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mipoohji:
Ich verstehe die wenigsten Begriffe genauso, wie sie gewöhnlich im Alltag benutzt werden. Mit Macht meine ich einen Gegenpol zu Ohnmacht, Kraft oder Energie darfst Du ruhig dazu sagen, denn die hat man beide ja dann auch...
Es sind eh nur Worte und sie bedeuten immer das was derjenige im Sinn hatte, als er sie sagte.
Diese Macht, die zB in Machtmißbrauch vorkommt, die meinte ich natürlich nicht.
mipoohji:
Solange Du kein Gefühl von Wettbewerb hast, musst Du das ja gar nicht. Mir fällt allerdings auf, dass Du Dich an einem vermeintlichen Nutzen anderer misst und dabei Dich selbst nicht erwähnst. Das wird wohl ´ne fette Macke sein... (nicht ungewöhnlich in unserer pseudochristlichen Kultur).
Daher wünsche ich Dir für Dich selbst, etwas mehr Selbstbewusstheit zu finden. Ich habe absichtlich nicht Selbstbewusstsein gesagt, weil dies oft mit Arroganzen/Überheblichkeiten verwechselt wird und ich denke, dass Du davon bereits oft zu viel hast. Zumindest für Begegnungen wie hier... in Deinem Alltag mag auch das ok sein.
mipoohji:
Ist mir immer noch etwas unklar wie Du da auf "Vorstellungen" kamst...
Vielleicht weil in der Ausgangsfrage wohl nicht nur Genuß oder Schokoladeneis, sondern auch Dharma lediglich Vorstellungen sein konnten. Denn ich kenne kein Dharma, von dem man sich entfernen könnte... und somit keines, das man durch Erfüllung von Bedingungen (wie Verzicht auf Schokoladeneis) erreichen könnte...
mipoohji:
Dafür dass sie Dich nicht interessieren beschäftigst Du Dich ja recht ausgiebig damit....
Solltest Du einmal Demut kennenlernen, würdest Du sehr schnell erkennen, dass sie kein Gegenüber braucht. Du gehst wahrscheinlich von einem falsch tradierten Demutsbegriff aus, den ich eher als Würdelosigkeit wiedererkennen könnte.
Aufrichtigkeit ist ebenfalls nicht in erster Linie Kommunikationsmittel, sondern eine innere Haltung.
Auch da (hast Du zwar weniger zu geschrieben) erkenne ich in dem Begriff den Du zu haben scheinst, eher etwas anderes.
"Höchste Macht" war eher poetisch gemeint, denn eigentlich verbirgt sich hinter dem Begriff lediglich so etwas simples wie Selbstbewusstheit.
Für mich ist das das Maximum was ein Mensch für sich selbst erreichen kann und gleichzeitig die optimale Voraussetzung dafür, dass dieser Mensch auch anderen nützlich sein wird.
Ohne sich in Hinterlassenschaften berechnen zu müssen...
mipoohji:
Im Gewahrsein braucht es keine Vorstellungen, da weiss man ja schon...
Also weiss man im Gewahrsein, dass man Schokoladeneis isst und dass man sich dessen bewusst ist.
Ohne dass eine Frage gestellt wird, würde dieser Mensch sich nicht dazu äussern.
Wenn gefragt würde, wer isst, sagt er Ich. Wenn er gefragt wird, wer weiss das, sagt er Ich.
Wenn Du fragst wer bist denn Du, sagt er Ich.
Da kann HuangPo reden was er will...
Andererseits, wenn dieser Mensch sich selbst fragt, was soll denn das sein, was Ich ist, dann bleibt ihm nichts übrig als letztlich einzugestehen, dass er dieses Ich nicht dauerhaft und wirklich festmachen kann. Diese Einsicht ist gewiss nicht unwesentlich, trotzdem wird er sinnvollerweise immer wieder von einem Ich sprechen.
mipoohji:
Demmut verbunden mit Aufrichtigkeit ergibt höchste Macht... aber sowas weisst Du gewiss nicht. Wirst Du auch nicht so leicht erfahren, weil beides für Dich ziemlich schwierig ist.
mipoohji:
Was täten wir nur ohne die sechs Daseinsbereiche...?
