Cookies helfen uns bei der Bereitstellung unserer Dienste. Durch die Nutzung unserer Dienste erklärst du dich mit dem Einsatz von Cookies einverstanden. Weitere Informationen
mipoohji:
Nein, das ist doch ohne dass die Dynamik sichtbar wird. Vielleicht kannst Du sie sehen, ich sehe sie ja auch, aber ich meinte eigentlich eine bewegte Darstellung, bei der die Wandlung des yin zu yang grafisch sichtbar wird. Eine Animation sozusagen.
mipoohji:
Die verschwindet sobald es gelingt, in dem Symbol die Dynamik einzubeziehen.
Müsste heute mit Computertechnologie relativ gut darstellbar sein, wie sowohl innerhalb des einen Halbkreises als auch innerhalb des anderen eine Dynamik sichtbar wird, die sich aber nicht nur auf die jeweiligen Hälften bezieht, sondern darüberhinaus auch diese umfasst.
Leider kann ich das nicht programmieren, denke aber dass sowas das Verständnis von yin und yang erheblich verbessern könnte (und somit der Dualität).
mipoohji:
Sollten wir das finden, wird es Zeit wieder von vorne anzufangen... denn dann ist irgendwo eine Masche gefallen...
Anbetung funktioniert ohne Objekt hervorragend. Mit Objekt wird sie zur Farce...
mipoohji:
Die meisten Menschen trennen mehr sprachliche Barrieren als echte Unterschiede...
Ich mag übrigens Zen wegen seiner Nüchternheit und einem recht weit gehenden Mangel an enthusiastischen Übertreibungen. Trotzdem ist mir sogar Zen oft noch zu ritualisiert.
Tao finde ich auch gut, wobei mir das durch Konfuzius verleidet wurde... der sagte immer so völlig selbstverständliche Dinge... sollte vielleicht nochmal nachlesen um zu bemerken, ob der nicht dasselbe meinte...
Logos... naja, seit Bios-Logos ist mir das eher fremder geworden, aber auch schon früher durch katholische Theologen...
Ich glaub, der Blödsinn wird/wurde immer nur reingemixt...
mipoohji:
"Eigenlob"...
da fällt mir ein Schwank ein... ich hatte damals eine nette "Freundin" (die "", weil sie war ein weiblicher Freund und nicht etwa..., aber das nur am Rande), die richtig erschrocken war, als ich erklärte, dass ich mich selbst wirklich mag...
Als sie sich dann traute, dies auch mal zu tun (mit sich natürlich), war sie anschliessend erfreut, dass ich so dreist gewesen war mir kein Feigenblatt vor die eigene Wertschätzung zu halten...
Sie entstammte ürigens einer Kirche, in der es Teilausdruck "wie Dich selbst" gibt...
mipoohji:
Das nennt man ein Gespräch... ich höre schon seit Jahrzehnten immer wieder einem Menschen zu, der nie etwas anderes zum Thema hatte als eben die Tatsache der Subjektivität, der Wertschätzung des jeweils eigenen Seins und der Gemeinsamkeit.
Du konstruierst verbal recht geschickt einen Zusammenhang, den es nie gegeben hat. Nicht die Gemeinschaft mit dem Nichtaussprechlichen ist es gewesen, für die ein Mensch geopfert wurde oder ein Gebetsfähnchen flatterte. Im Gegenteil.
Für die Objektivität (die tatsächlich niemand jemals geleistet hätte und die eine reine Erfindung machtbesessener Menschen ist, für eine reine Illusion also) sind diese Dinge getan worden. Eine wahre Objektivität, die erst in der Gemeinschaft von Subjekten aufgrund von Identifizierung entsteht, bleibt bis dahin völlig unberührt...
Gruß
mipooh
(Subjekt und nur so bedeutend, wie andere ihn subjektiv erleben wollen, objektiv in einem viele Lichtjahre umfassenden Universum eher bedeutend wie ein Sandkorn am Strand.)
mipoohji:
Der Part mit "Diskussionen ausweichen" bezieht sich nicht darauf, dass ich meine Zentrino würde sich hier dieser Diskussion entziehen. Das hat er ja ganz offensichtlich nicht getan, sondern einen deutlichen Standpunkt vertreten, in dem "gut" nicht als Äquivalent für "Sein" stehen sollte, sondern Part von Dualität bleiben sollte.
In diesem Zusammenhang, also bezüglich einer möglichen (häufig vorkommenden) Diskussion von "gut", würde/kann er sich einer Diskussion entziehen bzw steht sogar in der Gefahr, vorbeidenkend und mißverstehend (wegen seiner eigenen Definition eines gut-nichtgut-Dualismus) gar nicht zu bemerken, dass man von derselben Erfahrung spricht.
Du stellst fest, dass "natürlich aus einem dualen Kontext und unter Benutzung subjektiver Worte" gesprochen wird. Dies beanspruchte ich für mein "gut" (weil es wie wir alle wissen, sogar besser ist als gut).
Und deswegen mein Eingangsstatement in demselben Posting, dass er sich mit seiner Definition selbst einengt.
Dies passiert übrigens häufig in Religionsdiskussionen und allein dieser Begriff kann bereits wieder dazu führen, dass jemand sagt "was hat denn Sein mit Religion zu tun?".
Natürlich debattieren wir viel mehr als uns lieb sein kann über "Namen" (Begriffe). Solange dies im Geist des Verstehenwollens geschieht, dürfte das maximal zu einer Erweiterung des verbalen Horizonts führen. Erst bei Abgrenzungen führt es zu einem "Du siehst da was falsch".
Hildegard und Wilhelm würde ich allerdings im Kontext ein wenig beiseiteschieben wollen... dafür könnten wir weitere Begriffe hinzufügen wie "Erleuchtung", "Satori", "Liebe", "Gott", "Buddhanatur"... und was da sonst noch auftauchen mag.
