Cookies helfen uns bei der Bereitstellung unserer Dienste. Durch die Nutzung unserer Dienste erklärst du dich mit dem Einsatz von Cookies einverstanden. Weitere Informationen
mipoohji:
Was spricht dagegen, wenn wir über uns selbst hinauswachsen? Und wozu sollten wir uns dann verleugnen?
Für mich hat das sehr wohl mit mir und Dir zu tun, auch wenn es über uns hinausgeht... solange es nicht ausserhalb von uns ist...
mipoohji:
Du begehst denselben Denkfehler immer wieder. Zazen ist Zazen, Meditation ist Meditation. Es gibt ein Überschneiden beider Begriffe nur für den, der beide wirklich kennt. Und nur da wo sie sich überschneiden kann es sinnvoll sein, beide Begriffe synonym zu verwenden.
Ein weiterer Denkfehler betrifft die Begriffe Zufriedenheit und Ausgeglichenheit. Du sprichst von bedingter Zufriedenheit, also beispielsweise wenn das Verlangen nach dem neuen Auto befriedigt ist oder wenn die Gehaltserhöhung durchsetzbar war.
Diese Art von Zufriedenheit wird tatsächlich nicht durch Meditatin erreicht sondern durch den Kauf des Autos oder durch das Gespräch mit dem Chef.
Aber weder wird das Gespräch mit dem Chef das Bedürfnis nach dem Auto befriedigen noch der Autokauf eine Gehaltserhöhung bewirken.
Dies sind nicht dieselbe Zufriedenheit, die in Meditation ins Empfinden gerät. Denn die ist nicht bedingt, sie ist essentiell.
Die Aufmerksamkeit spielt dabei nur insoweit eine Rolle als dass sie auf den richtigen Punkt gebracht werden muss. Läge Deine Aufmerksamkeit irgendwo in der Aussenwelt so würdest Du Deine Empfindungen weniger wahrnehmen als sei es umgekehrt.
Sitzen kann zu Meditation führen, aber nicht zwangsläufig. Da sind schon weitere Dinge zu beachten. ZB dass man eben bewusst nichts anderes tut. Dann kann "einfach nur sitzen" als Meditationstechnik zu Meditation führen, sonst nicht. Wenn da jemand rumsitzt, und sähe das noch so korrekt aus, würde aber die ganze Zeit darüber nachdenken, wie er seinem Nachbarn bei nächster Gelegenheit eine reinhaut, da würde kaum die essentielle Zufriedenheit in Erscheinung treten. Schliesslich ist da die ganze Zeit der Nachbar...
Ebenso ist es nicht möglich, eine ganz konkrete Information (nennen wir sie mal für einen Augenblick der Einfachheit halber "mentale Info") dazu zu verwenden Meditation zu erreichen. Da ist die Beschäftigung mit einer Idee, einer Vorstellung und die ist qualitativ kein bischen anders als der ungeliebte Nachbar. Sie lenkt die Aufmerksamkeit von Dir weg, auf etwas, was auch immer, aber das hat nichts mit Meditation zu tun, das ist im höchsten Falle Denken. (Oft ist es nur eine zwanghafte Fixierung, nichtmal ein Denkprozess)
Dieses Sitzen was Zazen genannt wird ist erst dann vollständig, wenn keine Notwendigkeit mehr bleibt, sich mit etwas bestimmtem zu beschäftigen. Wenn die Wachheit letztlich allein dasteht, alles in ihr vorkommt und wieder vergeht, was eben so vorkommt und vergeht.
Da ist nichts was zwanghaft erreicht werden müsste, nichtmal die Rettung aller Wesen... ;)
Das zu verstehen ist nur möglich, wenn man es auch so praktiziert. Es ist absolut nicht vergleichbar mit irgendwelchen Ablenkungen oder Schlaf. Eine innere Ruhe ist nicht durch Valium zu erreichen, wie es der Hailand behauptet.
Er kennt sie eben nicht, diese Ruhe, die nur durch Meditation (nicht! nur durch rumsitzen) zu erreichen ist. Dabei ist es unerheblich ob jemand Meditation auch Meditation nennt. Vernünftigerweise sollte er das, aber es ist ja nicht jeder vernünftig...
Bedinungslosigkeit ist nicht vorstellbar, sie ist nur erfahrbar, und das ist was nur Meditation leisten kann. Die Voraussetzung schaffen, dass der Mensch nicht mehr abgelenkt ist.
mipoohji:
"Aber wer weiß, vielleicht irre ich mich."
