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mipoohji:
Du hast zwar recht mit Deinen Fragestellungen. Aber Du wirst nicht damit rechnen darauf eine Antwort zu bekommen, die Du akzeptieren kannst.
Haben wir nicht alle zunächst (falsche) Vorstellungen gehabt, als wir mit dem Weg begonnen haben?
Ich erinnere mich dunkel, verblüfft gewesen zu sein, als mir klar wurde, dass Erleuchtung keine Information ist...
mipoohji:
Da war auch Bestätigung, aber nicht nur. Ich wollte auch erweitern um "Ablenkung" zu verdeutlichen. Denn die gibt es auch und die stört (einen selber, aber man ist der letzte der das bemerkt).
mipoohji:
Nun gut, ein guter Teil davon war mit Ablenkung nicht gemeint. Wenn da nunmal ein LKW vorbeifährt und Du hörst ihm einfach nur zu, sehe ich darin noch keine Ablenkung, sondern ein ganz real existierendes Geräusch.
Würdest Du nun anfangen über LKWs nachzudenken, Dich an welche mit 352PS erinnern und an ihre Farben, Ladungen, Fahrer... und wie Du mit einem von denen mal eine Currywurst gegessen hast, dann würdest Du wohl vergessen haben, was Du gerade eigentlich wolltest...
mipoohji:
Eine Problematik von Worten und Begriffen ist, dass sie etwas konkret vorhandenes ausdrücken sollen. Etwas das verstanden werden muss, damit es Sinn machen kann, dass jemand es gesagt hat.
Verstehst Du, was all die Meister sagten, gibt es kein Problem zwischen ihnen und Dir.
Verstehst Du es nicht, gibt es das Problem zwischen Dir und ihnen.
Wenn Dogen davon sprach, das Nichtdenken zu denken, dann hat er einen Gedanken benutzt um etwas zu äussern, das er anders zu dem Zeitpunkt nicht sagen wollte oder konnte. Das ist nicht das Problem.
Käme ich aber jetzt daher und nähme einfach mal an, Dogen hätte gewollt, dass wir alle nicht mehr denken (obwohl das gar nicht möglich ist), dann machte ich ein Problem, was Dogen uns gerade vom Hals schaffen wollte.
Es geht nicht darum, irgendeinen objektiv richtigen Zustand zu erreichen, dann einen Stempel auf den Hintern zu bekommen und von nun an als erleutet zu gelten.
Es geht immer noch darum, Dich und mich aufzufordern, selbst zu erfahren, selbst zu leben, selbst zu verstehen oder eben auch nicht (wo etwas nicht fassbar sein mag).
Hierzu wird eine ganz einfache praktische Möglichkeit genannt, setze Dich soundso hin und kümmere Dich nicht um all die Ablenkungen, sondern nimm wahr was ist.
Das was Du erfährst, darfst Du als Dein eigenes Wissen betrachten, selbst wenn Du es nicht denkst, sondern fühlst. Das ist relevanter für Dich als jede Philosophie oder jede Lehre. Das muss Dir niemand erklären, weil Du es ja selber weisst.
Vielleicht mag der eine oder andere recht unbeholfen sein, dies in Worte zu fassen. Was macht das schon, wenn er dies dann nicht tut?
Wir können sowieso nur einen winzigen Teil dessen mitteilen von dem was wir erleben. Einen enorm winzigen Teil. Wenn wir nun noch Schwierigkeiten mit Begriffen haben oder auch nur wenig Lesen und Schreiben gelernt haben (oder auch nur einfach nicht genug um uns verständlich zu machen), dann wird daraus ein Kauderwelsch (wie gelegentlich in Deinen Postings, die Du wahrscheinlich selber nicht verstehen würdest, wüsstest Du nicht, in welchem Geist Du sie geschrieben hast).
Du musst nicht Nichtdenken, vor allem nicht andauernd. Das würde Dich in der Tat nur lebensunfähig machen.
Aber was Du tun kannst, ist Dir die Zeit zu nehmen, mal in Ruhe selber zu erfahren, was Dir eigentlich wichtig ist. Für viele ist es sicher ganz gut, dies methodisch zu tun, also zB Zazen zu praktizieren. Erleben werden sie dann selber und beurteilen was sie da erleben werden sie auch selber. Ganz egal was ein Buddha oder ein Dogen jemals gesagt haben mögen (oder was ihnen möglicherweise auch nur in den Mund gelegt wurde).
