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mipoohji:
Wo sollten wir sonst sein als im Körper? Wenn er verrottet gibt es diese "wir" nicht mehr.
Leerheit bleibt aber bestehen.
Sie als Nirvana Gottes zu bezeichnen hilft nicht weiter und dies dann noch dem Buddha unterzujubeln wäre sogar Geschichtsfälschung.
Du kannst es meinetwegen für Dich so nennen, wenn es Dir hilft, Deine Sprachlosigkeit zu verringern. Trotzdem finde ich, ein Begriff wäre eigentlich genug.
Im Prinzip denke ich schon, dass durchleuchtet was Du meinst. Du benutzt aber auch komische Begriffe...
mipoohji:
Es sind zwei verschiedene Dinge, sich in einer Erfahrung von Leerheit zu befinden und davon zu sprechen.
Worte können zB ausdrücken, dass jemand Leerheit erfasst hat. Deswegen erscheint sie nicht plötzlich, weder in ihm selbst, noch in anderen.
mipoohji:
Wozu die Aufregung?
Selbst wenn sie "Vergangenheit ist" (was ja nicht ganz stimmt), war sie doch eindrucksvoll genug, sich daran zu erinnern und ihre Bedeutung zu erfassen.
Zazen hat damit nichts zu tun. Ausser dass es eine gute Vorbereitung auf die Erfahrung sein kann.
mipoohji:
Jeder, der diese Erfahrung gemacht hat und versteht sie mit dem Begriff in eine sinnvolle Verbindung zu bringen.
Für Menschen, die Leerheit oder Sunnyata zwar als Begriff studiert haben, die Herkunft und den Gebrauch kennen, aber die Erfahrung nicht gemacht haben, werden oft nicht in der Lage sein damit sinnvoll umzugehen.
Was man leider immer wieder bemerken muss.
(Damit meine ich jetzt nicht Dich.)
mipoohji:
Die ständige Empfehlung von Amazon entsteht dadurch, dass Du es angeschaut hast. Die versuchen halt, Dich zum Kauf zu bewegen, wenn Du schon interessiert warst...
mipoohji:
Wenn man zu ruhig wird schläft man eben ein...
Denk mal an die Harmonisierung des autonomen Nervensystems. Zunächst ist da ein Übergewicht des Symphatikus. Dadurch, dass Du nicht darauf eingehst, was ja ganz korrekt ist, wird der Parasymphatikus stärker. Auf den solltest Du aber auch nicht eingehen.
Lass also die verschwommene Sicht, die Doppelbilder und die Müdigkeit ebenso vorbeiziehen wie die Gedanken.
Konzentration scheint mir da schon ein sinnvoller Hinweis. Wie beim Training eines Muskels muss aber auch die trainiert werden. Und das dauert halt seine Zeit. Von daher würde ich mal Deinen letzten Satz vor der Frage nicht überbewerten. Mach einfach genau so weiter.
Ist kein Drama, wenn Du dabei mal einschläfst. Du wirst schon wieder wach werden...
mipoohji:
Nun, irgendwie geht es schon auch darum. Nur in einer anderen Weise als Du dies für Dich erlebt hast.
Tai hat das ganz gut ausgedrückt.
Ich will es noch etwas anders sagen.
Ein zufriedener Mensch wird nicht unnötig leiden und er wird auch keinen Phantasien hinterherjagen.
Von daher ist eine Zufriedenheit eine Grundvoraussetzung, um überhaupt sinnvoll an das Thema heranzugehen.
Man wird sich dann eher bemühen, sich selbst in seinem Lebenszusammenhang zu begreifen als einem Phänomen auf die Spur zu kommen, das man nur vom Hörensagen oder aus der Phantasie heraus kennt.
Da kann es dann durchaus passieren, dass man beeindruckende Erlebnisse hat. Im Nachhinein wird man einsehen, dass Erleuchtung oder Satori oder wie immer man es nennen mag, kein ganz schlechter Begriff dafür ist.
Diese Erlebnisse sind grundsätzlich ausschliesslich befreiend, entspannend, erlösend. Man kann sie nicht erzwingen, man kann in gewisser Weise vorbereitet sein.
Das ist etwas ganz anderes, als das was Du erlebt hattest.
Ich erinnere mich noch, dass ich Erleuchtung mal für eine besondere Art von Information gehalten habe. Ich war überrascht, dass sie das nicht ist. Sie ist vielmehr ein Erleben, in dem es keine Fragen mehr gibt, weil alles (vor allem man selbst) völlig in Ordnung ist. Dass Leiden dadurch wegfällt, mag überraschend sein, denn es ändert sich ja (äusserlich) nichts ausser eben, dass man zutiefst weiss, dass man gut aufgehoben ist.