Ja, Du irrst Dich.
Du irrst Dich in fast allen Punkten, in denen Du mich einschätzt und bewertest.
Ich sitze nicht jeden Tag, ich sitze sogar eher selten, wenn ich meine Zeiten des Sitzens mit all den anderen Zeiten in vergleichenden Bezug setze.
Wahrscheinlich komme ich im Schnitt (auf mein Leben bezogen) nichtmal auf 5 Minuten.
Ich habe hier schon oft gesagt, dass ich Zazen als eine großartige Methode kennengelernt habe und dass ich für mich andere Methoden bevorzuge. Dies aber nicht wertend, denn ich sehe auf der Ebene des Erlebens keinen nennenswerten Unterschied. Dass ich anderes bevorzuge liegt einfach daran, dass ich um jeden Preis vermeide aus einer Methode ein Dogma zu machen.
Ein weiterer Punkt an dem Du völlig danebenliegst ist die Frage, inwieweit Meditation, wie ich sie propagiere, etwas mit Egoismus zu tun hat. Aus meiner Sicht gibt es kaum einen weniger egoistischen Vorgang als den der Meditation. Ja, im Idealfalle existiert da nichtmal ein Ego. Ich liebe es, so unegoistisch zu sein, dass ich sogar vorübergehend nicht weiss, ob ich nun Mann oder Frau bin, welchen Namen ich üblicherweise trage, wo ich wohne und was zu der Person gehört die ich üblicherweise bin. Nicht ein Hauch von Bedürfnis "besser zu sein als andere" was mir wiederum egoistisch begründet klingt. ("Philosophie" Deines Idols)
Wenn Du meinst, Papierkugeln unter Tassen suchen zu müssen, dann geh doch zu den Hütchenspielern, gewinne immer und verteile das Geld an die Armen... Du würdest doch sicher so Deinem Ideal näherkommen können. Dass Du es in Wirklichkeit gar nicht kannst, das weisst Du sicher recht genau. Ich weiss nicht ob ich es könnte, aber es interessiert mich auch gar nicht. Was ist denn so ein Hütchenspiel oder Reiners Kartenspielchen gegen die vielen Dinge die ich in meinem täglichen Leben habe und tue? Ich sehe nicht den Reiz.
Gutes tun ist oft so eine zwanghafte Marotte. Was tut man schon Gutes, wenn man gleichzeitig den Menschen Unmengen Geld abknöpft. Das ist doch nur ein gewöhnliches Geschäft. Vielleicht mit ungewöhnlichen Methoden, aber es geht doch nicht ums Helfen! Dazu muss man doch nicht so viel Geld von seinen Klienten nehmen, dass man großspurig anderen Flugreisen bezahlen möchte. Aber selbst das interessiert mich (an Reiner) am wenigsten.
Homöopathie ist längst wissenschaftlich entlarvt, so las ich neulich. Aber selbst da kann ich großzügig drüber wegsehen, schliesslich will ich ja meinen ganzen Tag nicht damit verbringen Scharlatane zu entlarven... Muss ich auch nicht, ich interessiere mich einfach nicht sehr für ihr Tun.
Für Selbstheilungskräfte und Placeboeffekte gibt es längst Spezialisten. Sie nennen sich Hypnotiseure, arbeiten nicht schlecht, nehmen sich aber auch zu wichtig.
Ein zufriedenes und ausgeglichenes Leben ist die Grundlage für all die Wohltaten, die man anderen tun kann. Wie immer man die tut, man ist dabei weder Reiner noch Dir Rechenschaft schuldig. Man muss nichtmal damit hausieren gehen, was für ein Wohltäter man doch sei. Wozu soll sowas gut sein? Mir bringt das jedenfalls nichts. Ich fühle die Dankbarkeit anderer Menschen auch dann, wenn sie keine Worte dafür finden. Die muss ich mir nicht physikalisch vorgaukeln nur damit ich sie bemerke.
Und mehr als das möchte ich auch gar nicht haben. Im Gegenteil finde ich es meist peinlich, wenn sich jemand vor mir erniedrigt und mir für etwas dankt, was ich aus freien Stücken getan habe.
Ich bin doch keine Krämerseele... und ich möchte nicht, dass mich jemand dazu macht.
