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mipoohji:
Fühlen ist ein Teil Deiner Kommunikation. Bereits Babys fühlen, längst bevor sie ein Ich entwickelt haben.
Das Fühlen begrenzt Dich nicht auf Glück, Unglück kannst Du auch fühlen, ebenso wie kalt und heiss. Irgendwo zwischen den Extremen ist der Wohlfühlbereich.
Das Individuum erschafft sich nicht Individualität (im Sinne von Persönlichkeit), zunächst einmal entsteht sie ohne sein Zutun.
Auch erschafft sich der Mensch nicht Gott, das ist Unsinn, Gott kann man nicht erschaffen. Was Du meinest ist die Vorstellung davon oder das was man in unserem Kulturkreis abgenzend Götter oder Götzen nennt.
Du srühst vor Rebellion. Das ist ein Zustand, in dem Klarheit so ziemlich das letzte zu sein scheint, was einem begegnet.
mipoohji:
Ist nicht zwingend notwendige Voraussetzung mag stimmen, aber wieviele Menschen kennst Du, die ohne Zazen aus ihrem Vorstellungsdenken gefunden hätten...?
Ich erlebe die blühendsten Phantasien (manchmal die verblühtesten) gerade bei Menschen, die nicht praktizieren.
mipoohji:
Dafür gibt es gelegentlich die Möglichkeit einer Ermäßigung bzw, dass man auf entsprechende Anfrage sogar kostenlos teilnehmen kann.
Für mich liegt der Hase woanders begraben. Ich finde Dana ok, also freiwillige Spenden, egal in welcher Höhe. Allerdings finde ich schon nicht mehr unkritisch, wenn danach gefragt wird.
Ich selbst würde mich sogar weigern Geld zu nehmen, weil ich denke, dass es keine Leistung oder Gegenleistung gibt. Würde ich also das Bedürfnis haben ein Dojo zu betreiben, dann würde ich mich auch für die Kosten verantwortlich fühlen. Jede Form der Bezahlung würde ich ablehnen. Geldgeschenke, sofern sie nicht eine klammheimliche Bezahlung darstellen, würde ich in jeder Höhe jederzeit annehmen.
Ich finde einfach, dass "Spiritualität" unbezahlbar ist und man das gar nicht erst versuchen sollte. Mit Geiz hat das übrigens nichts zu tun, ich habe schon beachtliche Summen verschenkt wenn mir danach war.
mipoohji:
Weiss nicht, woher diese Wahrnehmung kommt. Ich habe bei Sanbo-Kyodan (ist schon etliche Jahre her, würde ich auch als "früher" bezeichnen können) auf einem Hocker sitzend an einem Sesshin teilgenommen, ein weiterer Teilnehmer mit Bandscheibenvorfall liegend...
Es fand zwar schweigend statt, aber zumindest vorher und nachher gab es Gelegenheit sich kennenzulernen bzw zu unterhalten.
Mal abgesehen von der nonverbalen Kommunikation, die auch ohne Gesten oder Reden stattfindet, fand ich es mal ganz interessant, ein paar Tage nichts zu sagen.
Mir sträuben sich zB die Haare, wenn jemand mit Zen Geld verdient... so verschieden kann man Dinge sehen.
Ich habe das Grundbedürfnis nach Glück einfach mal so hingestellt ohne das zu beweisen. Für mich ist das eindeutig und mir muss ich es nicht beweisen. Aber ich weiss natürlich, dass es Menschen gibt, die nach einer ominösen "Wahrheit" suchen, selbst wenn dies bedeutet, dass sie dafür leiden müssen statt glücklich zu sein. Oder sie wollen es einem ominösen Gott rechtmachen, der Regeln für sie aufgestellt hat (ich meine jetzt über Naturgesetze hinaus, denen wir natürlich alle unterliegen). Beide wollen aber zB ins Nirvana oder in den Himmel, ich finde sie sollten ruhig nochmal nachdenken, warum eigentlich.
Ob ich dazu berechtigt war, Glück als Grundbedürfnis anzusehen, das mag jeder für sich selber entscheiden, am einfachsten mit der Frage, ob er lieber glücklich oder unglücklich ist...
