Cookies helfen uns bei der Bereitstellung unserer Dienste. Durch die Nutzung unserer Dienste erklärst du dich mit dem Einsatz von Cookies einverstanden. Weitere Informationen
mipoohji:
"Mipooh wird sicher wieder alles besser wissen, beser als Sengstan, Kodo, Chikuen Ku Gai, Hui Neng etc. etc. und uns erklären, was diese wirklich sagen wollten."
Es ist wirklich nicht schwer, egal wen von denen besser zu erklären als Du es tust...
mipoohji:
Ohne Deine Kritik an Allis schmälern zu wollen, es macht schon Sinn, die Gemeinsamkeit des Zen-Weges mit anderen Wegen zu finden.
Gehen kann man nur seinen eigenen Weg, egal ob man ihn Zen nennt oder nicht oder anders.
mipoohji:
Was Du mit allem machst, das interessiert gar nicht. Denn es zeigt nur dass Du nicht weisst was Du tust.
Wenn Du glückselig bist, das interessiert mich schon eher... wenn Du dann aber schon wieder über alles lachst, nichts annimmst oder verwirfst, dann sehe ich, dass die Glückseligkeit längst vorbei ist...
mipoohji:
Hab mich ja erst gefragt, was will der Allis schon wieder... bis ich dann gemerkt habe, dass der Allis wie so oft irgendwohin schreibt, ohne zu bemerken, dass er der falschen Person antwortet...
Allis, wozu verbreitest Du Dinge, die Du selbst nicht praktizierst? Ist ja nicht nur falsch was Du so zusammenschreibst, aber richtig ist es eben auch nicht, und vor allem fehlt ein lebbarer Bezug zur Praxis. Dies verdeutlichst Du im Grunde mit jedem Posting.
Gib doch lieber mal preis, was Du, der Allis, so wirklich erlebst.
mipoohji:
Daran freut mich etwas, dass Du das sagst und ganz spontan würde ich sagen, es ist nichts besonderes, reines Mitgefühl, würde das nicht drohen arrogant zu klingen.
Ich hatte soeben eine schöne Zeit der Praxis und da ist mir ein Gedanke aufgefallen, den ich erzählen möchte.
Ich dachte an die Nabelschnur eines Ungeborenen und daran, wie dieser durch die Nabelschnur mit allem möglichen versorgt wird. Einer der wichtigsten uns bekannten Stoffe, der dabei transportiert wird, ist Sauerstoff.
Haben wir den Mutterleib verlassen, so kommt der Sauerstoff auf einem neuen Weg zu uns (viele andere Stoffe auch, aber die waren eben für mich weniger relevant). Da ist der Atem, der zur Welt führt, die uns bemuttert, der ohne eine sichtbare Nabelschnur uns beständig mit Sauerstoff versorgt.
Ich hab das als eine Einsicht empfunden und es hat mir die Meditation vertieft, bzw habe ich in der Ungreifbarkeit der Sauerstoffversorgung die Idee der Nabelschnur immer wieder loslassen können ohne unversorgt zu sein...
Wenn das nun für irgendjemanden kurios klingen mag, dann darf der das auch einfach wieder vergessen...
mipoohji:
Ja, Reiner, sicher schreibst Du wieder nur Quatsch.
Du solltest zunächst mal so richtig lesen, wie ich richtig schreibe.
Denn ich schrieb nicht von einer einfachen Meditation, sondern von einer einfachen Meditationspraxis. Diese ist dann einfach, wenn sie regelmäßig und ohne besonderen Aufwand stattfindet.
Dies bezieht sich sowohl auf die Technik als auch auf die rationale Auseinandersetzung damit.
Ich denke bzgl Meditation nicht in Deinen, meiner Ansicht nach komplizierenden, Begriffen. Meditation ist für mich der Vorgang, der mich "nach Innen", "zu meiner Mitte hin" bringt und der aktive Part daran ist der, dass ich sie zulasse indem ich eine Technik verwende. Das eigentliche Geschehen würde ich lieber als passiv bezeichnen, da jede geistige Aktivität dies unterbricht.
Ein völlig natürlicher Vorgang, einfach wie einschlafen am Abend oder wachwerden am Morgen. Da gibt es nichts weiter zu tun als es zu tun.
Diese "einfache Meditationspraxis" hat insofern Folgen bzw eine Wirkung, als man sie für sich selbst mit Zeiten vergleichen kann, in denen man nicht praktiziert. Im Einzelnen würde ich zunächst eine gewisse Ausgeglichenheit und geistige Klarheit erwähnen, die auf einem Selbstbewusstsein beruhen, das in Selbsterfahrung erworben wird.