Massage und Sex können sehr angenehm sein. Eine Zufriedenheit, die keinen äusseren Anlaß benötigt ist mir jedoch noch weit lieber. Aber selbstverständlich gibt es auch in meinem Leben wohltuende Sinnesreize. Massage und Sex gehören da durchaus dazu. Mit Meditation haben sie nur dann zu tun, wenn ich währenddessen meditiere. Das ist dann aber nicht die "formale" Meditation, bei der ich mich um nichts anderes kümmere und auch Außenreize weitestgehend ausklammere.
In TH war ich oft im BigC zur Fußmassage. Während irgendwo in der Umgebung verschiedene Spielautomaten Geräusche von sich gaben, Lautsprechermusik das alles noch anreicherte und es auch eine gewisse Menge Stimmengewirr gab, war ich oft so tief entspannt, dass man meinen könnte ich hätte geschlafen. Ich war aber ohne ein Zutun des jeweiligen Masseurs immer genau dann wieder im BigC, wenn er die letzen paar Handgriffe machte. Dazwischen war ich in mir und weder die Geräusche noch die Massage hätte mich daran hindern können.
Das was Ihr so propagiert ist absolut keine Bedingung für Meditation. Das ist allenfalls eine Möglichkeit sich zu beweisen, dass man noch was mitkriegt auch wenn man nicht die üblichen Wege benutzt. Nur wozu macht Ihr darum so ein Bohei? Weil Ihr Euch selbst nicht vertrauen könnt? Ich muss mir nichts beweisen. Was offensichtlich ist erkenne ich auch so. Du siehst doch selbst, dass Du nicht immer die richtige Karte findest! (Immerhin bist Du ehrlich genug das zu sagen)
Ich habe nichtmal den Anspruch Spielkarten zu finden. Warum? Weil ich überhaupt nicht sehe, was das für einen Vorteil für irgendjemanden haben kann. Willst Du unegoistisch Gutes tun indem Du Spielkarten findest? Oder weil Du glaubst, wenn Du erst Spielkarten findest, dann könntest Du auch heilen? Woher kommt eine solche Idee?
Ich kann auch heilen und trotzdem tue ich es fast nie. Wenn mal jemand mich darum bittet, sowas kam schon vor, ok, dann tue ich das. Aber selbst dann ist es mir lieb, darüber nicht unnötig zu reden. Es geht dem anderen wieder gut und das Ziel ist erreicht. Soll ich nun gackern wie ein Huhn das ein Ei gelegt hat?
Mir liegt viel mehr als an der Beseitigung von Symptomen daran, dass andere Menschen zu sich selbst finden. Und auch da habe ich absolut kein Bedürfnis, jemandem etwas aufzuschwatzen. Er soll ja zu sich finden, nicht zu einer Ideologie, die mir gefällt.
Ein guter Weg dazu kann Zazen sein. Das funktioniert einwandfrei, ich habe es geprüft. Ich stelle mich damit nicht auf den Jahrmarkt und versuche es jemandem einzureden. Das sollte jeder wissen, der mich hier kennengelernt hat. Ich biete viele Alternativen an, denn jede Meditationstechnik führt zu Meditation. Nur Spinnerei führt eben nicht zu Meditation, sondern zu Spinnerei.
Wärme in Spielkarten als angebliche mentale Info hineinzudenken um sie dann an der angeblichen mentalen Info wiederzuerkennen ist Humbug. Man kann sowas tun, aber angeblich kann man sich auch nen Knopf an die Backe nähen, ein Klavier dranhängen und darauf Geige spielen.
Ich benenne die Dinge so wie ich gelernt habe dass man sie weitgehend übereinstimmend benennt. Ich bastel mir da keine Ideologie nur um irgendwie besonders zu sein. Ich benutze einfach die Denkmuster, die diejenigen Menschen verwenden mit denen ich zu tun habe. Mit Zennies spreche ich in der Sprache, die sie benutzen, mit Psychologen spreche ich psychologisch, mit Hypnotiseuren in deren Sprachgebrauch. Es geht denen allen um dasselbe. Den Weg zu finden durch den der Mensch glücklich sein kann. Da ich das sein kann gönne ich das anderen auch. Und dafür erwarte ich keinerlei Anerkennung. Es ist schön, wenn jemand sowas kann, Anerkennung geben, wo sie passt, aber ich benötige sie nicht, ich weiss was ich tue.
Nochmal zum Thema Egoismus, Zufriedenheit... Meine wird nur dadurch vollkommener indem ich andere unterstütze, ihre eigene zu finden. Was nütze mir eine Welt, in der alle unglücklich sind ausser mir? So hirnverbrannt kann ich nicht sein.