Und wer sich das nicht ehrlich beantworten mag, so finde ich, ist nicht zu retten...
mipoohji:
"da mipooh das erkannt hat wundere ich mich wie zaghaft er mit dieser erkenntnis umgeht.er ist sich wohl nicht sicher."
Ich bin mir sicher, dass mit Illusionen Geschäfte gemacht werden, auch in sogenannten Religionen. Viel mehr aber noch in der Mammon-Religion der sogenannten Marktwirtschaft, wo betrogen wird auf Teufel-komm-raus ohne im mindesten ein Gewissen zu haben.
Ich bin mir aber auch sicher, dass es Menschen gibt, die Religionen ausüben ohne damit Geschäfte zu machen, im Gegenteil, sie geben freiwillig und kostenlos.
Die große Frage bleibt, was ist eigentlich Religion. Was ist sie für mich, was sagt sie mir.
Und da ist zB ein Element, wie immer es genannt wird, das den Horizont erweitert. Das finde ich mal prinzipiell gut, denn sonst blieben wir in Ideologien stecken.
Ich finde nicht, dass dies nur mißbraucht wird, ich selbst tue das jedenfalls nicht. Kannst ja, falls Du magst, mal "Die Lehre vom Glück" nachlesen. http://mipooh.net/glueck/index.htm
Links im Menü sind dann die dazugehörigen Kapitel aufgeführt.
Das war mal ein Versuch von mir, die Dinge so einfach wie möglich zu machen. Hab es gerade, nach Jahren, mal kurz durchgelesen, weil ich schon wissen will, was ich Dir da anbiete.
Im Grunde unterscheidet sich da nichts von Zazen oder anderen Techniken. Es ist vielleicht unspektakulär ausgedrückt und ich sitze halt meistens dabei, damit ich nicht einpenne.
Für mich ist das der Kern von Religionen, ich verstehe sie alle in etwa in diesem Sinne. Sonstiges Drumherum finde ich unwichtig bis lästig, aber wer´s mag, der soll halt ruhig seine eigenen Rituale pflegen.
Ich denke da etwa in diesem Sinne:
"demnächst fragt noch jemand welches auto ein anderer fährt oder wie es unseren lebenspartnern geht."
mipoohji:
"du hast nicht wirklich verstanden was die fakten der fragen waren."
Das waren keine Fakten, es waren Hypothesen, die sich nicht auf Fakten stützen, sondern auf Deine Vorstellungen. (Wenn die auch mit den Vorstellungen vieler Menschen übereinstimmen mögen.)
"wenn die illusion sterben gibt es keine religion mehr.sie sind erst der grund für die entstehung
von religionen,oder??
wissen wird zum glauben!!"
Umgekehrt wird ein Schuh draus, in der Religion entsteht Wissen. Dieses von Dir angesprochene Glauben (was wohl bedeuten soll, ohne einen vernünftigen Grund etwas einfach nur anzunehmen) hat mit Religion gar nichts zu tun. (Auch hier mag es viele Menschen geben, die dies als Religion verkaufen wollen, es ist aber faktisch keine.)
Wenn wir geboren werden wissen wir nichts. Und bis wir denken können haben wir bereits eine Menge Illusionen, allein schon, weil man uns belügt. Nur durch eine Neuordnung des Denkens geraten wir zum Wissen.
Du kritisierst prinzipiell die richtigen Leute, nur zu pauschal. Nicht jeder übernimmt einfach die gelernten Dinge ohne sie zu reflektieren.
Die Hinwendung zu sich selbst müssen eigentlich alle Menschen erst lernen. Üblicherweise geschieht dies durch Religion. Inwieweit es gelingt, denn auch in Religionen wurden Illusionen eingeschleust, das mag dahingestellt sein.
Man kann auf dem Standpunkt stehen, dass ein Wissender keine Religion mehr habe. Ich sehe das nicht so, denn ohne die Werkzeuge der Religionen wird niemand sehr lange ein Wissender sein.
nein, ich wollte Dich nicht testen, Du bist da auf der falschen Fährte. Ich wollte feststellen, dass es nicht in allem, was wir tun um das geht, was bei den Meistern "Erwachen" genannt wird.
Wie oft passiert denn das im Vergleich mit unserer Lebenszeit. Es ging um kleinere Einsichten, die auch durchaus im Gespräch oder einer Diskussion entstehen, nicht gleich um "Erwachen".
mipoohji:
"sind sie ausdruck einer egoistischen selbstdarstellung? wir haben recht !!!!"