In großen Teilen des Zen redet man nichtmal unbedingt gern über Erleuchtung. Um eben genau das zu vermeiden, was Dir passiert ist. Ich kenne auch andere Menschen, die sich da erheblichen Druck gemacht haben, aber sich nicht wirklich vorbereitet haben. Mit ähnlichen Ergebnissen wie bei Dir. Von daher habe ich Verständnis dafür, dass man diese Themen ein wenig beiseite schiebt. Einfach um nicht unnötig zu verwirren oder bereits vorhandene Verwirrungen/falsche Vorstellungen zu fördern.
Zen ist etwas sehr einfaches. Man sitzt (in der Regel) einfach und beobachtet (nicht gespannt, sondern gelassen) was geschieht. Ohne jede Neugierde auf Sensationen. Dass man dabei mit der Zeit eine gewisse psychische Stabilität entwickelt ist nicht ungewöhnlich.
Üblicherweise tut man dies sogar unter der "Anleitung" eines Lehrers. Einfach um sich manches zu ersparen.
Natürlich entstehen trotzdem hier und da Mißverständnisse und es mag sein, dass es auch Menschen gibt, die nicht in der Verfassung sind, diese Art des Übens zu praktizieren. Die sollten das dann auch einfach nicht tun.
Was das Drumherum angeht, wo es eben auch nach Erleuchtung riechen mag oder nach sonstigen wenig hilfreichen Dingen wie Ritualen, Weisheiten irgendwelcher früheren Meister, besonderen religiösen Ideen, das ist unwesentlich und hat mit dem eigentlichen Zen nur ganz am Rande zu tun.
Leider ist es aber auch das, was als erstes ins Auge fällt.
Die "Überwindung des Leidens" geschieht einfach ganz von selbst, das ist kein Kraftakt. Es ist mehr eine tiefe Entspannung.
mipoohji:
Sowas gibt´s.
Hier sucht aber kaum jemand nach Erleuchtung. Und wenn sie jemanden trifft, dann nimmt er es meist nicht für zu wichtig. Kann ja jedem mal passieren...
Was mich noch interessieren könnte, wie kannst Du glücklich sein oder Mitgefühl haben ohne Emotionen?
Ist dies nur eine Ausdrucksweise, die eigentlich viel differenzierter sein müsste?
Erleuchtet, weisst Du, das ist so ein Wort... es hat nicht unbedingt für jeden eine sinnvolle Bedeutung.
Erst recht wenn man sagt, jemand sei erleuchtet. Das klingt, als gäbe es einen Zustand, in dem man hellseherische Fähigkeiten hat, alles weiss oder sowas. Das ist natürlich nicht so. Angefangen mit dem "Zustand".
Wir sind alle nur ganz normale Menschen. Manche kommen besser klar, andere schlechter. Und jemand, der gut klarkommt und dann auch noch zu anderen angenehme Beziehungen aufnehmen kann, der hat schnell den Ruf, irgendwie besonders zu sein.
Ich habe etliche nette Menschen kennengelernt, auch welche, von denen man zu recht sagen kann, dass sie besonders viel Verständnis haben und ausgezeichnet klarkommen. Aber es waren immer ganz normale Menschen.
Erleuchtung wird gern mißverstanden. So furchtbar ist sie nun auch wieder nicht... wer sie nicht erlebt hat, kann trotzdem ein schönes Leben führen und ist deswegen um nichts besser oder schlechter als jemand der sie erlebt hat.
Sich gut zu fühlen, zufrieden zu sein, mit den Dingen des täglichen Lebens zurechtzukommen, das ist eine Menge wert.
Schön, dass es Dir wieder besser geht. Ich wünsche Dir, dass Du all diese Dinge (Medikamente) tatsächlich nicht mehr brauchst und ohne sie leben kannst.
mipoohji:
Das ist in allen Foren so, dass sich sehr viele Leute anmelden, etliche aber nur einmal etwas schreiben und weitere sogar gar nichts.
Da man sich normnalerweise nicht abmeldet oder selber löschen kann (hier schon) verbleiben die eben als Karteileichen.
In vielen Foren kann man nicht alles lesen ohne eingelogged zu sein. Das mag ein Grund für unnütze Anmeldungen sein. Ein weiterer ist sicher, dass ein erster Eindruck nicht unbedingt aufrechterhalten wird oder das Interesse am Thema aus irgendwelchen Gründen nicht aufrechterhalten bleibt.
mipoohji:
[quote]Das Erkenntnen jedoch beruht in beiden Sichtweisen in jenem hellen, klaren, warmen Licht, das voller Güte und weisem Verständnis ist.[/quote]
Das war nicht bei mir...
mipooh