Natürlich kann ich mich immer wieder dem Einfluß von aussen entziehen und wo ich das brauche, da tue ich das auch. Aber den größten Teil meiner Zeit verbringe ich mit Menschen und über mein (ganz natürlich vorhandenes) Mitgefühl habe ich auch Teil an dem was in ihnen vor sich geht. Ist da Leiden, dann ist in meinem Bewusstsein auch Leiden. Aber nicht nur! Da ist auch das Potential Leiden loszuwerden. Festzustellen, dass ich es nicht bin der leidet sondern der andere. Das Mitgefühl mit anderen schliesst nicht aus, dass wir trotz allem zwei Personen sind. Ich leide nicht dadurch dass andere leiden und ich freue mich nicht dadurch dass andere sich freuen. Aber ich kriege das mit.
Und so wie ich mich lieber freue als zu leiden, so werden sich wohl auch andere lieber freuen als zu leiden. Und deshalb helfe ich bereitwillig und andere helfen mir. Ich nehme auch deren Hilfe gern an, wenn sie bereitwillig gegeben wird.
Von irgendwelchen Möchtegerns, die mit zusammengebissenen Zähnen anderen ihren Willen aufdrängen wollen, nehme ich nichts... ich bin doch nicht blöd...
Sollen sie erst lernen was sie wirklich wollen...
dann können wir uns austauschen und ich weiss, dann kann ich ihnen kleine Hilfen geben. Einfach weil ich mich in der Innenwelt ein wenig auskenne...
Musst Du jetzt nicht wirklich verstehen, was ich sage. Aber wenn, dann erwarte ich keinen Dank dafür, zumindest nicht in einer von mir bestimmten Form. Bestimme Du selbst ob und wie Du danken möchtest. Soviel Freiheit muss sein...
mipoohji:
Dein Hauptthema ist wohl Dein Fühlen, mit dem Du oft absolut nicht zurechtkommst. Du hast den Eindruck, es mache sich selbständig und beherrsche Dich, weisst aber gleichzeitig, dass Du zB durch Musik da durchaus mitproduzierst und dieses Chaos erst erzeugst.
Dir entgeht dabei eine wichtige Kleinigkeit... nämlich Du selbst.Du warst immer der Produzent all dieser Empfindungen. Vielleicht zT auch als Remake irgendwelcher Gefühle, die Dir Deine Umgebung vermittelt hat, und eben teils unter Drogen, was sicher kaum förderlich war, die Zusammenhänge der inneren Vorgänge noch auf die Reihe zu kriegen.
Wie auch immer, das wichtigste Glied in der Kette kommt zu kurz, nämlich das was Dich (auf der Ebene des Fühlens) ausmacht. Meditationen/Religionen sind diesbezüglich nicht viel was anderes als das Schälen einer Banane bevor man hineinbeißt. Viele kauen auf der Schale herum und finden die ungenießbar. Sie haben recht, die ist auch gar nicht die eigentliche Frucht.
Was ist nun dieses ominöse Du (bzw Ich oder besser Selbst), was auch gern mal als Buddhanatur angepriesen wird oder im Christentum als die Seele? Es ist das was von Dir bleibt, wenn Du Dich vom Ballast befreist.
Da bleibt ein Feeling, das fühlt sich sowas von ok an, sowas von vertraut, sowas von Du selbst, und das gehört ganz allein Dir, solange Du als Mensch existierst. Es ist immer da, meist unter einem Haufen grellerer Emotionen und Sensationen verborgen, bis Du es eben als das erkennst, was es für Dich bedeutet. Lernst es und damit Dich selbst wertzuschätzen und glücklich zu sein.
Dieses Feeling ist auch Glück. Es ist der Himmel, den die Christen erwähnen, es ist die Freiheit (vom Leiden), die die Buddhisten so mögen.
Von daher verstehe ich, dass Du u.a. Musik oft ablehnst, weil Du denkst, sie sei verantwortlich für das Chaos, in das Du Dich eben gewohnheitsmäßig oft begibst während Du welche hörst. Du wählst auch gewohnheitsmäßig ausgerechnet welche aus, die besonders grell auf Dich wirkt. Tatsächlich fehlt Dir nur ein wenig Geduld, Dich oder Deine Grundschwingung zu finden, die Banane zu schälen, bevor Du hineinbeißt.
