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mipoohji:
Genau das tue ich, weil das nicht anders geht. Und Du darfst sicher sein, ich weiss wovon ich rede. Anders gesagt, ich bin mir dessen gewahr wovon ich rede und meine Worte sind zwar recht sorgfältig gewählt, aber nur ein Mittel. Der Finger der zum Mond zeigt ist nicht etwa der Beweis dass der Mond nicht existiert, oder dass der Fingerbesitzer nicht wüsste was und wo der Mond ist...
Von daher gedenke ich, dies auch weiterhin auf dieselbe altbekannte Art zu tun.
mipoohji:
Der Täter setzt mehr als der Handelnde ein Ego voraus, darauf wollte ich hinaus. Beim Handeln kann das Handlungsmotiv durchaus in einem von aussen herangetragenen Bedürfnis liegen und verbunden mit einem wohlwollenden Menschen, der über entsprechende Möglichkeiten verfügt eine Handlung bewirken.
Beim Täter setze ich voraus, dass das Handlungsmotiv im eigenen Bedürfnis zu suchen ist.
Deshalb unterscheide ich da ganz gern. Ist aber bei der Unschärfe aller Begriffe nicht unbedingt soooo wichtig, wichtiger ist mir dann schon zu fühlen was gemeint ist.
Das ist übrigens etwas das in der ziemlich unscharfen Thai-Sprache eine Riesenbedeutung spielt, und auch etwas, das ich schon seit Zeiten zu erkennen glaubte. Nämlich dass die eigentlichen Inhalte weit mehr über die Emotionen transportiert werden als über Begriffe (sogar in Foren, soweit man emotional ansprechbar ist).
Ich hab da mal früher Versuche gemacht und mit Menschen, die mich gut kannten und eine intensive
Beziehung zu mir hatten, verbal völlig anders geredet als emotional. Und ich wurde völlig verstanden.
Im Kleinen kennt man das aber auch zB bei Neckereien... es fällt nur gar nicht die Tragweite dieses Umstands auf.
Verstehen ist eben kein intellektueller Vorgang, sondern ein emotionaler.
Gruß
mipooh
(der "Täter" für einen Handelnden zwar philosophisch für nicht ganz treffend hält... aber auch nicht unnötig kleinlich sein will, wenn wenigstens gemeint ist, was gesagt wurde...)
mipoohji:
Resonanz nennt sich das "Werkzeug". Ermessen wird man es nicht wollen, doch:
bringt es eher mich (meines) zum "mitschwingen", dann ist es größer/stabiler/gegründeter als meines,
tut es das nicht, ist es voraussichtlich kleiner. Nur... wen würde das dann ernsthaft interessieren?
mipoohji:
Zum einen hat Unsui unrecht, wenn er sagt, wir seien als Egoisten geboren. Das stimmt einfach nicht. Punkt.
Zum anderen sterben wir eben nicht "wohl oder übel" als Täter. Ich habe Menschen gesehen, die sind einfach nur gestorben. Die waren richtige Vollprofis und haben mir gezeigt, dass man auch gelassen sterben kann. Waren aber nur zwei und somit wohl kaum mehr als ein bist zwei Prozent...
Immerhin weiss ich daher, dass es möglich ist und durch das eigene Üben weiss ich, dass dies grundsätzlich auch mir möglich ist.
Aber warum ich eigentlich schreibe... "Braucht es bucht"... ich rätsele und habe keine Idee, was das wohl bedeuten könnte oder welcher Tippfehler dadrin stecken mag...
mipoohji:
Habt Ihr das abgesprochen, dass Du dem Heiler einen Grund gibst, mit Lobesworten dem braven Schüler antworten zu dürfen?
Ich denke er hält es schlecht aus ohne seine Übermensch-Attitüden. Hatte ja gleich gesagt, er schafft es eh nicht fernzubleiben.
Das was Du zunächst gesagt hast klingt gar nicht mal so falsch. Nur hast Du dort die üblichen Fallen drin, die dann wieder Mißverständnis Tür und Tor öffnen.
Hättest Du gesagt, der Schüler fragt nach Erfahrungen, dann würde ich gern zustimmen. Ich will erfahren, und zwar das, was tatsächlich ist!
