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mipoohji:
Deshalb schien es mir wie ein Traum und das was ich persönlich mit den Worten anfangen kann, ist zu sagen:
Warum sollte ich nicht aus dem schöpfen, was da ist? Nichts ist mir zu wenig, zu einfach, oder vielleicht zu banal. Mal haben der Stuhl, die Wand und meine Nase eine Bedeutung und mal nicht. Sinngebung ist nicht meine Aufgabe, allenfalls entdecke ich ihn. Und Geduld hab ich sowieso, auch mit der Leerheit. Ich bin hier um anderen hier zu begegnen. In jedem Moment bin ich im Großen Geist, wohin sollte ich zurückkehren? Magst Du mir mißtrauen, so wünsche ich Dir, dass dies endet. Im Glühbirnenlicht, das eine dunkle Küche erhellt, finde ich das Stück Apfelkuchen, so es denn da ist und esse es. Wie sollte es mich überdauern? Wenn es mich nicht mehr gibt, mag ein anderes Stück da liegen und jemand anderem schmecken. Nichts wird mit mir sterben, ich werde nicht einmal sterben, weil ich nur leben kann. Nicht mehr da sein, das mag man mir einmal zuschreiben und ich habe schon jetzt Verständnis dafür. Es ist halt Täuschung und ich liebe sie nicht.
So, hab mich an den Text gehalten und es ist fast nicht davon geblieben ohne dass etwas verändert worden wäre ausser ein paar Worten und Satzzeichen.
mipoohji:
Mit den wirklichen persönlichen Begegnungen... da stimme ich ein und widerspreche noch etwas stärker:
Auch wenn mancher Part der Wahrnehmung uns fehlen mag, ich empfinde die Begegnungen als persönlich.
Das Herz ist wohl am wenigsten durch den Mangel an Wahrnehmung betroffen...
mipoohji:
Lies selber Dein Eingangsposting nochmal nach und frag Dich ob das auf mich zutrifft, dann wirst Du merken, dass Du nicht mit mir gesprochen hast.
Für mich wirkt das eher wie ein verträumtes Selbstgespräch.
mipoohji:
Sechs Minuten... und was daran soll open-end sein?
Das ist kaum richtig hingesetzt...
Der Grund gegen open-end wurde Dir genannt. Wenn Du den nicht verstehst wirst Du eben anders handeln. So oder so hat jede Wahl ihre eigenen Konsequenzen.
Mir ist es sehr lieb in meinem Alltag auch Timer zu verwenden, denn es gibt auch noch andere Dinge als Sitzen. Der zweite Grund ist der, dass ich seitdem niemals mehr darüber nachdenken musste, wie lange wohl oder wie lange wohl noch.
Das ist natürlich unwichtig bei 5 alternativ 6 oder sogar 10 Minuten, wenn man nicht gerade einen Bus erwischen muss. Interessant wird es jedoch bei etwas längeren Zeiten, denn ein normales Zeitgefühl geht da durchaus schonmal verloren und wenige Minuten werden zu Stunden und umgekehrt.
mipoohji:
Da fragt jemand nach Zen und bekommt Taoismus angeboten... sehr aufmerksam...
Mitgeliefert wird dann gleich etwas Unverständlichkeit (Mystifizierung einer Natur, die angeblich von Antauchen des Flusses spricht, was immer das sei) und ein auf den ersten Blick natürliches Bild, in dem einer Katze unterstellt wird aus welchen Motiven sie handelt und das dann zum Maßstab macht.
Kommt mir vor als fragte jemand nach dem Bahnhof und man versuchte ihn in eine Pizzeria zu schicken, weil man Pizza so toll findet.
mipoohji:
In Essen gibt es ein paar Gruppen. Einige findest Du da: http://zen.de/service/dojos
Ansonsten mal googeln und bei denen, die einen Lehrer haben mal nachfragen, wie man mit dem am besten mal reden kann.
Und dann guckst Du, ob der Dir zusagt... ob Du ihm vertraust bzw zutraust, dass er Dir da helfen kann.
In der Zwischenzeit... entspann Dich...
Ich weiss es nicht, wenn Du es Dir zutraust nach Infos die Du hast oder lesen kannst, kannst Du es ja ruhig solange ausprobieren. Mach dann ruhig eine festgelegte Zeit, und wenn es nur erstmal 5 Min wären. Oder eben 15... so wie Du es eben kannst. Leg das vorher fest und benutze vielleicht einen Timer, dann musst Du nicht die Zeit des Sitzens damit verbringen, Dir zu überlegen, wie lange Du es nun tun sollst.
Ich benutze zB ein Audiofile, das ich mir aus einem Klang einer Klangschale (aus dem Internet) gemacht habe (Stille + Klangschale, kann man zB mit Audacity zusammenpfriemeln). Die erklingt dann nach der von mir festgelegten Zeit. Ist mir angenehmer als ein Piepsewecker.
Ist nur eine Möglichkeit. Entscheide Du das selbst.
mipoohji:
Nein, auch das ist keine gute Idee.