Wichtig wäre mir an der Stelle, dass diese Begriffe als Ausdruck eigenen Erlebens verwendet werden können, weniger der Begriff selbst. Wie gesagt, Hildegard oder Wilhelm eher nicht...
Wenn dies zutrifft "er den Begriff "Gut" nicht verwendet hat, da dieser wiederum tausend duale Querbezüge herstellt" möchte ich hinzufügen, dass es nicht der Begriff ist, der die Querbezüge herstellt, sondern derjenige der ihn verwendet.
Auch hier eine Chance, den verbalen Horizont zu erweitern. (Wie gesagt, Hildegard und Willi fallen irgendwie raus für mich. Aber vielleicht magst Du mir die beiden Begriffe in dem Kontext ja noch nahebringen...)
mipoohji:
Als jemand, der knutschen gegenüber eher etwas scheu reagiert, weiss ich zumindest jetzt, womit ich mich auseinandersetzen darf.
Herzlich zugewandt wiederum kann ich gut (und kann ich auch gut ab), von daher werde ich "knutsch" überlebend passend einordnen.
mipoohji:
Ich verwende gern den Begriff der Wertschätzung, wobei nie ein konkreter Wert im Sinne einer meßbaren Größe, ein Geschäft im Sinne eines "für etwas" oder einem "Anlass/Grund" auch nur angedeutet ist.
Du schreibst, "ich freue mich darüber - und gebe ihm dadurch Wert" und genau dies nenne ich "Wertschätzung" oder "gut"...
Diese Wertschätzung lese ich zB aus den Sätzen der Genesis, wo da steht "und er sah, dass es gut war".
Nicht dass ich daraus irgendetwas drehen möchte, aber ich finde es beruhigend, dass auch "dem Schöpfer" nachgesagt wird, dass er Wertschätzung empfinden kann...
mipoohji:
Nun hatte ich drei Sätze geschrieben und ich weiss nicht einmal welchen davon Du ansprichst. Dann weiss ich nicht sicher, was zwischen die auf die .... gehört. Vermutlich ein negativer Begriff, denn wer würde sich schon gehindert fühlen durch ein Unbehagen einen positiven Begriff zu verwenden.
Schwierig, sich mit etwas auseinanderzusetzen, was unklar ist...
mipoohji:
Gut gebrüllt, Löwe.
Schön das... gut das... bewerten wir es doch ruhig selber als das was es uns wert ist. Auch wenn wir nichteinmal etwas zu seinem Wert beitragen mussten.
Was mich im Übergang von Sinnlosigkeit zu Sinnhaftigkeit am meisten nerven würde, was ich fast schlimmer empfinde als Opposition, ist diese unsägliche Neutralität, die dem zugeschrieben werden soll, was mir keineswegs wertfrei ist (sondern wertvoll).
mipoohji:
Findest Du es nicht auch witzig, wenn Du den Begriff "gut" in die Nähe von "verschroben" bringst, um im nächsten Satz von "wunderschön. Zu schön um es überhaupt in Worte zu fassen" zu sprechen?
Ich spreche nicht von objektiv, Du wirst bereits gelesen haben, wie sehr ich subjektiv verteidige. Einfach deswegen, weil ich weiss, dass dies für jeden (subjektiv) so ist...
mipoohji:
Du kannst natürlich die Dualität von Gut und Nicht-Gut definieren und wirst Dich dann genau in diesem Käfig aufhalten müssen.
Wenn ich hier und im Zusammenhang von Zen von gut spreche, dann spreche ich nicht über Dualität ("mein" "gut" steht nicht in einem Gegensatz zu "Deinem" "nicht-gut").
Du magst es So-Sein nennen, es ist aber nichts anderes als mein Gut-sein.
"Muss So-sein wirken? Soll es? Tut so-sein überhaupt etwas? Es scheint, es tut alles und nichts - aber es tut nichts Gutes."
Dazu fällt mir ein "dann mach´ ich mir ´nen Schlitz in´s Kleid und find´ das wunderbar"...
Man kann Diskussionen ausweichen indem man nicht Stellung bezieht. Ob und inwieweit einem das sinnvoll erscheint, mag jeder für sich entscheiden.
Ich bestehe darauf, dass So-Sein bereits gut ist. Es erhält seine "gut"-Qualität von mir, der es wertschätzt. Nicht dass es das benötigen würde...
es geschieht von selbst durch meine Wertschätzung.
Täte ich das nicht, wäre es gleichgültig, auch mir.
(Ob ich es dann überhaupt wahrnehmen würde?)
mipoohji:
So kann man das sagen (ohne irrezuführen). Wer das tut (die "strategische Überlegung" auf sich selbst anwendet), der erfährt ganz praktisch, was theoretisch nichts nützt.
(Fällt mir ein, wie Sawaki sagt, obwohl er es ständig selber praktiziert, "Zazen bringt nichts".
Theoretisch ist es so. Und praktisch muss es wohl anders sein, es sei denn er wäre ein Vollidiot...)
Deshalb ist es gut und richtig, wenn jemand sich im "Jetzt" übt oder jemand sich darin übt "sprachliches Denken zu verlernen". Was dann passiert, ist genau dies, dass der "strategisch handelnde" Mensch seine eigene Wirklichkeit erfährt und nicht mehr darüber grübeln muss....
Zum Erlöschen des Leidens führt der Edle Achtfache Pfad."
aus Wikipedia
Da steht eindeutig was von Erlöschen des Leidens und nichts darüber, dass man es würdevoll tut...
Dass immer jemand was hinzudichten muss. Wohl um die Lehre des Buddha zu verbessern....
Gruß
mipooh