Ist das Denken über diese denn nun auch bereits Verblendung? Und beisst sich da nicht Yoshus Hund in den Schwanz?
mipoohji:
Achtsamkeit bewertet nicht, es wird also nichts (aufgrund einer Bewertung wie zB "dadurch entferne ich mich vom Dharma") ausgeschlossen.
Alles wird angenommen, "willkommen geheißen" wie es ist, natürlich auch Genuß. Und dann darf es weiterziehen... was es sowieso täte...
Das Thema Genießen ist im übrigen recht wichtig im Zusammenhang mit Achtsamkeit. Im Geniessen findest Du den höchsten Grad an Achtsamkeit.
Nicht unbedingt dann, wenn Du Dich auf Schokoladeneis als einziges "Genußmittel" festlegen würdest... genieße das Sitzen, geniesse jeden Atemzug, jeden Augenblick... und Du befindest Dich augenblicklich in Samadhi...
Ganz trockene Gemüter werden sich bemühen, dies als Schwärmerei zu verurteilen, hör nicht hin... sie wissen nicht wovon sie reden. Aus dem Leiden heraus bist Du durch Geniessen allemale...
Mach Dir um den Dharma keine Sorgen und erst recht nicht um ein bischen Schokoladeneis.
Sorge Dich im Gegenteil lieber darum, einen Augenblick verpasst zu haben, nur weil Du dachtest, Du dürftest nicht geniessen.
Gruß
mipooh
(der in Asketen die größten Geniesser sieht)
mipoohji:
"...klar schöpft sie möglicherweise viel Geld vom "Heiligen Geschäft" ab, aber das alleine ist noch lange kein sachlicher Beweis für
event. Scharlatanerie... "
...so-so...
mipoohji:
Der Begriff spirituell gefällt mir nicht, Zazen ist keine spirituelle Praxis. Meditation ist bereits viel gesagt, manche mögen selbst das nicht.
Ich tue das um unnötige Abgrenzungen zu "anderen Wegen" auszuschliessen.
Natürlich, und dieses Problem zieht sich durch sämtliche Arten/Gemeinschaften von Meditationspraxis, besteht grundsätzlich die Gefahr von Fehleinschätzung. Das ist zB ein Grund, warum in der Meister-Schüler-Beziehung im Zen zB ein Erwachen bestätigt wird. Objektiv unsinnig und auch subjektiv nicht notwendig, denn mehr als Wissen kann man nicht...
Auch da wird ja "ein Beweis verlangt". Nur sieht der etwas anders aus als das worüber wir bisher reden.
Wenn meine Frau mich fragt, ob ich sie liebe (kommt ja schonmal vor), dann frage ich sie, was sie denn wahrnimmt. Ich könnte sagen was ich will, sie würde sowieso nur sich selbst wirklich glauben. Würde ich also ja sagen und sie fühlt das nicht, dann würde ihr das höchstens dazu dienen sich selbst zu betrügen. Würde ich nein sagen, sie fühlt es aber, wäre sie verwirrt, weil da etwas nicht übereinstimmt. (sie fragt sowieso nicht weil sie es nicht wüsste...)
Wozu solche Fragen? Ich weigere mich entweder sowas zu beantworten oder ich sage einfach nein...
(bis auf seltene Ausnahmen, wo ich es angebracht finde ja zu sagen).
Dies auch nur einmal zu beweisen, indem ich etwas täte, was angebliche Beweiskraft hätte, halte ich für unnütz. (Das ist zB ein Grund warum ich Reiner lieber live begegnen würde als ihn nur hier anzutreffen.)
Wir können und müssen selber sehen. Dabei riskieren wir grundsätzlich uns zu irren. Zumindest solange es überhaupt möglich ist zu irren, nämlich wenn man vor dem Hintergrund von Vorstellungen urteilt.
Im Gewahrsein allein kann man sich nicht irren.
