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mipoohji:
Dieses Märchen glaube ich nicht, dass man jemanden sehen muss oder dessen Zustimmung brauchte um ihn zu kennen.
Allerdings wird man sicher nicht alles über ihn wissen, und so bleibt jede Einschätzung auch unvollständig. Das gilt aber ebenso bei Menschen, die sich jahrelang täglich sehen.
Diese Umstände sind mir ebenso bewusst wie die Möglichkeit, dass ein Mensch von heute auf morgen schwerwiegende Veränderungen erfahren kann.
Deshalb ist auch eine solche Einschätzung von mir weder beleidigend noch deterministisch gemeint. Ich beschreibe damit nur, was sich mir derzeit darstellt. Ohne Anspruch auf Vollständigkeit und ohne es in Stein zu meißeln.
Gruß
mipooh
(der es aber grundsätzlich für sinnvoller hält mit jemandem zu sprechen als über jemanden)
mipoohji:
Ich zweifle nicht im mindesten, dass jeder hier genau das darstellt was er ist, sprich erkennbar ist. Da gibt es nur ganz selten mal kurzfristige Ausnahmen, wo sich jemand aus Jux völlig verstellt. Solche Menschen halten sich aber selten länger auf.
Dass Reiner sich selbst so sieht wie er sich darstellen möchte, ist doch wohl klar. Nur muss ihn deswegen jemand anderes nicht genauso wahrnehmen. Die Möglichkeiten Dinge und Menschen zu erleben sind eben unterschiedlich...
Problematisch ist immer eine Beschreibung aus objektiver Sicht, denn die stimmt selten 100%ig mit einer Selbstwahrnehmung überein. Das hat nicht zum Hintergrund, dass jemand bewusst lügt (das Thema hatten wir ja kürzlich). Jemand, der sich selbst etwas vormacht, wird dies dann natürlich auch nach aussen hin so darstellen.
Deswegen sagte ich Dir neulich, dass es weit schwieriger ist, anderen gegenüber ehrlich zu sein als sich selbst gegenüber. Denn sich selbst zu täuschen ist weit schwieriger, spätestens in stillen Stunden wird man sich selbst begegnen.
Mancher vermeidet das "wie der Teufel das Weihwasser". Erinnert mich daran, dass R Zazen strikt vermeidet. Ist vielleicht dann auch besser so, denn nicht jeder könnte sich ohne Beschönigungen ertragen.
mipoohji:
Manches von dem was ihn verrückt macht, kenne ich ganz gut. Er hat ja in mancher Einzelheit recht, zB dass ausgerechnet die schlimmsten Menschen sich gern hinter einer Religion scheinheilig verstecken.
Oder das unsere Ärzteschaft hauptsächlich an Kohle interessiert ist und nicht daran den Mitmenschen zu helfen.
In seinen Schlußfolgerungen, die Religion und die Medizin zu verurteilen, kann ich ihm jedoch nicht zustimmen. Denn wenn man damit nur einem Menschen unrecht tut, dann finde ich das bedenklich.
Ich gehe allerdings davon aus, dass es sogar viele sind.
Auf der anderen Seite, der seiner Selbstüberschätzung, hat er sich ein Gebilde eingeredet, das ich nicht als Lösung erkennen kann, nicht einmal für ihn selbst. Seine Erklärungen sind fadenscheiniger als es jede Religion ist.
Für mich ist er ein armer Irrer, der ständig zwischen Selbstmitleid und Agression schwankt.
Ich glaube aber, dass er in einem kontrollierten Umfeld, also dort wo er lebt und wo Menschen ihn direkt erleben können, weit weniger auffällig ist.
Denen erzählt er auch nicht den ganzen Unsinn, den er hier ablädt. Seine Gymnastik scheint jedenfalls ganz gut zu funktionieren. Aber einfache Anerkennung dessen was er kann genügt ihm ja nicht...
Gruß
mipooh
(der nicht dazu neigt ihn zu überschätzen)
mipoohji:
Hast Du mal wieder ein Bruchstück gelesen, nicht kapiert was ich schrieb und möchtest daraus etwas basteln?
Der ganze Satz lautete:
"Wenn jemand die Bibel als "Gottes Wort" verehrt oder glaubt, dass darin alles wissenschaftlich genau richtig beschrieben sei, dann irrt der ganz gewiss.
Die Bibel ist ein Buch, zT aus Überlieferungen bestehend und zum Teil sicher auch beeinflusst von den jeweiligen Schreibern. Dass da nicht immer alles stimmt, ist doch klar."