Begrenze lieber den Zeitraum, denn es ist eine Übung, nicht ein Lebenszweck. Das Maß sollte sich am Trainingszustand orientieren, nicht an einem erhofften Ergebnis.
mipoohji:
Ich hatte Köln in Erinnerung, nun kommen die Grüße aus Berlin und im Profil steht Cottbus (was mir sicher nicht entgangen wäre, hätte ich es früher gesehen, da ein Freund dort lebt)...
mipoohji:
Ich kann nur empfehlen, auch einen Lehrer aufzusuchen, zumindest um zu klären, dass es auch wirklich Zazen wird, was Du übst.
Das ist nämlich gar nicht so ganz einfach zu verstehen bzw einzuordnen. Du kannst es nur von aussen beurteilen, siehst vielleicht jemanden sitzen, aber Du weisst nicht wirklich sicher was derjenige da tut oder nicht tut.
Wenn Dir jemand etwas erzählt, gehst Du immer auch das Risiko ein, dass er sehr aus seiner persönlichen Perspektive spricht, die zwar er einigermaßen oder gut kennt, aber vielleicht nicht Du. Und schon landest Du ganz leicht in Vorstellungen, die Du später wieder loswerden möchtest.
Hibbelig zu sein oder zu meinen wenig Sitzfleisch zu haben sind nicht wirklich ein Problem. Wenn Du es magst wirst Du es wertschätzen und dann gern tun und das ist unbedingte Voraussetzung um es auch dauerhaft zu mögen. Disziplin allein reicht da oft nicht, auch nicht eine 5-Minuten-Disziplin.
Mit 5 Minuten anzufangen kann völlig ok sein. Beim Bodybuilding würde man auch nicht sinnvoll mit einem Programm eines Weltmeisters anfangen.
Einen Trainer zu haben, im Sport, den man neu beginnt, würde man es normal finden.
Im Zazen ist das nicht wirklich anders. Wenn Du kannst, frag also jemanden um Hilfe, der wirklich praktiziert und als Autorität anerkannt ist. Und den Du auch selbst als solche anerkennen kannst.
Da ist dann auch der richtige Platz über Minuten zu diskutieren und ob Deine Idee mit der Erleuchtung sinnvoll ist.
mipoohji:
Ich gehe mal ganz naiv davon aus, dass es zwei sind. Auch wenn die "Inhalte" merkwürdig übereinstimmend sind. Viel mehr als sonst zwischen zwei Menschen. (Falls es dann doch nur einer wäre, wären es umso deutlicher zwei.)
Zu 1. das hat keine Wirkung auf mich und Mitleid ist für mich tabu. Gegen Mitgefühl wehre ich mich nicht, das ist mir zu teuer. Das "nur" ist natürlich zuviel.
Zu 2. ja, das scheint wohl so zu sein.
Zu meiner Entlastung denke ich an den Mann, der im Fluß einen Skorpion ertrinken sieht und ihn herausfischt.
Der Skorpion sticht ihn und er muss ihn fallen lassen.
Wiederholt sich alles mehrmals, bis ihn jemand fragt, ob er irgendwie ein Rad abhabe, dauernd zu versuchen diesen Skorpion zu retten. Schliesslich würde der ihn immer wieder stechen.
Darauf der Mann "ist halt seine Natur".
Gegenfrage "wieso rettest Du ihn dann immer wieder?"
"Ist halt meine Natur."
Mir hilft das ein wenig zu verstehen, warum ich nicht aufhöre oder immer wieder einsteige.
Muss ich mich halt fragen (lassen), ob ich ein Rad abhabe... und dann mache ich auch schonmal Pausen, die ausser mir niemand erkennt...
mipoohji:
...da ist sie die Keule. Hab mich sowieso schon längst gefragt, da uns Hexe ja weiblich ist, wann Du giftig wirst..., fing schon an mich zu wundern und an wundersame Veränderungen zu denken...
mipoohji:
Im Normalfalle schon... nur, Deine Fehlurteile sind halt so häufig, dass ich eher vermute, dass es sich weitestgehend um Projektionen handelt.
Warum sollte ich nicht aus dem schöpfen, was da ist? Nichts ist mir zu wenig, zu einfach, oder vielleicht zu banal. Mal haben der Stuhl, die Wand und meine Nase eine Bedeutung und mal nicht. Sinngebung ist nicht meine Aufgabe, allenfalls entdecke ich ihn. Und Geduld hab ich sowieso, auch mit der Leerheit. Ich bin hier um anderen hier zu begegnen. In jedem Moment bin ich im Großen Geist, wohin sollte ich zurückkehren? Magst Du mir mißtrauen, so wünsche ich Dir, dass dies endet. Im Glühbirnenlicht, das eine dunkle Küche erhellt, finde ich das Stück Apfelkuchen, so es denn da ist und esse es. Wie sollte es mich überdauern? Wenn es mich nicht mehr gibt, mag ein anderes Stück da liegen und jemand anderem schmecken. Nichts wird mit mir sterben, ich werde nicht einmal sterben, weil ich nur leben kann. Nicht mehr da sein, das mag man mir einmal zuschreiben und ich habe schon jetzt Verständnis dafür. Es ist halt Täuschung und ich liebe sie nicht.
So, hab mich an den Text gehalten und es ist fast nicht davon geblieben ohne dass etwas verändert worden wäre ausser ein paar Worten und Satzzeichen.
Gruß
mipooh