Nein, aber sie kann Ausdruck eines selbstbewussten Lebens sein im Sinne eines "ich tue, was ich als recht empfinde". Dabei kommt es ganz sicher berechtigt vor, dass man auch in Ansichten aus Erfahrung und einer rechten Gesinnung "recht hat". Man sollte das Kind nicht mit dem Bade ausschütten, Selbstbewusstsein ist nicht Arroganz und Arroganz ist nicht Selbstbewusstsein.
"das ergebnis einer erfahrung ?ich weiß was nach mir kommt!"
Nein, eine Erfahrung sagt Dir niemals die Zukunft, sondern die Gegenwart, also "ich weiss, was ich gerade erlebe und ich kann mich erinnern an vieles, was ich erlebt habe".
"die suche des menschen sich zu erhöhen und doch andere dafür verantwortlich machen wenn es nicht so läuft wie beabsichtigt?? gott lenkt alles!"
Nein, Religion enthält immer die Chance zur Demut. Damit ist aber keinesfalls Unterwürfigkeit oder Selbsterniedrigung gemeint, die sind beide nicht Demut. Demut ist Mut, der mir erlaubt, in mir selbst auf dem Teppich zu sein. Aufrecht, nicht etwa gebeugt. Im Osten ganz unspektakulär mit "im Hara konzentriert" ausgedrückt.
Andere sind für das verantwortlich, was sie tun, ich für das was ich tue. Gott greift da nicht ein, er dient mir als Orientierung, wenn die mal verlorengegangen ist. Sonst tut der gar nichts.
"oder gar der ersatz für das elternhaus?? ich fühle mich geborgen und beschützt!"
Die Welt ist größer als ein Elternhaus, und so benötige ich etwas größeres in dem ich geborgen und beschützt bin. Das ist kein Ersatz, es ist eine Erweiterung.
"auch das gefühl der einsamkeit könnte ein grund sein??? wir leben in einer gemeinschaft!"
Gemeinschaft wird dem Einzelnen sehr oft nicht gerecht. Dies führt oft zu einer Einsamkeit. Diese wäre unerträglich, wäre da nicht diese alles durchdringende Energie. Mit der verbunden ist Einsamkeit kein Leiden, sondern eine Befreiung. Wir dürfen nicht vergessen, dass wir allein geboren werden und allein sterben werden. Auch dazwischen sind wir allein. Menschen kommen und gehen, begleiten uns mehr oder weniger lange, aber wir selbst sind immer da (solange wir leben).
Da ist die Gemeinschaft mit dem Alles/Gott sehr hilfreich.
"aber das es die möglichkeit gäbe außerhalb der physischen existenz im bewußtsein ,ich bin,zu existieren erscheint doch wohl auch dem verklärtesten unlogisch und nicht nachvollziehbar! oder etwa nicht???"
Das ist keine Frage einer Verklärung. Wir existieren als körperliche Wesen und auch unser Bewusstsein, wie wir es normalerweise kennen, ist daran gebunden. Als körperliches Leben existieren wir im All und als bewusstes Wesen existiert das All in uns. Wer die befreiende Erfahrung einer Selbstvergessenheit gemacht hat, der weiss, dass er nicht begrenzt ist, aber auch nicht getrennt.
"den gründern und betreibern aller religionen ist zumindestens eine gewisse selbstdarstellung und machtgier nicht abzusprechen."
Dass sie gesehen werden liegt auch daran, dass sie da waren. Ob da Selbstdarstellung und Machtgier eine Rolle spielen, das muss man sie eigentlich selber fragen. Wer einen solchen Weg nachgegangen ist (den Buddhaweg oder den Christusweg zB), der wird wissen, dass weder Selbstdarstellung noch Machtgier ein wesentliches Motiv waren.
"auch das dort in wirklichkeit mit einer fiktiven ware gehandelt wird deren existenz auch bei genauerster und phantasievollster betrachtung nicht nachzuweisen ist ,scheint niemanden wirklich zu stören."
Man kann nur sehen, was man betrachtet. Unsere Existenz benötigt weder Nachweis noch "phantasievolle Betrachtung", sie ist offensichtlich. Wozu sollte man die beweisen?