Ich habe da doch klar gesagt von wem die Bibel stammt, hatte ich da Gott als Autor erwähnt oder wie kommt der in Deiner Phantasie plötzlich zu der Ehre?
Ich meine nicht, dass man zu Gott sprechen sollte. Das wäre naiv (in seiner unguten Form) und würde davon ablenken, dass ein Selbstgespräch stattfindet. Gott hat weder "eigene" Ohren noch "eigene" Stimmbänder. Wer ihn tatsächlich sprechen hört, der sollte tatsächlich mal einen Arzt konsultieren.
Ich würde mich nicht kranklachen, Deine Lage ist ernst genug...
Menschen, die von sich sagen, dass Gott durch sie wirkt, kann ich möglicherweise sogar verstehen. Jemanden der sich über etwas lustig macht was er nicht versteht, kann ich nur bedauern.
Gruß
mipooh
(der sich wünscht, dass Du lesen lernst um nicht immer alles mehrfach wiederholen zu müssen)
mipoohji:
Wo im alten Testament soll Gott eine Frau gehabt haben?
"was war falsch bei meinen schilderungen über die eigenschaften des erdachten gott?
sicher weißt du darauf keine antwort!"
Ist doch sehr einfach. Ihn auszudenken ist bereits der erste Fehler, ihm Eigenschaften anzudichten der nächste.
Gott ist weder ausgedacht noch hat er diese merkwürdigen Eigenschaften. Der Gott in Deinem Kopf mag das alles haben, aber da stimmen nur noch die Buchstaben überein.
Wie bei den anderen Dingen auch. Die Anweisung aus dem Buddhismus "tu nur gutes" kenne ich so nicht. Aber ich lese ja was Du schreibst und somit kann das mit Dir nicht viel zu tun haben.
mipoohji:
Abgesehen von kleineren sachlichen Unrichtigkeiten (Gott hätte eine Frau gehabt...) sind Deine Darstellungen von angeblichen Sachverhalten verfälschend. Ich werde sie aber nicht im Einzelnen mit Dir ausdiskutieren.
Du tust dies, um Religion zu diskreditiern, aber auch das sagte ich ja schon.
Wenn jemand die Bibel als "Gottes Wort" verehrt oder glaubt, dass darin alles wissenschaftlich genau richtig beschrieben sei, dann irrt der ganz gewiss.
Die Bibel ist ein Buch, zT aus Überlieferungen bestehend und zum Teil sicher auch beeinflusst von den jeweiligen Schreibern. Dass da nicht immer alles stimmt, ist doch klar.
Nur sind Deine Darstellungen so falsch wie sie nichtmal in der Bibel falsch sind. Was soll das bringen ausser vielleicht eine gewisse vorübergehende Zustimmung von Menschen, die mit einer Bibel oder Menschen die sich darauf berufen haben, gewisse Probleme haben oder hatten.
All diese Bücher enthalten Hinweise, die man schon verstehen muss. Sonst sind die Bücher wertlos. Das gilt ebenso im Buddhismus und in den Upanishaden der Hindu.
Verstehen ist halt etwas schwieriger als dummes Zeug darüber zu schwätzen...
Komischerweise pickst Du Dir aber gern ein paar sensationelle Rosinen da raus... eben da wo es Dir werbewirksam erscheint.
mipoohji:
Du fragst ja komische Sachen...
Es gibt sehr verschiedene Arten zu sterben, manche mögen auch mit Schmerzen verbunden sein, aber die meisten, die ich gesehen habe, starben ohne Schmerzen. Im Krankenhaus bekommen diejenigen, die an einer schmerzhaften Krankheit leiden, Schmerzmittel.
Schockzustände kommen da eher selten vor, am ehesten wohl bei Unfällen. Dadurch kann man sterben, aber auch das ist nicht so häufig.
Dass Schmerzen einen Schock auslösen ist ebenfalls selten.
Und dann gibt es noch diejenigen, die sterben als hätten sie es gelernt. Selten zwar, aber es gibt die, die wach und ruhig sind bis kurz vor Schluss und dann friedlich "einschlafen".
Als angstmachende Faktoren habe ich unter anderem sorgenvoll bemühte Angehörige erlebt, die dem Sterbenden einfach nicht die Möglichkeit zu erlöschen einräumen. Das nervt oft und dann geht das Gekämpfe um ein paar Atemzüge los.