(Sonst müssten wir uns beständig fragen, manche tun das, ob dies alles überhaupt etwas von Wirklichkeit hat oder ob es bspsw ein Traum - auch eines dritten - ist. Das macht keinen Sinn.)
Es wird auch im Gewahrsein wirklich niemand auf die Idee kommen zu zweifeln. Er verlöre automatisch das Gewahrsein.
Das bisher gelernte steht dabei immer zur Disposition, sonst wäre es nicht Gewahrsein. Das ist immer neu, frisch, aktuell. Muss nicht dem bisher gelernten widersprechen, aber wenn es das tut ist eben eine Neuorientierung nötig.
Ich weiss sehr wohl, dass viele Halbwahrheiten kursieren. Das betrifft ganz offensichtlich auch Menschen, die bereits auf dem Weg sind. Was denkst Du warum auch hier so viel gestritten wird (werden muss)? Weil es eben menschlich ist, Phantomen nachzujagen statt zu sehen was wirklich ist. Grundsätzlich, und dazu stehe ich, hat aber jeder Mensch die Möglichkeit, im Gewahrsein, in Meditation, in Zazen, Klarheit zu finden. Dies unabhängig von Lehrmeinungen oder gar mir.
Du kannst Beweise verlangen, weil Du nicht sehen kannst. Du bräuchtest das nicht und niemand ist verpflichtet sich Dir zu beweisen. Das Dilemma gehört dann ganz allein Dir.
mipoohji:
Gegen Placebo-Effekte gibt es zunächst einmal nichts einzuwenden, ausser dass es eben Effekte sind, die auf einem Weg über eine Vorstellung ausgelöst werden.
Klarer wäre natürlich diesen Weg deutlicher darzustellen. In der Hypnose tut man das, soweit das möglich ist. (Nicht immer, es gibt auch Leute, denen ist es egal, wie etwas passiert.)
Trotzdem ist natürlich vieles nicht erklärbar. Da würde ich dann dazu neigen, es als (noch) unerklärbar zu betrachten und nicht irgendwelche vagen Aussagen zu machen, die am Ende einer Überprüfung nicht standhalten werden.
Das macht unglaubwürdig und schadet der Sache. Nachwachsende Bandscheiben sind eben als Erklärung falsch und sowas sollte man eben nicht behaupten. (Im Film sagt Reiner es übrigens anders, was dann so auch durchaus glaubwürdiger ist.)
Subjektives Erleben lässt sich jedoch nicht objektiv darstellen. Fühlst Du Dich frei, gelassen, glücklich usw, nicht an Vorstellungen Deiner Vorfahren gebunden, dann wird das möglicherweise in Deinem Handeln erkennbar. Beweisen kannst und musst Du es nicht.
Es kann aber jeder selbst probieren und bestätigen oder nicht.
Frage ich Dich, "wie geht´s?" oder "Liebst Du Deine Frau?", dann bin ich auf das angewiesen was Du antwortest. Das mag stimmen oder Du magst lügen, zunächst einmal ist das nicht unterscheidbar.
Zen findet auf der subjektiven Ebene statt. Die ist nicht unwichtig oder falsch, weil sie ja nicht objektiv sei... Jeder Mensch ist Subjekt und kann nicht aus seiner Haut. Aber wie es ihm darin geht, ob er leidet oder nicht, das kann er beeinflussen. Soweit zum Buddha, der sagte, dass das Leiden aufgehoben werden kann.
Da war nie von dritten Zähnen die Rede, und wer sowas denkt, der leidet (an einer Illusion). Denn so sehr er sich auch abmüht, sie werden ums Verrecken nicht wachsen, sondern werden entweder implantiert oder als herausnehmbares Ersatzteil geliefert.
Zum Zazen sagen ja sogar Leute wie Kodo Sawaki, dass es nichts nützt. Dies ist schon doppeldeutig, denn es nützt objektiv nicht sondern subjektiv. (Wie gesagt, hier nicht den Fehler machen objektiv höher zu bewerten als subjektiv.)
Kein Mensch wäre so blöd sich immer wieder hinzusetzen, wenn er dadurch keinen Gewinn hätte.
