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mipoohji:
Hast Du Dir mal wieder was klug-klingendes ausgedacht? Was Psychosen sind musst Du mir nun wirklich nicht erklären.
Ich habe Dir noch nie empfohlen, Dich immer nur mit Dir selbst zu beschäftigen. Das tust Du schon viel zu oft. Du könntest aber mal runterkommen und mal gucken, wer Du wirklich bist. Nur wäre das etwas anderes als was Du jetzt darunter zu verstehen scheinst.
Wer hat denn jemals behauptet, dass jeder sitzen müsse? Wer dazu Lust hat, der kann das tun, die anderen sollten sich keineswegs genötigt fühlen. Das müsstest Du aber inzwischen längst verinnerlicht haben.
Die Zielsettzung ist für jeden persönlich verschieden, prinzipiell lassen sich Aussagen dazu machen, die sind aber wieder nicht konkret. Das kann niemand ändern.
Ich werfe Dir nichts vor, meinetwegen leb doch so wie Du es tust. Nur macht man etwas entweder ehrenamtlich oder gegen Entlohnung. Nach deutschem Steuerrecht ist auch Unterkunft und Verpflegung eine Bezahlung und nach meinem Verständnis auch. Da frag ich mich dann schon, wieso Du von "ehrenamtlich" sprichst. Aber ich gönne Dir Dein Essen, keine Sorge.
Nur würde ich gern sehen, dass Du Dich mit Zazen beschäftigst und nicht mit irgendwelchen Anfeindungen gegen Leute, die das u.a. auch betreiben.
Wo Du meine Agressionen erkennst, das wird mir wohl verborgen bleiben, ich habe nämlich keine diesbezüglich.
Ich werde auch kein Bild von Dir malen, maximal gebe ich eines wieder, das Du selbst malst. Denk da vielleicht mal drüber nach.
Es geht beim Sitzen ausschliesslich um Dich. Wenn Du das nicht willst, dann beschäftige Dich einfach nicht damit.
mipoohji:
Zumindest können wir das sein... ob da noch jemand etwas entscheiden möchte... vielleicht sich entscheiden, es anzunehmen, weil es "gut ist wie es ist" oder sich einfach gut anfühlt...
mipoohji:
Siehst Du nicht, dass ich ihn lasse? Er ist hierhergekommen und das hat seinen Grund. Er sucht nach dem Zugang zu sich selbst und ich versuche ihm zu zeigen, dass er das nur so tun kann, wie es eben alle tun.
Er wird da genau das finden, was wir alle finden, uns selbst.
Keine Religion, keine Philosophie, keine Lebensregeln, die andere für uns aufstellen, einfach nur uns selbst. (Das Selbst)
Also lass uns ruhig ein paar (für andere vielleicht) unwichtige Wortgefechte austragen...
mipoohji:
Du könntest anfangen zu verstehen, indem Du Dich mit Dir selbst beschäftigst statt andauernd an anderen herumzumäkeln.
Es schreibt Dir ja niemand vor, einem bestimmten Menschen etwas nachzumachen.
Was an Dir ist besser als an dem von Dir genannten Arbeitslosen?
Du gibst vor, rein ehrenamtlich zu arbeiten. Wer zahlt Dein Essen, Deine Unterkunft, Deinen Aufenthalt, Deine Räumlichkeiten? Da Du kein Einkommen zu haben angegeben hast, musst ja auch Du jemand sein, der zu Lasten anderer lebt. Denn Du gehst ja nicht für Geld arbeiten.
Gegen wen sprichst Du also eigentlich? Wohl gegen Dich selbst.
Von Deinem eigenen Leiden hast Du kürzlich noch geschrieben. Hast Du das nicht bemerkt?
Es kann natürlich (konkret) immer nur um das Leiden desjenigen gehen, der da sitzt und es loswird. Das heisst, bei mir um meines, bei Dir um Deines, bei Unsui um seines...usw...
Das ist konkret bei jedem anders und nur prinzipiell nennen wir es "das Leiden".
Es geht aber nicht darum es zu haben, es so gut wie möglich zu verstecken und sich zu brüsten, man hätte sowas nicht. Es geht darum es loszuwerden. Das kann bezüglich dieses Leidens nur jeder selbst. Und darum sitzt man eben zu gewissen Zeiten allein mit sich und wird es los.
Dir wäre natürlich lieber, die Menschen würden es behalten. Damit sie irgendwann zum großen Reiner kommen müssen und sich durch seine "Zen-Magie" heilen lassen. Zwar wissen sie dann auch immer noch nicht, wie ihnen das geschehen konnte und sie machen wahrscheinlich dieselben Fehler wieder, aber immerhin haben sie Dir auf Deinen Thron geholfen.