Fast keiner den ich dabei beobachten konnte hatte über einen längeren Zeitraum Schmerzen. Klar, bei einem Herzinfarkt oder einer Lungenembolie, da gibt es schonmal heftige Schmerzen und da geht es ja oft schnell mit dem Sterben. Das ist sicher unangenehm.
Viel Angst vor dem Sterben existiert auch deswegen, weil die Frage nach einem Danach für viele Menschen ungeklärt ist. Gelernt haben sie die verschiedensten Nachtodmodelle, nur Erfahrungen damit haben sie nicht. Das verunsichert. Da haben es diejenigen leichter, die entweder unerschütterlich an einen Himmel glauben oder diejenigen, die an ein Erlöschen glauben. Alle dazwischen werden wohl Zweifel haben, und das ist ja nicht gerade angenehm.
da man in der allgemeinen Sprache unter Sterben versteht, dass ein bisher lebender Mensch nun nicht mehr teilnehmen wird und seine körperlichen Überreste in den nächsten Tagen in das Recyclingverfahren der Natur übergeben werden, halte ich es für unangebracht, diesen Begriff für einen lebendigen Vorgang wie das Atmen zu verwenden.
Zumindest könnte man solche Metaphern kennzeichnen, vielleicht mit :" Achtung, hier kommt ein Karton!"
mipoohji:
Brauchst Du im Ernst eine Schublade? Du kennst Unsui nun seit etlichen Jahren persönlich. Du weisst, wie sehr er Kodo Sawaki mag, Antaiji usw. und Du weisst, dass er sich selbst da ungern bindet.
mipoohji:
"Ich vertraue Buddha und das nicht blind"
Siehst Du, und genau das meinen Menschen, wenn sie zB sagen "ich glaube an Buddha" (oder Jesus oder Gott oder weiss der Geier...).
Manche mehr, manche weniger, tun auch wie ihnen gesagt wurde. Da sollten wir nicht zu kleinlich sein, denn natürlich ist es leichter, die Schwächen der anderen zu sehen als die eigenen.
Ich guck mal rein in das Buch. Normalerweise lese ich über solche Themen nicht. Zum einen, weil ich früher doch so einiges gelesen habe, zum anderen, weil ich meine eigene Praxis für mein eigenes Leben viel wichtiger finde als neue oder andere Ideen dazu im Kopf hin- und herzubewegen.
Was Reiner betrifft... er ist kein Gesprächsthema. Wenn ich ihm etwas zu sagen habe, dann tue ich das, über ihn rede ich nicht ganz so gern und vor allem nicht kontrovers. Da mag sich jeder selbst orientieren.
Eine recht zweifelhafte Aussage, die so schlicht übernommen in Trostlosigkeit endet.
Dann wäre es mir lieber zu sagen, alles ist unendlich wertvoll, so bliebe wenigstens ein Stück Lebensfreude...
Gruß
mipooh
(der erlebt, dass der Achtsamkeit die Wertschätzung auf dem Fuße folgt)
mipoohji:
Solange Du "Glauben" für "einfach mal was ausdenken" hältst, solange wirst Du die Dimension des Vertrauens wohl nicht erleben können.
Glauben steht nicht für sich mal was ausdenken oder etwas nachplappern, was jemand sich mal ausgedacht hatte. Das machte doch gar keinen Sinn! Und wir müssen ja nicht unbedingt unterstellen, dass ausser uns alle doof sein müssen.
Wenn es also Sinn machen sollen, dann müssen wir schon erfassen, was sinnvollerweise denn wohl gemeint sein könnte...
Gut, wenn Du erfährst, dass Du dieser Körper bist. In christlich religiöser Sprache würde man deswegen von Geschöpf reden. Da hast Du schon einen guten Schritt getan. Dass Du als Geschöpf auf Deinen eigenen Fßen stehst, das ist so vorgesehen. Dafür hast Du die Füße.
Aber hast Du vergessen, dass es Zeiten gab, in denen Du das nicht konntest? Wo Dich jemand tragen musste? Und denkst Du nicht, dass es sehr wahrscheinlich auch wieder solche Zeiten geben wird? Geh mal ins Pflegeheim und guck Dich da mal um. Wie willst Du das ohne jedes Vertrauen ertragen können?
Es heisst nicht umsonst, dass wir uns von Gott kein Bild machen sollen. Ich glaube es sind die Muslime, die diesen Anspruch noch recht sauber äußern. Sich zuerst ein Bild machen um dann zu behaupten daran sei etwas gelogen... das stimmt!
