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mipoohji:
Ach den Quatsch meinst Du...
Ja, die spielen mit sich selbst blinde Kuh und mit Reiner das Sensei-Spielchen.
Dafür muss man schon ziemlich verrückt sein.
mipoohji:
Dass Ersatzbefriedigungen befriedigen könnten ist ein Trugschluß. Ich hoffe Du weisst das.
Es braucht keine Chiffren um sich am Schopf herauszuziehen wo man gar nicht raus kann. Besser wäre zu erkennen, dass die eigene Relativität in viele Relativitäten absolut eingebunden ist...
Das sollte befreiend genug sein können um den Staub abzuschütteln.
mipoohji:
In dem Video gibt er zu, dass das was er sagt vielleicht nicht stimmt, ihm das aber egal sei, weil er erreicht was er will.
Somit gibt er zu dass er eigentlich nicht in der Lage ist darüber verständlich zu reden. Mehr als das wirft ihm ja keiner vor.
Höchstens noch, dass er sich darüber aufregt, wenn jemand anderes ihm das sagt, was er ja selber zugibt...
Soll er also tun, was immer er da tut und dafür eine gewisse Beachtung kassieren. Für sein Geschwätz kriegt er ebenfalls genau die Beachtung, die er dafür verdient. Ist also alles bestens in der Reihe...
mipoohji:
Ist es nicht eher so, dass derjenige etwas dumm sein muss, der sich selber etwas fragt?
Wenn man jemand anderen fragte, das könnte ich ja noch verstehen...
Aber hier geht es doch sowieso um Meditation (oder Zazen, für mich ist da kein nennenswerter Unterschied). Da könnte man höchstens fragen, wie mache ich das. Nach der Antwort tut man es eben und zwar mindestens solange/so oft, bis man weiss, das war jetzt Meditation. Mehr gibt es da eben nicht.
(Denkfutter)
Wer nicht fragt bleibt dumm ist ein Spruch aus der Sesamstraße und der stimmt so nicht.
mipoohji:
Ich sag´s ganz ruhig und es ist keine Beleidigung, es ist eine Bezeichnung.
Gut, dass Zazen "nichts bewirkt". Wenn ich mir vorstelle, ich müsste Deinen Erwartungen genügen und nur wegen ein bischen Meditation wie ein grinsender Idiot rumlaufen...
mipoohji:
Warum nimmst Du ein Handy mit in den Urwald? Du hast da gar keinen Empfang.
Aber auch sonst ist das Beispiel schlecht gewählt. Denn es geht nicht um etwas, das in irgendeiner Weise etwas mit technischem Verständnis oder modernem Leben und Denken zu tun hat.
Den Geist zu beruhigen ist natürlich nur eine Perspektive. Ruhe nur ein Aspekt.
Im täglichen Leben hast Du die Wahl (zumindest wirst Du es glauben, obwohl die Wissenschaft längst entdeckt hat, dass eine Entscheidung gefallen ist bevor ein Ich sie bemerkt), in Meditation nicht. Sonst ist es eben keine. Du kannst Meditation aber jederzeit verlassen und hast dann wieder die Wahl... bzw denkst es wäre so.
Mit Dir zu sprechen ist wie mit R zu sprechen, mit Dir über ihn zu sprechen ist wie mit Dir über Dich zu sprechen. Zu geringe Unterschiede um sich daran aufzuhalten...
mipoohji:
"Da kann ich nur zu sagen keiner will was besonderes sein.die anderen machen einen zu etwas besonderen"
Sowas passiert nicht unabhängig. Ich habe nie zugelassen, dass mich jemand auf den Sockel hebt und selbst draufgestellt habe ich mich auch nie.
Man kann das schon verhindern und wenn man es nicht tut, wie Freund R, der sich in aller Bescheidenheit immer wieder selber hofiert, dann wirkt das einfach nur albern.
mipoohji:
Du meinst jetzt was so Lehrer manchmal sagen?
Ich gehe heute davon aus, dass man Meditation nicht erklären muss, dafür ist sie zu einfach. Es reicht eine Technik zu zeigen.
Alles andere ist die Bemühung, den Interessierten zu helfen von ihren Ablenkungen loszukommen, ihnen Mut zu machen. Insofern würde ich dem Satz zustimmen.
mipoohji:
Ich habe mich in jüngeren Jahren auch verleiten lassen zu glauben, dass es irgendetwas mehr gäbe. Schliesslich musste es doch einen Grund haben, warum manche Menschen in verschiedenen Religiösen oder philosophischen Traditionen sich so furchtbar ernst nahmen. Und dann noch die Psychologen...
Heute glaube ich sowas alles nicht mehr. Es hat seinen Grund, ja das stimmt. Aber der ist nicht, dass etwas verborgen wäre oder bliebe, sondern ein scheinbar schwer zu stillendes Bedürfnis, dann doch irgendwie besonders, irgendwie anders zu sein als andere Menschen.
Natürlich sind wir alle Prototypen. Keiner ist nicht auch irgendwie einmalig. Nur gibt es kein natürliches Wertesystem, nach dem der eine besser wäre als der andere. Ist alles Einbildung...
Was fehlen kann das ist vor allem die Fähigkeit zur Einfachheit.
mipoohji:
Solche Andeutungen sind nutzlos.
Es wird immer schwieriger zu kommunizieren, wenn man noch mehr ins Eingemachte geht. Nicht weil da etwas komplizierteres abgeht, sondern weil wir schon viel zu früh an Wortmangel leiden...
Dass was Du den Mönchen unterstellst, wird wohl nicht zutreffen. Meditation hat keine weiteren Möglichkeiten, so wie ein Fluß nicht anders fliesst als er es eben tut.
Diese Sache mit den von R so genannten Möglichkeiten befindet sich im Denken und zT möglicherweise in Fühlen mit Denken vermischt. Sowas interessiert Meditierende (während der Meditationsübung) überhaupt nicht.
Es gibt im Leben von Meditierenden zwar ein Plus an Empathie, ein Plus an Intuition, ein Plus an Mitgefühl und natürlich erwachsen daraus ein paar Möglichkeiten, die man ansonsten wohl eher nicht so ausgeprägt hätte. Aber erstens ist das individuell nochmal unterschiedlich und zweitens ist das für die Meditation selbst uninteressant.
Dafür braucht es etwas das gut mit Anfängergeist bezeichnet ist. Deshalb wird es so genannt, weil ein Anfänger zunächst einmal offen ist für Unbekanntes. Und nur wer dafür offen bleibt wird Meditation wieder erleben dürfen. Ohne dies geht es nicht. Jede Vorerfahrung einschl. Erleuchtungserlebnis wird leicht zu einem Hindernis, solange man glaubt dass eine Reproduktion von bereits gewesenem das sei, worum es geht.
Man kann nicht zweimal im selben Fluß baden, sagte ein griechischer (oder römischer) Philosoph.
Der wusste wovon er spricht.
"Der Weg ist einfach doch ohne Wahl"... ich denke, es war Dogen, der das sagte. Ist aber auch wurscht wer es sagte, weil es einfach stimmt.
Genau konträr zu dem was Du im letzten Satz sagtest. Im Alltag finde ich es gut und wichtig, immer wählen zu können. Das macht mich frei von anderen Menschen und sogar von eigenen alten übernommenen und überkommenen Ideen. In der Meditation gibt es keine Wahl, entweder Du kommst in den Fluß oder nicht.
Magie ist übrigens Kinderkram.
Gruß
mipooh