzelne sich wohlfühlen kann. Das gilt auch für Dich. (Vorausgesetzt, dass Du Deine Teilhaberschaft anerkennen kannst.)
mipoohji:
Ist mal wieder die Opferrolle dran?
Das was Du da behauptest widerspricht meinem täglichen Erleben. Ich weiss, wie sehr ich an heilige Kühe rühre, wenn ich sage, dass Meditation ein religiöser Begriff ist und Trance ein wissenschaftlicher, dass sie aber im Erleben identisch sind. Denn für mich ist das absolut so und ich bin da nicht der Einzige.
Menschen, die sich dem Thema praktisch nicht nähern, bleiben in ihren Konzepten stecken, denn sie machen nicht dieselbe Erfahrung unter dem einen und dem anderen Begriff.
Mir sind meine Konzepte nicht sonderlich wichtig, ich suche nach der Möglichkeit sich zu verständigen über das, was wir erleben. Das funktioniert weitestgehend ganz gut und das freut mich dann.
Da wo es nicht funktioniert, versuche ich herauszufinden, woran das wohl liegen mag. In Deinem Fall vermute ich einfach, dass Du vermeidest zu verstehen um rechtzubehalten (welches Du Dir selbst gibts, sonst niemand, ausser vielleicht Oyama...).
Du störst ja nicht, weil Du eine andere Ausdrucksweise hättest, sondern weil Du denkst, dass andere nicht verstehen könnten.
Grundlage unseres Verständnisses muss sein, dass andere ebenso Mensch sind und ebenso verstehen wie wir selbst. Dass das schwerfällt kann ich einerseits nachvollziehen. Andererseits geniesse ich es, wenn es jemandem gelingt, meine Erfahrungen für mich wiedererkennbar als seine zu beschreiben. Das verbindet bzw zeigt eine Verbundenheit, eine Gleichheit.
ich nenne ausatmen "ausatmen" und nicht "toter Atem".
Vielleicht ist das der Stolperstein über den wir auch hinwegsteigen können.
Ich bin mir der Vergänglichkeit durchaus bewusst. Immer wenn etwas vergeht. Da meine ich nicht, dass es lohnen könnte, dem noch mehr Aufmerksamkeit zu geben.
Womöglich würde ich verpassen, was jetzt entsteht und vergeht...
Gruß
mipooh