Frag Dich mal, wer da wen belügt...
mipoohji:
Das ist eine sentimentale Form von Mitgefühl und sie verdient diesen Namen nicht.
Genau wie Reiner machst Du Dir etwas vor, wenn Du denkst, andere Menschen zu täuschen sei Rücksicht auf sie. Und er bedankt sich noch für die Einschätzung, dass er sie nur mißbraucht...
Wäre die Alternative für Dich, ein eingebildetes göttliches Wesen anzubetteln? Wie weit bist Du denn von Gott (in Dir) entfernt, dass Du ihm (draussen) sowas andichtest?
Kabir sagte einmal, "Mind! (Verstand oder auch Mara) Was bist Du für ein wunderliches Ding! Erst bringst Du mich dazu eine Figur herzustellen und dann bringst Du mich dazu, sie anzubeten!"
Denkst Du, statt sie anzubeten sei es sinnvoller darauf zu spucken? Das ist doch ebenso sinnlos, vielleicht noch sinnloser, weil dann auch noch die eingebildete Freude am Anbeten mit einer eingebildeten Wut gegen die selbstgeschaffene Figur vertauscht wird.
Die Kirche, in der ich aufgewachsen bin, weiss seit mehr als 30 Jahren, dass ich nicht zu ihr gehöre. Ja, ich denke auch, dass sie weitestgehend Gottlose sind und es nicht bemerken. Auch Du bemühst Dich darum, auf eine heimliche Art gottlos zu sein und nicht nur Du bemerkst es nicht, Du möchtest auch, dass die anderen es nicht bemerken.
Sowas nennst Du Mitgefühl? Ich nenne sowas Feigheit und da wäre mir noch lieber, wenn Reiner den Menschen, die er verachtet das auch sagen würde. Und sie nicht als Reklameschild verwenden würde, während er sie in Wirklichkeit verachtet.
Das ist Illusion... ein illusionäres Gottesbild zu bekämpfen und dann noch denen, die es auch haben vorzugaukeln, man gehöre dazu...
Die eigene Trostlosigkeit als Mitgefühl darzustellen... ich bitte Dich, Helmut! Werd´ doch mal wach!
Gruß
mipooh
(der Trost in sich findet und weiss, dass den jeder finden würde, wenn er nur hinguckt. Und dem es völlig wurscht ist, ob jemand der sich im Sein geborgen fühlt, nun Gott dazu sagt oder nicht...)
mipoohji:
Ich habe nicht etwas getroffen, das nicht existiert. Nur verstehst Du mein Motiv nicht. Tote Tiere zu schlagen ist es jedenfalls nicht...
Nur Zeitvertreib? Wozu? Die vergeht auch ohne dass Du sie vertreibst. Andererseits sprichst Du davon Deine Zeit sinnvoll zu gestalten. Dass da ein Widerspruch besteht muss ich sicher nicht erklären. Sinnvoll wird Zeit verbracht, aber nicht vertrieben.
Warum sage ich Dir das alles eigentlich?
Damit Du erkennst, dass Du Dich in einem Teufelskreis bewegst. Du leidest und um das nicht fühlen zu müssen, bemühst Du Dich, nicht zu fühlen. Dieses Bemühen führt aber nicht in Gefühllosigkeit, sondern in Ablehnung und Leiden.
Ich weiss schon wovon ich rede, denn ich bin ebenfalls Mensch und es gibt wohl kaum einen Fehler den ich nicht selbst gemacht hätte.
Zazen bietet einen Weg. Das "dumme" an dem Weg ist, dass man ihn noch nicht gegangen ist, sondern nur jetzt gehen kann. Sicher wird man dabei auch schonmal Bekanntem begegnen, viel mehr aber Neuem. Und das, obwohl man, wie Du so schön ablehnst, immer wieder "dasselbe tut".
Auch für Dich gibt es die Möglichkeit wieder ins Leben zurückzukehren ohne deswegen rückwärts gerichtet zu sein. Du hast schon recht auf eine Weise, man kann nur einmal lieben. Es ist nicht wirklich gut ausgedrückt, denn es müsste heissen, man kann nur einmal im Leben damit begonnen haben zu lieben. Damit aufgehört zu haben (oder das zumindest versucht zu haben, denn es gelingt nicht), nur weil das vermeintlich dazu nötige Objekt sich nicht mehr als Objekt zur Verfügung stellt, das ist ein schwerer Fehler.
In der Liebe zählt nicht das Objekt, was zählt ist das Subjekt. Und das vertreibt seine Zeit keineswegs.