Wenn Du eine solche Übung praktizierst, dann wird dabei automatisch auch vorkommen, dass Du (endlich mal) Stille in Deinem Kopf erlebst ohne deswegen bewusstlos zu sein. Das musst Du nicht tun, das passiert genauso einfach von selbst wie Du einfach von selbst denkst (während Du nach aussen behaupten magst, Du hättest da etwas gedacht).
Und wahrscheinlich wirst Du es auch mögen, gelegentlich (oder auch öfters mal) diese Ruhe in Deinem Bewusstsein zu erleben, in der Du einfach Du selbst bist, ganz aktuell, so angenehm vertraut, wie Du Dir nur selbst sein kannst.
Davon sprachen Dogen und Buddha, Jesus und Krishna und wie sie alle heissen mögen und auch all die unbekannten Menschen, die so erlebt haben, werden hin und wieder davon gesprochen haben.
Verstehen können wir das sobald wir es selbst erfahren. Ob wir dann von Erleuchtung sprechen oder nicht, wer weiss das schon? Warten wir´s in Ruhe ab.
Die meisten Worte die wir hier verlieren, drehen sich um Vorstellungen und Ideen, die uns gerade beschäftigen. Mag mal sein, sie helfen jemandem zu verstehen, oft verwirren sie nur. Deshalb ist es gut und wertvoll, wenn jeder Einzelne seine Praxis/Methode hat, mit der er sich selbst klären kann. In der er erfährt was ihm/ihr zugänglich ist. Das bedeutet nicht automatisch, dass diejenigen sich besonders gut verständlich machen können. Sie werden nur vielleicht mit der Zeit weniger über irgendwelche Vostellungen reden als über ihren Ausdruck ihrer Erfahrungen. Das ist schon ein großer Gewinn.
mipoohji:
Es geht hier oft um Definitionen, die als Antidiskriminierung wirken sollen, dabei aber zT auch Inhalte verwässern.
Ich bin schon sehr für eine differenzierte Ausdrucksweise und gleichzeitig dafür, dass Respekt nichts mit einem vermeintlichen Status zu tun hat.
Gruß
mipooh
(der sich allenfalls als frühzeitig alternd ansieht, jedoch nicht im klassischen Sinn als behindert)
mipoohji:
Da hat sich schon einiges entwickelt. Nur als ich Ende der 80er den Pflegedienst eines psychiatrischen Krankenhauses leitete, war die wirtschaftliche und räumliche Verknüpfung schon noch ziemlich vollständig.
Als Makulatur wurde schon damals von zwei verschiedenen Einrichtungen gesprochen. Deshalb wundert es mich nicht, wenn auch heute noch Laien, die die Interna nicht kennen, das in einen Topf werfen.
Mal ganz abgesehen von den vielen Fällen einer sogenannten Mehrfachbehinderung.
mipoohji:
Vor nicht allzulanger Zeit waren geistig Behinderte in einer Abteilung riesiger psychiatrischer Krankenhäuser untergebracht und solange ich im Beruf war, gab es ständig eine gewisse Vermischung.
Ich denke nicht, dass Dae Kyong Respektlosigkeit ausdrücken wollte, sondern die Schwierigkeit einer Identifikation. (In Verbindung mit oft leichtfertig geäusserter Einheit.)
mipoohji:
Mit allem eins zu sein muss man nicht mögen, das ist unvermeidbar und schon bei materialistischer Betrachtungsweise nachvollziehbar. Aus ideologischen Gründen nun ausgerechnet mit jemandem/etwas konkretem isoliert einssein zu wollen ist tatsächlich keine gute Idee.
mipoohji:
Während ich gerade meinen zweiten Capuccino aufgoß (Instant), fiel mir etwas ein, was mir gestern noch aufgefallen war und zum Thema passt.
Derzeit bin ich etwas kränklich und habe oft Schmerzen. Im Schlaf merke ich die nicht, aber da schlafe ich halt.
Aber auch beim Sitzen verschwinden die völlig und ich fühle mich einfach nur wohl. Und da bin ich wach und kriege das mit.
Meine liebe Frau, auch wenn ihr der Zahlenraum bis 100 nicht sehr geläufig ist, zählte da einfach 1 und 1 zusammen und riet mir gestern, dann solle ich doch einfach den ganzen Tag sitzen und hätte keine Beschwerden mehr.
(Ist mir schon öfter aufgefallen, selbst bei starker Grippe, dass Sitzen sowas einfach ausblenden kann)
mipoohji:
Ja, ich brauche es nicht... willst Du es haben?
(war ein Witz, aber es fehlt mir nicht und ich habe da gar nichts getan, es war irgendwann einfach weg)
Gruß
mipooh