Dass dies jeder für sich selbst tut liegt auf der Hand. Niemand braucht wirklich einen Übersetzer für die eigenen Erfahrungen, keine Bestätigung, keine Zustimmung. Bringt man die Geduld auf, solange hinzusehen, bis sich die Schleier lüften, dann sieht man klar. So ist die Natur des Menschen, und wenn man sie dann Buddhanatur nennen will, meinetwegen (solange das nicht schon wieder eine Falle ist).
Das Kissen ist der Einstieg, immer wieder und es geht auch ohne Kissen. Auf den Grund zu gehen, bedeutet einfach nur, sich von Vorstellungen zu lösen und in (innerer) Ruhe selbst zu sehen.
Und natürlich wirkt sich das auf das Verhalten im Alltag aus. Ob es gleich zu einem Dienen führen muss oder gar die Welt zu heilen... da scheint mir bereits wieder zumindest die Gefahr von Überheblichkeit drinzustecken. Wenn auch nichts dagegen spricht, demütig zu sein oder ein eigenes Heil(sein) auszustrahlen oder da heraus zu wirken, was immer zu wirken sei. Am besten in aller Bescheidenheit, denn wir sind auch nur Episoden der Natur...
Regeln, Anweisungen, Philosophien sind tatsächlich nicht der Kern, der ist eigenes Erfahren. Zum Vermitteln sind sie nur dann geeignet, wenn jemand sie hören möchte, wobei dann doch die beste Anweisung ist, den Menschen zu sagen, dass sie alles was sie suchen in sich selber finden können, wenn sie sich nur die Ruhe antun es zu finden statt danach zu suchen. Denn wer etwas unverlierbares sucht, der wird alles mögliche finden, nur nicht das, was er gar nicht verlieren konnte...
Zazen ist da eine recht unverfängliche Methode, ebenso wie manche andere propagierte Methode wie die Atembe(ob)achtung, oder auch einfach die berühmte Achtsamkeit. Sie alle laufen auf dasselbe hinaus: Guck selber, entscheide selber, erfahre selber.
Das wird sicher oft nicht so deutlich, aber genau das ist es was dabei herauskommen sollte. Alles andere ist Beiwerk, mehr oder weniger richtig oder falsch, aber eben unwesentlich. Es geht durchaus ohne.
Zazen ist die Einstiegsnummer des Zen. Es gibt keinen Grund jemals darauf zu verzichten, so wenig wie es einen Grund gäbe, seinen Haustürschlüssel wegzuschmeissen, nur weil man schonmal zuhause war. Denn man wird, ob man will oder nicht, Klarheit auch verlassen und wird neuen Klärungsbedarf haben. Auch das gehört zu der Natur des Menschen, sich ablenken zu lassen von dem was wirklich ist.
Und ja, es ist eine Übung und nicht das ganze Leben. Ebenso wie der Hausschlüssel nicht das Haus ist und nicht die Umgebung, sondern das Mittel, wieder an den Ort zu gehen, an dem man sich ausruhen darf und seine Klarheit zurückgewinnen.
mipoohji:
Unsui, Du scheinst immer noch Langeweile zu haben...
Nach Deiner Logik müsste ich Dir jetzt sagen, lächelst Du mir zu, dann guckst Du auch grimmig...
Es ist einfach Quatsch, bei "gut" sofort an schlecht zu denken.
Ich hatte aus der Bibel zitiert "und er sah dass es gut war", Schöpfungsgeschichte. Dieses gut hat keinen Gegensatz schlecht, auch wenn Du Osten und Westen nicht wirklich unterscheiden kannst.
mipoohji:
Da hat er nun extra seinen Haß als Wirkung aus dem Zylinder gezaubert um einem Urteil zu entgehen und Du rufst in die Menge, unter welchem Hütchen die Erbse ist...
Ja, Du hast es gut beobachtet. Der Taliban in ihm hat ihn diesen Trick gelehrt... (wobei ich nun ausdrücklich den westlichen Talibanbegriff aufgreife und nicht weiss, ob man den Menschen dort im Osten damit gerecht wird. Muslim ist ja auch längst ein Schimpfwort geworden bei den scheinheiligen Antichristen der westlichen Welt.)
Sagen wir es buddhistisch... Mara hat ihn voll im Griff...
Guten morgen
mipooh
(der immer wieder erstaunt ist, dass Religionen so trefflich mißbraucht werden können)
ich kenne viele die sowas sagen... vor allem das mit dem Besserwissen.