Nur hat das nichts mit Zen oder Buddhismus zu tun...
Es geht (für Dich) nur um Dich und für mich nur um mich. Soweit das klar ist, können wir möglicherweise auch anderen behilflich sein. Das ist Dir zu wenig... dafür ist es realistisch.
mipoohji:
Zunächst mal muss man ja realisieren, dass da tatsächlich sowas wie ein Zustand existiert, den man zulässt oder zulassen kann.
Da dieser "Zustand" der natürlichste ist, den man haben kann, ist er ungeheuer schwer zu entdecken. Jede noch so kleine Ablenkung erscheint zunächst attraktiver als einfach zu sein.
Hinzu kommt die große Illusion etwas suchen zu müssen. Die verschafft einem das zweifelhafte Vergnügen, gut aufzupassen und jeder kleinen Sensation hinterherzugucken (und währenddessen natürlich die Gelegenheit verpasst zu haben).
Das ist an sich kein Drama, aber eben nicht die Lösung.
Bei sich selbst zu sein und nicht ständig "ausser sich zu sein" ist die Möglichkeit, die dann doch zu selten genutzt wird. Im Zazen übt man sich im Sitzen, im Gehen (Kinhin) und auch in der alltäglichen Arbeit. Wenn das Ziel erreicht ist, wird man es nicht bemerken, sondern einfach bewusst leben. Im klaren Kontakt mit sich selbst, also weiss man schon auf eine gewisse Weise, dass man tatsächlich da ist und achtsam ist, aber da ist nichts, an dem man festmachen könnte, so, jetzt bin ich da...
Man war ja nie weg...
Nur waren ständig auch andere Dinge, Ideen, Illusionen, so vordergründig "wichtig", dass man sein eigentliches Leben gar nicht so recht mitbekommen hat.
Denk nicht, dass es irgendwelche Riesen gäbe, denen es tatsächlich anders ergeht als Dir. Sie sind vielleicht geübter wieder auf den Teppich zu kommen. Nur, das kannst Du auch.
Immer seltener rausfliegen... fang mit immer öfter achtsam bleiben an, dann fliegst Du irgendwann immer seltener raus...
mipoohji:
Das ist eine ganz schwierige Frage, denn sie setzt voraus, dass jemand bereits verstanden hat was Meditation eigentlich alles nicht ist.
Meditation selbst ist einfach, würde wohl auch kaum Psychosen auslösen, aber dummerweise meditieren die Leute ja nicht, sondern treiben alle möglichen Spielchen mit sich selbst.
Ich vermute mal nach Deinen Schreiben, dass Du eine Psychose hast, möglicherweise mit Diagnose Borderline oder Schizophrenie.
Da kann man von einem gewissen Durcheinander der Ich-Selbst-Beziehung ausgehen und da würde ich nicht empfehlen, so einfach draufloszumeditieren.
Das Risiko von "falscher Einflußnahme" auf sich selbst ist recht groß.
Auch beim Zazen gibt es kaum jemanden, der auf Anhieb wirklich das tut, was ihm gesagt wurde. Die meisten sind doch so fasziniert von irgendwelchen Ideen, dass sie die Hoffnung haben, sie würden nun die Macht gewinnen, ausgerechnet diese Ideen nun verwirklichen zu können. Oft verbergen sich hinter dem Erleuchtungswunsch Allmachtsphantasien oder Abschwächungen davon.
Das ist zwar Käse, aber woher sollte man es wissen...
Meditation tut nichts anderes, als "auf den Teppich zu kommen" und dabei festzustellen, dass das das beste ist was einem passieren kann.
Wir sind alle ein bischen verrückt gemacht worden. Das loszuwerden hilft uns zu sein wer wir sind und nicht diese unangenehme Mischung aus Ideen und Vorstellungen, die man uns untergejubelt hat (weitestgehend nicht in böser Absicht, sondern weil diese Leute selbst eine Macke hatten). Zu unterscheiden, was denn nun Blödsinn ist/war und was durchaus real ist, erfprdert manchmal etwas Geduld, denn viele "Glaubenssätze" sitzen tief und nicht alle sind falsch oder richtig.
In gewisser Weise ist Meditation auch nebenbei eine Art Psychotherapie. Die ist schon schwierig zu leisten für Menschen, die so einigermaßen gesund sind, denn auch die fallen oft genug noch "auf sich selbst herein". Also auf Vorstellungen, die eben sehr tief feststecken.