Es gibt da nichts zu verherrlichen, Reiner. Meditation, die dieses Begriffes würdig ist, hat eben diesen "passiven" Aspekt. Dass man darin ein wenig routiniert wird und lernt zuzulassen wäre für mich nicht ausreichend um den Vorgang selbst als aktiv zu bezeichnen. Im Gegenteil, es gehen bei mir bei dem Begriff "aktive Meditation" ein paar Alarmglocken an. Zunächst mal würde ich hier an Projektionen denken. Diese bewirken zwar etwas, sind aber nicht Teil von Meditation. Sie gehören nach meinem Verständnis eher in den Bereich der Magie oder Suggestion und sind nicht mein Thema (auch nicht Thema des Zen).
Woran Du Dich stößt, das ist die Schwierigkeit in den Begriffen, die sich daraus ergibt, dass unsere Sprache dualistisch ist, unser Sein jedoch nicht. Wichtiger als die Begriffe selbst ist für mich der Eindruck, jemand weiss wovon er redet oder jemand redet um für einen Wissenden gehalten zu werden.
Dass im Grunde jeder für sich selber weiss und dies durch nichts und niemanden ausser Kraft gesetzt werden kann, ist für mich Basis einer Verständigung. Intellektuell kann mich niemand mehr beeindrucken. Das ist mir zu wenig. Ich fühle (zusätzlich zu meinem Denken) und dadurch sehe ich, woher der Wind weht.
Das was sich durch Projektion und Suggestion aufbaut, ist allenfalls Arroganz, Reiner, es ist nicht die Einsicht, die nur durch eine Zuwendung zu dem was ist gewonnen wird. Selbstbewusstsein im einfachsten Sinne also.
Wie gesagt, das wovon Du sprichst, ist eine andere Ebene. Nicht mein Ding und in meinem Verständnis nicht Meditation. Ich kenne diese Dinge durchaus, gewinne daraus aber nicht meine Einsichten.
mipoohji:
Keine Sorge Allis, ich habe meine tägliche Routine und bin täglich auf´s neue beeindruckt, was offensichtlich ist und was nicht...
Da scheinen wir uns zu unterscheiden...
bevor Du mit Helmut schimpfst, versteh besser erst worum es geht...
Niemand möchte einen oder den Buddha töten, auch Helmut nicht. Der weiss, dass der (historische) Buddha bereits gestorben ist.
Wenn Dir der Buddha begegnet (hier ist während der Meditation eine Vorstellung des Buddha gemeint, mit all ihren merkwürdigen Auswirkungen auf den Meditierenden, der dann gerade gar nicht meditiert, sondern herumphantasiert),
dann töte den Buddha (muss nicht mit der Pistole sein, denn wie gesagt, es geht um Phantasien, die während einer Meditation eigentlich nur hinderlich sind. Und die soll man dann "töten". Natürlich ohne Agressionen oder Mordlust. Eben einfach loswerden...).
mipoohji:
Das kann ich mir denken... Liegt mE an Deiner Erwartungshaltung bzgl "konstruktiv".
Lies Du ruhig Deine Bücher und beurteile weiterhin die Menschen in Deinem Umfeld nach dem was Du gerade liest.
Und Dich selbst am besten gar nicht, es könnte schröcklich werden...
Du kümmerst Dich ständig um ungelegte Eier. Setz Dich einfach mal irgendwo hin und "laß den Herrgott einen guten Mann sein", oder "tu einfach nichts weiter". All das, was in Worte gefasst mehr oder weniger Sinn ergibt, erschliesst sich auch Dir wortlos.
Jeder Mensch hat von Geburt an die Möglichkeit, selbst zu (er)leben. Da braucht es kein Chicken oder Segstan, keinen Sawaki und keinen Allis.
Die können alle helfen oder schaden, wenn jemand vergessen hat, wie er denn nun "zu sich kommt".
Du machst aus allem zu viel Theorie, das Leben selbst findet praktisch statt. Lass es stattfinden... dann kommst Du auch mal wieder zurecht.
mipoohji:
"Ich nicht, weil mich der Verstand immer noch regiert."
Eine irrige Annahme (des Verstandes)...
Das ist alles viel weniger kompliziert als es sich anhört. Atme einfach mal tief durch und frag Dich dann, was denn damit wohl der Verstand zu tun hat.
Vor lauter Nichtunterscheiden das Unterscheidungsvermögen vollends zu verlieren kann kaum Sinn der Übung sein...
Gruß
mipooh