Aber er kann diesen nicht objektivieren und wenn er klug ist, wird er das auch gar nicht versuchen.
Er kann aber sein Erleben mitteilen und wer das nachvollziehen mag, der kann das tun. Danach wird er kaum einen Beweis verlangen, denn er hat ja selbst erlebt.
Es geht also nicht um ein ungeprüftes Glauben, sondern lediglich um ein subjektives Erleben. Leiden oder nicht ist subjektiv. Ich bin objektiv krank. Lebe auch mit Schmerzen, aber meistens leide ich nicht. Warum? Weil ich gelernt habe, damit umzugehen ohne zu leiden.
Es geht nicht darum, Geburt, Alter, Krankheit und Tod abzuschaffen. Es geht darum das Leiden zu überwinden. Das ist eine ganz andere Kiste.
Das eine würde niemals gelingen. Das andere ist möglich.
Deshalb ist auch das was Reiner tut nicht Zen, auch wenn er es vorzieht das so zu nennen.
Er benennt es übrigens an vielen Stellen korrekter, kommt aber eben auch in Bereiche, in denen es ihm nicht möglich ist, objektiv zu informieren. Diesen Umstand füllt er dann mit Behauptungen, dabei macht er sich und anderen etwas vor. Das sollte er besser weglassen und hokuspokus fidibus, er wäre glaubwürdig... nur eben nicht immer (objektiv!) überprüfbar...
mipoohji:
Natürlich war die Frage in dem Sinne nicht ernstgemeint, dass ich mich das wirklich fragen würde.
Es war eine rhetorische Frage, die Dir den Unsinn der Aussage zeigen sollte.
Wenn mit Fortpflanzungsfähigkeit auch noch gemeint sein sollte, dass diese Nahrung sich als Einzelwesen ohne Partner fortpflanzen können muss, dann sind also nur Selbstbestäuber empfehlenswert? Da würde man sicher wenig finden... bzw vieles nicht essen...
Das Knoblauchbeispiel ist auch so ein Ding... (was meine Zustimmung nicht findet). Selbst wenn ich mal davon ausgehe, dass mit "Bewusstseinserweiterung" evtl Steigerung der Wahrnehmungsfähigkeit gemeint sein könnte, kann ich nicht bestätigen, dass Knoblauch mir da unangenehm aufgefallen wäre.
Allein die Tatsache, dass irgendwo in abergläubischer Weise dafür plädiert wird, bedeutet ja nicht, dass der Aberglaube dadurch verursacht wird. Scheint doch eher darauf hinzuweisen, dass irrationale Ängste dadurch gelindert werden...
Es ist sicher vieles möglich. Nur dass jemand völlig ohne Nahrung auskommt, halte ich für absurd. Dieser "Bericht" ist ja nun nicht neu, das Buch habe ich mit 17 oder 18 gelesen. Das heisst, andere auch schon mindestens vor 40 Jahren.
Es hat sicher auch das Interesse von Wissenschaftlern geweckt und man hat nie davon gehört, dass solche Dinge mal ernsthaft geprüft und bestätigt wurden.
Im Bereich der Religionen wird schnell mal etwas behauptet, man ist da gern etwas naiv. Braucht man wohl um in kindlicher Weise zu empfinden. Nur sollte man nicht die Dinge durcheinanderschmeißen und voreilige Schlüsse ziehen, nur weil eine sehr nette Person glaubwürdig erscheint.
Darauf hinzuweisen, dass Argumentationen nicht stimmig sind, finde ich schon wichtig. Denn man sieht ja am Eingangsposting, was für eine verwirrende Wirkung irgendwelche Behauptungen, Fehlinformationen und falsche Argumente haben können.
Solange die Menschen einem nicht gleichgültig sind, wird man da wohl aufklären wollen...
Es sind eh nur Worte und sie bedeuten immer das was derjenige im Sinn hatte, als er sie sagte.
Diese Macht, die zB in Machtmißbrauch vorkommt, die meinte ich natürlich nicht.
Gruß
mipooh