Für mich kann ich sagen, dass ich zuerst Vertrauen fassen musste zu jemandem, der wirklich nur daran interessiert war, dass es mir gutgeht. Vorher sind mir Meditationsversuche nur sehr mäßig überhaupt gelungen und ich habe trotz günstiger Voraussetzungen ziemlich lange gebraucht, bis ich Meditation tatsächlich erlebt habe.
Ganz so einfach, wie es oft dargestellt wird, ist es in der persönlichen Praxis nicht unbedingt. Die Techniken selbst sind in der Regel einfach, nur es wendet sie fast niemand so einfach an wie sie sind...
Einem Menschen, der berechtigte Sorge hat, dass Psychosen ausgelöst werden könnten, weil er schon welche erlebt hat, würde ich keinesfalls empfehlen, ohne einen recht engen Kontakt zu einem Lehrer überhaupt damit anzufangen.
Sorry, aber bereits als gesund geltende Menschen sind oft sowas von "verrückt", dass es nicht ganz leicht ist, wenn es auch noch so einfach ist...
mipoohji:
Hmmm... was sollte ich dazu sagen...?
Ich wünsche eigentlich nur jedem, dass es ihm/ihr ebenso angenehm ist, mit sich selbst zu sein.
Mit dem Drumherum sind wir ja sowieso... nur mit uns selbst eher etwas wenig... dabei sind wir doch so nett... (jeder für sich).
(Und an Zarfel... keine Sorge, es geht nicht um das Schreckgespenst des Narzißmus...)
mipoohji:
Im Nachsinnen fällt mir auf, dass mir die Begründungen für ein Sitzen oft viel zu abstrakt sind.
Ich habe Sitzen als eine angenehme Möglichkeit der inneren Ruhe kennengelernt und die schätze ich.
Ist mir ziemlich egal, ob nun jemand aus dem abstrakten Lager denkt, ich könnte in der Gefahr stehen, meinem Wohlbefinden anzuhaften...
ich finde es absurd, Wohlsein nicht zu schätzen und tue es einfach.
Auch habe ich den Eindruck (bei manchen Antworten), dass es eine gewisse Scheu gibt, dieses Wohlbefinden als solches zu bezeichnen. Mir ist das fremd. Für mich ist Wohlfühlen einfach nur Wohlfühlen und bei Buddha, es ist nicht Leiden...
(Es ist aber nicht ähnlich wie irgendwelche äusseren Genüsse... es hat seine eigene Qualität, die für mich diese anderen Genüsse übertrifft ohne deswegen nicht Geniessen zu sein. Und es ist nicht an das Sitzen gebunden, eher schon an die Achtsamkeit, die allerdings im Sitzen leichter aufrechtzuerhalten ist (für mich).)
mipoohji:
Ein anderer Ausspruch ist der, dass es nichts nützt, jemandem ohne Durst Wasser anzubieten.
Ich weiss nicht ob ich da Befreiung suche... das ist ein merkwürdiges Wort. Aber ich weiss was ich da aufsuche. Ich suche da mein eigenes Heilsein auf, das trotz aller Widrigkeiten meines Lebens in mir nicht verlorengehen konnte.
Oder anders gesagt, ich weiss, wie ich mich, ruhig sitzend, wohlfühlen kann. Nicht nur so, dass ich dann Alltagsprobleme loswerden würde, sondern so, dass ich mir meiner Lebensfreude bewusst werde, die ich dann in den Alltag mitnehme.
Ich suche da nicht den Ausstieg aus einem ominösen Rad der Wiedergeburten, sondern einfach meinen eigenen inneren Frieden. Und der ist da für mich sehr deutlich erlebbar.
mipoohji:
"Ich gestehe, dass es mir dort öde, ereignislos vorkommt, da es dort nichts zu tun, nichts zu erleben gibt, so dass "ich" sich dort nicht hingezogen fühlt."
Wieso gedenkst Du denn überhaupt es tun zu sollen?
Ich finde nicht, dass "man" das tun muss. Und wenn ich es so empfinden würde wie Du es beschreibst, würde ich es absolut ablehnen es auch nur noch einmal zu versuchen...
Allerdings erlebe ich es nicht so...
mipoohji:
Wenn ich sitze, dann sitze ich gerne... sonst würde ich es nicht tun.
