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mipoohji:
"die hintergründe sind schon bemerkenswert.das gesamte konzept ist sehr aufschlußreich."
Wenn das keine Meinung ist...
Aufklären? Worüber? Wie verrückt man sein könnte?
mipoohji:
Manche nähen sich halt gern einen Knopf an die Backe und hängen ein Klavier dran. Während sie dann darauf versuchen Geige zu spielen, merken, sie dass das alles nicht wirklich zielführend war.
Dann nehmen die eine Geige und üben...
Das ist aber nur ein Ausschnitt aus dem tibetischen Buddhismus und sicher nicht der wichtigste...
Aber wer´s mag...
mipoohji:
Ich habe alle bisherigen Beiträge hier gelesen und habe dabei einen gewissen Eindruck gewonnen, den ich nun hierher schreibe.
Zum einen finde ich erwähnenswert, dass es wohl konkret ein paar Buddhisten waren, die bei Dir einen bleibenden Eindruck hinterlassen haben. Aus welcher buddhistischen Richtung die stammten ist allerdings aus dem Text nicht erkennbar. Wäre vielleicht nicht ganz unwichtig.
Dann habe ich einen vagen Eindruck davon, warum Du ausgerechnet in einer bestimmten Form Dein Heil suchst. Du gibst da ein paar Hinweise, die darauf deuten, dass Du aus irgendeinem Grund bestimmten Techniken eine aussergewöhnliche Wirkung zuweist. Irgendwas dazu hast Du gelesen oder gehört und dabei eine Vorstellung entwickelt.
Die muss nicht realistisch sein.
Im Selbstversuch machst Du eher eine unangenehme Erfahrung. Das ist nach der Beschreibung dieses Herrn Yesche aber gar nicht erwünscht. Psychologisch betrachtet sogar das Gegenteil dessen, was Du zu erreichen wünschst.
Deine bisherige Vorgehensweise ist also nicht zielführend, möglicherweise schadest Du Dir selbst. Den Begriff "gefährlich" will ich da mal weglassen, weil das enorm schwierig festzulegen wäre.
Lediglich auf Vorstellungen basierend eine Technik anzuwenden ist keine gute Idee. Da habe ich schon Leute verzweifeln sehen.
Auch Deine Vorstellungen des Ich und dessen was "man damit tun sollte" scheinen mir voreilig.
Die "kleine Welt" des Ich ist nicht so unbedeutend für Dich, zunächst mal ist sie die einzige, an der Du irgendetwas tun könntest. Du kannst das Ich nicht wegwerfen, Du wirst es noch oft brauchen...
Da Du recht idealistisch an die Sache gehen möchtest, empfehle auch ich Dir einen Lehrer zu suchen und Dich dem anzuvertrauen/unterzuordnen.
Ängste oder unangenehme Gefühle haben in Meditation nichts zu suchen (mögen irgendwann mal auch irgendeine Bedeutung haben können, aber auch nur dann, wenn sie in Deiner eigenen Psyche begründet sind).
Es gibt den Spruch "nur die Harten kommen in den Garten". Das gilt für Meditation so nicht. Du wirst kaum auf die Idee kommen, dass die auf Dich so offen wirkenden Buddhisten ständig damit beschäftigt waren, gegen "finstere Mächte" anzukämpfen. Im Gegenteil werden sie recht locker gewirkt haben und das wohl auch gewesen sein.
Das erreicht man nicht durch mal eben ein bischen eine Technik anwenden. Sowas basiert auf einem Selbstbewusstsein, das in häufiger und auch angenehmer "Selbstbegegnung" gewachsen ist.
Wärest Du nicht ein wenig heißblütig, könnte ich Dir empfehlen, mal Dich darin zu üben, einfach wenigstens Deine Atmung "ständig" zu beachten. Das allein wird schon enorm schwierig sein, Dir aber einen natürlichen Zugang zur Selbstbeobachtung ermöglichen. Aber auch nur, wenn es Dir gelingen kann, nicht voreilig Schlüsse zu ziehen, sondern ruhig abzuwarten, was sich ganz allein zeigt.
Aber ich vermute, Du hast es eiliger. Und dann empfehle ich Dir auf jeden Fall einen Lehrer Deines Vertrauens zu suchen. Der kann Dich vor Fehlern bewahren, die Du jetzt noch gar nicht erkennen kannst. Und wenn Du eben denkst, es sei der tibetische Buddhismus (der "es bringt"), dann such Dir den halt da.
Am Ende geht es um Dich, Deine Entwicklung und da sollte "das beste" nur gut genug sein.
mipoohji:
Eine gute Idee. Was mich etwas stutzig macht ist die ausgiebige Beschäftigung mit dem Vorher (dem was in den Wahnsinn führte) statt mit einem Nachher (dem was der Aufgabe von Zweifel und Fragen folgte).
Wie lebt es sich nun im Meer der Antworten, für die man nicht einmal eine Frage stellen muss?
mipoohji:
Champion ist nicht = Dharma-Nachfolger. Du kannst also leider nichts tun. Wii macht das nur selber. Es ernennt wahrscheinlich so ziemlich jeden zum Champion, der bereit ist, sich seinem Urteil zu beugen und ein paarmal zu spielen. Es ernennt aber, wie Du sehen konntest, nicht zum Dharma-Nachfolger im Wii-Zazen.
Der berühmteste Vorgänger des Wii-Zazen ist der Gründer der Schule des Zen in der Anwendung, RT...
Auch der beabsichtigt, demnächst Zertifikate auszustellen...
Da fällt mir ein... druckt Wii eigentlich eine Urkunde aus?
mipoohji:
Ich nehme an, dass Du gar nicht von Neid sprichst, sondern von seiner schönen Schwester, der Bewunderung. Manchmal sind wir zu schüchtern da Klartext zu reden...
mipoohji:
Wenn Du bei einem Lehrer nicht tief berührt bist, dann such nach einem anderen.
Kann ja sein, jemand nennt sich nur so und kann ja sein, dass innerhalb einer Organisation einer zum Lehrer wurde, der Rolle aber nicht gewachsen ist.
Wie auch immer, er war wohl nicht der richtige für Dich.
Herz zu Herz hast Du und auch Ikkyu beschrieben. Das sollte dann auch wahrnehmbar sein...
mipoohji:
Das scheint nur die englische Version von Dharma-Nachfolger zu sein, wie man das hier wohl sagen würde.
Die Legitimation für sowas obliegt wohl der jeweiligen Sekte. Inwieweit nun objektive Kriterien mitspielen mögen, weiss ich nicht.
Es kann jedenfalls nur einer aus einer Linie, der also selber mal ernannt wurde, anschliessend wieder seine Nachfolger ernennen. Zahlenmäßig scheint das nicht begrenzt.
KLarheit im Geist, wie oder woran willst Du die messen?
Schönen Abend noch
mipooh