"ja, selbst erfundene möglichkeiten wie gebete oder lebenswandel durch die ein einfluß im heute dazu dienen soll den rein biologischen vorgang des todes und eine existensmöglichkeit danach zu beeinflussen unterliegen keiner logischen kritik."
Menschen, die nicht verstehen, mögen so denken und handeln. Das ist aber nicht Kernaussage der Religionen. Nicht jeder, der sich zugehörig bekennt, versteht auch, was da abgeht. Ich halte solche Überlegungen für Mißverständnisse.
"der sinn der religionen??
eine frage die man stellen sollte wenn versucht wird eine weltanschauung in eine religion zu verwandeln."
Eine Weltanschauung verwandelt sich in eine Religion, wenn sie dazu geeignet ist, anderen behilflich zu sein beim Klarkommen mit ihrem eigenen Leben. Das macht Sinn.
"nur so ein gedanke ohne wertigkeit eventuell ein diskusionspunkt den es lohn aufzugreifen??"
Ich denke nicht, dass dies alles ohne Wertigkeiten war. Mir scheint es sich um sogenannte Suggestivfragen zu handeln, die ein Hinterfragen falscher Vorstellungen mit diesen begründen. Das ist insoweit ok, als dass jeder Mensch in diese Situation kommt, dass er falsche Vorstellungen übernimmt oder entwickelt und dann die Mühe hat, sie wieder loszuwerden.
Im Christentum wird das Erbsünde genannt, im Buddhismus Illusion.
Daran zu arbeiten lohnt selbstverständlich, denn von seinen Illusionen frei zu sein fühlt sich einfach besser an als damit zu leben.
mipoohji:
"Es bleibt vergeblich, wenn es nicht zum Erwachen kommt."
Das klingt für mich maßlos. Es ist ja nun nicht so, dass überall nur Erwachte im Sinne des Zen/Buddhismus herumliefen und dass alle anderen ausschliesslich vergeblich lebten.
Ein Weg besteht aus vielen Schritten und jeder einzelne zählt.
mipoohji:
Wir haben auch alle unsere Vorgeschichte und unsere Lernprozesse. Uns hier geht es natürlich noch anders als denen, die in einer Meister-Schüler-Begegnung stehen, wenn sie stark gefordert sind.
Mir waren unbequeme Mitmenschen immer lieb, denn sie haben etwas wofür sie sich einsetzen. Es mag schonmal eine falsche Vorstellung sein oder wie bei RT eine sehr eigenwillige Weise sich auszudrücken, hinzu noch kombiniert mit einem gewissen Frust (sowieso nicht verstanden zu werden). Wohin wir kommen können, werden wir nur sehen, wenn wir dranbleiben, und das kann schonmal sehr schwer sein.
Ich denke nicht, dass jemand zum Spaß allein streitet, da ist immer auch eine Suche nach der Wahrheit. Da kann so schnell etwas entstehen, wenn ich mal an "Alterchen und Geißbock" denke, einen Dialog der kürzlich zwischen Allis und mir stattfand. Es war nicht der durchschlagende Erfolg, aber es waren Signale darin, die hoffen lassen, dass all das nicht vergeblich bleibt.
mipoohji:
Ich wusste, dass Dich das mit dem Rosenkranz fordern musste. Es war nicht in dem Sinne gemeint, in dem Du es verstehst (das Rosenkranzbeten), sondern mehr in dem Altfrauenstil... hoffe Du verstehst...
Die Wüstenväter muss ich mir wohl mal etwas anschauen. Was den Unterschied angeht, falls der tatsächlich existiert und nicht mehr darin besteht, dass viele Dinge eben auch nicht mitübermittelt werden konnten, da kann ich Dir sagen, dass ich sehr oft weiss, wie sehr ich in einem Streit gerade auf Messers Schneide gekommen bin und nur hoffen kann, dass mein Gegenüber den Humor erkennen kann, der bei aller Streithaftigkeit nun den Ausweg bietet. Oft ist das (natürlich) leider nicht der Fall, wie Du ja bei den Wüstenvätern auch gesehen hast.
Es bleibt immer die Freiheit, nicht anzunehmen, nicht zu verstehen, auch daran zu leiden, selbst wenn das gar nicht gewollt ist.