Ich sitze nur um gern zu sitzen. Mein Lehrer sagte mal, wenn Du es nicht genießt, dann ist es nicht das was Du da wolltest (sinngemäß).
mipoohji:
Nun, ich lebe hier mittendrin und peinlich ist mir, wenn ich versäume mich zu den Dingen zu äussern wie halt dieser Verharmlosung von Marihuana.
Ich finde zwar das noch weniger schädlich (für die meisten Menschen) als Alkohol, den ich nur die Verblödungsdroge nenne und absolut nie als Droge zu mir nehme (wobei ich nicht paranoid werde, und durchaus auch mal einen Schluck Bier trinke). Aber harmlos ist es eben nicht.
Verwirrung bedeutet Veränderung, richtig. Wenn diese Veränderung den Auszug aus der eigenen Wohnung und den Einzug in eine psychiatrische Anstalt bedeutet, dann kann man darüber nachdenken, inwieweit Neuorientierungen gut sind...
nämlich nicht grundsätzlich.
Für Menschen, die die Verwirrung eines Marihuana-Rausches gut überstehen, bringt sie vielleicht einen guten Ansatz mal nachzudenken, ob denn alles so kleinkariert bleiben muss wie es vorher (und gewöhnlich) war.
Wir haben uns früher mal gewünscht, abgebrüht genug zu sein, LSD ins Trinkwasser einzubringen und stellten uns all die Spiesser vor, wie sie plötzlich tanzend und singend und fröhlich durch die Straßen ziehen.
Nur würde es wahrscheinlich gar nicht so lustig ausgehen. Es würden wahrscheinlich sehr viele angsterfüllt und paranoid sich irgendwo zu verstecken suchen. Ich möchte es gar nicht erst probieren... die Vorstellung, die wir damals mal hatten, hatte mehr mit uns selbst zu tun und damit, dass wir es nicht mochten, wegen irgendwelcher persönlicher Eigenschaften abgelehnt zu werden. Nur deswegen hätten wir uns eine Neuorientierung gewünscht.
Wir haben aber weitere Neuorientierungen erlebt, die ebenfalls nicht wünschenswert waren. Wir waren auch bzgl Ehe verwirrt und viele haben dies zum Anlass genommen, sich neuzuorientieren.... mit dem Ergebnis, dass mehr und mehr Kinder allein Frauen ausgeliefert waren und jemand fehlte der auch mal in den Arsch tritt. (Für sowas müssen ja normalerweise eher die Männer herhalten.)
Meine durch solche Verwirrung und Neuorientierung vaterlos aufgewachsenen Söhne wollen nun zum Bund gehen. Wohl wissend, dass sie da ihre Persönlichkeit am Kasernentor abgeben müssen und ständig auf (auch völlig ungerechtfertigte) Arschtritte gefasst sein müssen...
Also, ich kenne genügend Beispiele für mißlungene Neuorientierungen, als dass ich sie einer gewöhnlichen Orientierung vorziehen würde.
wenn ich Dich nicht zu ernst nehme, kann ich ganz gut mit Dir umgehen...
Träume und Illusionen sind durchaus zweierlei. Ich verwirkliche auch Träume, würde dasselbe aber nicht mit Illusionen versuchen.
Und was die Drogen angeht, ich kenne sie natürlich. War ja gerade im richtigen Alter als sie bei uns modern wurden. Es bringt aber niemandem was wenn ich davon erzähle und ich finde sie rückblickend in keinster Weise erstrebenswert oder hilfreich. Dazu kenne ich zu viele, die damit gar nicht gut klarkamen und auch viele, die bis heute im Rausch nach Weisheit suchen statt ihr zu begegnen...
mipoohji:
Peinlich ist mir höchstens welchen Unsinn Du darüber schreibst. Selbstverständlich ist Marihuana für viele Menschen gefährlich. Hinzu kommt, dass es verwirrt, was ich nicht unbedingt für gut halte.
Aber wenn Du unbedingt willst, reden wir auch darüber. Nur hat das mit keiner spirituellen Praxis irgendetwas zu tun.
mipoohji:
Dass Du nicht gern redest ist nachvollziehbar... wer möchte schon so oft sich selbst derart agressiv erleben? Dann lieber sitzen, vielleicht lässt die Agression ja irgendwann nach und dann sollte auch reden kein Problem mehr sein...
Ich habe Dir noch nie empfohlen, Dich immer nur mit Dir selbst zu beschäftigen. Das tust Du schon viel zu oft. Du könntest aber mal runterkommen und mal gucken, wer Du wirklich bist. Nur wäre das etwas anderes als was Du jetzt darunter zu verstehen scheinst.
Gruß
mipooh