Als liebender Mensch bist Du völlig ok und Du kannst es ja nicht einmal verhindern. Deine Klienten sind derzeit Deine Objekte, ob Du das so sehen möchtest oder nicht. Es stellt Dich nicht zufrieden, weil Du immer noch das alte gewählte Objekt willst, Du magst es nicht loslassen. Und das ist es was wehtut. (Das bin nicht ich, ich füjle es lediglich mit und bin so nett es Dir zu sagen.)
Es ist so leicht Dich zu verstehen.
Wehr mich weiterhin ab, solange Du eben denkst, dass das richtig sei. Für mich ist das nicht mehr als ein bockiges Aufheulen eines Kindes, das seinen Willen nicht kriegt. Es ist nicht sonderlich lustig, aber das ist nunmal die Freiheit des Kindes.
Gruß
mipooh
(der Dir gönnt, Deinen! eigenen! inneren Frieden zu geniessen)
mipoohji:
Na dann erzähl mal, was es Dir bringt.
Du bist doch ein großer Inquisitor, ein ungefragter Exorzist. Bist Du glücklich? Oder vermeidest Du Glück weil es nicht von Dauer war beim letzten Mal?
Weil Deine Familie vergänglich war, aber irgendwie Deine Liebe nicht dazu passen wollte?
Und nun musst Du Dich noch damit bestrafen, dass Du gegen sämtliche Illusionen ankämpfst ausser gegen Deine eigenen?
mipoohji:
Merkwürdige Idee, ein Geschenk als bezahlt zu betrachten, weil es vergänglich ist.
Hast Du den letzten Sommer mit dem Herbst bezahlt?
Die letzte Freude mit dem Leiden was später mal auftrat?
Bezahlst Du den Anblick einer schönen Blume damit, dass Du sie nicht siehst wenn Du woandershin gehst?
Ihren Duft damit dass Du ihn aus entsprechender Entfernung nicht riechen kannst?
Wir haben gar nichts bezahlt, nicht einmal Eintritt.
Und wir werden auch den Tod nicht bezahlen, denn wir werden ihn nicht erleben. Andere werden fassungslos danebenstehen und sich alles mögliche ausdenken, was da wohl passiert sei. Wir selber nicht, wir stehen nicht einmal daneben.
In einem Punkt hast Du etwas sehr wichtiges festgestellt: "um klar zu sehen reicht oft ein wechsel der blickrichtung."
Wenn das die richtige Richtung ist, dann kannst Du sogar immer sagen statt oft. Für Dich dürfte das vielleicht das muslimische Beten sein, falls Du dabei nicht zuviel Unsinn denkst, sondern es einfach tust. Für mich ist es die Technik, die ich gelernt habe.
Einfach zu sein klärt den Blick. Dabei ist es egal, ob die Betonung des Satzes auf einfach liegt oder auf sein.
mipoohji:
Ich gebe zu, dass ich bei Helmut oft rätseln muss, was er eigentlich sagen will.
Ich traue ihm gelegentlich durchaus zu, dass er das Gegenteil von dem sagt, was ich lese. Meist sage ich gerade dann lieber nichts dazu, sondern warte ab, ob es sich nicht noch irgendwie klärt.
Reiner den Eindruck zu vermitteln (womöglich durch paradoxe Feedbacks) er sei auf dem richtigen Weg, er beschreibe oder sehe Situationen korrekt, sehe ich sehr kritisch. Er ist überaus eitel, und nimmt jede Zustimmung kritiklos freudig an, wird dadurch aber weder zugänglicher noch denkfähiger...
Natürlich sind manche Teile seiner Aussagen nicht falsch. Die Zusammenhänge in die er sie stellt sind es aber. Da kommt er mE durch pauschal klingende Zustimmung nicht raus.
Allerdings wird man sicher nicht alles über ihn wissen, und so bleibt jede Einschätzung auch unvollständig. Das gilt aber ebenso bei Menschen, die sich jahrelang täglich sehen.
Diese Umstände sind mir ebenso bewusst wie die Möglichkeit, dass ein Mensch von heute auf morgen schwerwiegende Veränderungen erfahren kann.
Deshalb ist auch eine solche Einschätzung von mir weder beleidigend noch deterministisch gemeint. Ich beschreibe damit nur, was sich mir derzeit darstellt. Ohne Anspruch auf Vollständigkeit und ohne es in Stein zu meißeln.
Gruß
mipooh
(der es aber grundsätzlich für sinnvoller hält mit jemandem zu sprechen als über jemanden)