Ich habe dort gelebt, mitten unter ganz normalen Menschen. Übrigens im Süden, unter Muslimen und (viel länger) im Norden unter Buddhisten.
Meine Frau ist Thai und sie ist so froh, dieser Gesellschaft entronnen zu sein. Sie freut sich auf den Tag, an dem sie die deutsche Staatsangehörigkeit bekommen kann und ebenso auf den Tag (nächsten Monat), an dem sie ihre Aufenthaltserlaubnis unbefristet bekommen kann.
Du hast das Leid hinter dem Lächeln offenbar nicht gesehen...
Mit dem Geld, auch so ein Scherz...
Ja, sie verdienen es, weil viele ihrer Männer nicht arbeiten und welches zum Saufen brauchen.
Diese Frauen sind tatsächlich oft sehr angenehm. Sie sind menschlich, weil weiter unten kann man nicht sein (was im Idealfalle Demut leicht zulässt) und sie sind oft glücklich, weil sie loslassen gelernt haben. Wobei das so ganz pauschal wie es klingt natürlich nicht zutrifft. Zumal durch westliche Einflüsse (Mehr Gier, mehr Haß, mehr Verblendung) es inzwischen rechte Satansbraten auch dort gibt...
Die Muslime, die ich dort persönlich kennengelernt habe, waren nach meinem Eindruck etwas besser dran.
mipoohji:
Auch von mir ein PS.
Ich leide an Krankheit mit Schmerz, Schwäche und viel mehr. Und ich möchte darum bitten, mich nicht aus "Mitgefühl" von dem bischen Leben zu trennen, das mir geblieben ist.
Man traut sich ja eh kaum noch zuzugeben, dass es so ist, sonst findet sich noch ein "Erlöser"...
mipoohji:
Tat das nicht gerade jemand, der uns seine Grausamkeiten als Mitgefühl verkaufen möchte?
Was hindert den mitfühlenden Menschen Schmerz, Angst, Not mitzuerleben ohne zwanghaft eingreifen zu müssen? Ist Gott so doof, dass er nicht weiss wozu all das da ist? (Für Gott darfst Du einsetzen was immer Dir dahinpasst)
mipoohji:
Das hört sich enorm verdächtig nach rationalisieren an...
Ich hoffe in diesem Fall niemals der Hund zu sein, von dem jemand glaubt, er solle mein Leben beenden bevor es endet, um sich selbst das Wohlgefühl einer sentimentalen Überlegenheit zu verschaffen.
mipoohji:
So wie ein Koch ein Koch ist, ist ein Taliban ein Taliban.
Nicht er selbst sieht, dass er tatsächlich Mensch ist und wenn wir es nicht sehen, wer dann?
Egal, wie dumm jemand auftritt, finden wir nicht den Menschen in ihm, sind wir nicht besser als er...
Gruß
mipooh
(dem es nun gar nicht darum geht besser zu sein, gut reicht)
(Platsch)
mipoohji:
Die Frau im Buddhismus war und ist ebensowenig frei wie im Islam und ebensowenig wie im Christentum.
Das gilt natürlich nur für die gesellschaftlichen Strukturen, die sich auf diese Religionen berufen.
Die Religionen selber haben damit überhaupt nichts am Hut. Sie waren immer eine Gelegenheit, auf den Teppich zu kommen.
Ich weiss aus Thailand, dass Frauen wenig wert sind, mißbraucht werden und mißhandelt. Der Buddhismus der dort gesellschaftlich verankert ist, hat mit Religion so wenig zu tun wie die CDU mit Jesus...
Ist ja nun nicht so ewig her, dass das alles hier genauso war. Die vielen mißbrauchten Kinder, die ich im hochentwickelten Christenland kennenlernen konnte, würden Angkor den Seidenteppich unter den Füßen vollkotzen...
Es ist völlig normale, spießbürgerlich westliche Arroganz was aus ihm spricht, nicht Zen und schon gar nicht Weisheit oder Mitgefühl...
mipoohji:
So dummes Zeug con einem Mann, den man aufgrund seiner Tätigkeiten zumindest für intelligent hielt...
Vom wahren/realen Leben scheinst Du weit entfernt zu sein.
Von daher gedenke ich, dies auch weiterhin auf dieselbe altbekannte Art zu tun.
Ich geb´ Dir mal Dein U zurück...
Gruß
mipooh