Du, oder die Buddhanatur oder wie das dann am Ende auch immer genannt werden soll, bist nicht grell, Du bist subtil. Es hat Dir nur niemand beigebracht, zu erkennen, dass ausgerechnet dieses subtile Feeling so grundlegend wichtig für Dich ist.
Es spricht gar nichts gegen Musik, es spricht nur vieles dagegen, dass Du immer wieder den Kontakt zu Deinem eigenen Inneren auf´s Spiel setzt, während Du Dich mit der Umwelt beschäftigst. Bist Du hinreichend trainiert, Dich auf Dich selbst zu besinnen, und das ist unweigerlich mit diesem kleinen Gefühl verbunden, in dem Du Dich wiedererkennst, dann kann Dir kein Techno, kein noch so dröhnender Bass irgendwie schaden. Kann aber auch sein, dass Du dann merkst, dass Du das nicht genießen möchtest, dass es Dir gar nicht angenehm ist, solche grelle Musik zu hören.
Keine Feelings, das ist nicht die Lösung. Du würdest Dich vor Sehnsucht verzehren... Es ist die Natur des Menschen, dass da immer ein Feeling ist und dieses Feeling ist einfach nur ok. Es ist nie anders als ok. Mal ganz gewaltig ok, mal nur ganz bischen ok, je nachdem wie konzentriert Du sein kannst.
Dieses Feeling ist untrennbar verbunden mit dem was Du pure Realität nanntest. Fühlst Du es nicht, dann ist diese Realität gar nicht die Realität sondern irgendwas anderes. Dieses winzig kleine und gleichzeitig riesengroße Feeling, das ist für Dich als Mensch die Realität. Es war immer da und es wird Dich Dein Leben lang begleiten. Aber Du (nicht nur Du) kümmerst Dich um alles andere... nur nicht darum.
Die Religionen versprechen Dir, dass Du diese Verbindung wiederherstellen kannst. Alles andere was sie so erzählen, ist lediglich ihrem Enthusiasmus geschuldet oder ihrem begrenzten Horizont, ihrer Unfähigkeit, dieses Feeling auch im Außen deutlich werden zu lassen.
Es ist aber möglich, und das ist der wahre Grund warum sie sich selbst damit beschäftigen. Am Ende wirst Du selbst diesen Schritt tun. Wie auch immer, ideologisch vertreten oder unideologisch. Das ist sowas von unwichtig. Wichtig ist doch dass endlich mal wieder Ruhe im Karton ist. Diesmal eine süße Ruhe, eine vertraute, lebendige Ruhe, eine Leere, die nicht leer ist, denn Du bist ja da.
Du sprachst davon Shikantaza geübt zu haben. Wenn Du dabei nicht zu Dir selbst gefunden hast, dann war es irgendetwas was Dir so aussah als sei es Shikantaza, aber nicht das was die Meister so nennen. Es wird solange mißverstanden bis es klar wird. Meditation ist kein leichtes Geschäft, weil sie zu einfach ist. Es geht nicht um den Begriff, es geht um Dich, dieses winzig kleine und doch allumfassende Feeling, das so subtil ist, dass es bei jeder Sensation zu verschwinden scheint.
Das so schnell "verschwindet", wenn Du irgendwelchen kuriosen Ideen über "Gott und die Welt" aufgesessen bist und lamentierend um Hilfe rufst. Es ist nie weg und darum kannst Du es nicht suchen. Du kannst lernen Dich darauf zu verlassen ohne Dich zu verlieren. Dazu musst Du Dich ausruhen. Dir zumindest die Zeit zu nehmen bis Du weisst, ja das bin ich, so bin ich schon immer und ich fühle mich verdammt gut an...
Und dann versuch dranzubleiben oder wenigstens immer wieder zurückzukehren. Alles andere ist nur "das Leben", nicht unwichtig, aber nicht wichtig genug, Dich von Dir selbst zu trennen.
mipoohji:
Was "Leben" im oben gebrauchten Sinn angeht, bin ich völlig frei von irgendwelchen Voreingenommenheiten.
Wie sollte ich sonst die Übereinstimmungen bemerken, an denen sich so viele den Kopf einrennen?
mipoohji:
Es reicht (mir) nicht wenn ich verstehe. Es reicht (mir) erst, wenn auch Du verstehst, dass ich verstehe oder ich verstehe dass auch Du verstehst.
Gruß
mipooh