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mipoohji:
Ich sprach nie von einer Totenstille, soweit ich weiss, habe ich nicht einmal eine lebendige Stille erwähnt.
Und natürlich, Reiner, hat auch ein Mensch, der Zazen praktiziert, ein ganz natürliches Leben. Mit Diskussionen, mit Lernen, all das ist doch deswegen nicht vorbei.
Ich praktiziere zwischen 45 und 60 Minuten am Tag. In dieser Zeit ist es ja nicht so, dass da in mir gar nichts passieren würde. Es kommen Gedanken, es kommen Gefühle, sie kommen und gehen während ich mich näher kennenlerne. Ich gehe nicht unbedingt stark darauf ein, aber ich will sie auch gar nicht loswerden. In dieser Zeit kommt mein Körper sehr stark zur Ruhe, mein Geist ist wach bis hellwach und ich sehe dem Treiben in mir zu. Gelegentlich vergesse ich dabei, was mir eben noch so wichtig schien und so lerne ich meine Impulse besser kennen. Denn manche tauchen öfter auf, andere weniger oft.
Ich fühle mich dabei wohl und geborgen im Sein, nicht immer gleich, aber oft sehr ähnlich und ich werde mir bewusst, wie gut ich doch in die Natur passe. Ich atme ein und es gibt Atemluft, ich atme aus und da ist Platz der sie aufnimmt.
Da ist nichts geträumt und Buddha hat wirklich wenig damit zu tun.
Ich fühle mich gut und mit diesem Guten stehe ich dann irgendwann auf und trage es ganz natürlich mit mir in den Tag hinein. Ich rechne da nicht auf, Dir habe ich was nettes gesagt, Dir habe ich etwas gegeben oder so. Das passiert einfach so in meinem Leben und ich möchte keinen Dank. Krieg ich aber trotzdem manchmal, genau wie ich mich manchmal bei jemandem bedanke.
Ich weiss nicht woher Deine Ideen über Zazen stammen, mit dem was ich da tue haben sie scheinbar gar nichts zu tun.
Und wie gesagt, es ist nur etwa eine Stunde am Tag, die gönne ich mir einfach. Ich schlafe glaube ich weniger dadurch, zumindest scheint mir das so. Aber selbst wenn nicht, ich finde das bischen Mühe bin ich mir wert.
Kein Heiligenschein, kein Deckmantel, kein Egoismus... das alles spielt dabei gar keine Rolle.
Kritik... zu diesen Zeiten nicht, das würde mir die Zeit versauen. In anderen Zeiten ok. Da kritisiere ich und werde kritisiert, zum Glück nicht nur...
mipoohji:
In der thailändischen Volksreligion, die sich in Anlehnung an Buddhismus auch Buddhismus nennt, gibt es diese Dinge.
Was nützt es, anderen ihren Unverstand mit Unverstand vorzuwerfen? Selber verstehen und freudig geniessen dürfte weit klüger sein.
mipoohji:
Du hast weder eine frohe Botschaft noch den Weg zum Beenden des Leidens verinnerlicht. Deshalb regst Du Dich ganz unnötig über andere auf und bemerkst nicht, wie Du Deine Chance verpasst.
Lass doch die anderen erstmal beiseite, kümmere Dich um Deinen Himmel und/oder Deine Buddhaschaft. Dann, wenn Du sie für Dich verwirklichst, bleibt Dir für die, die Du jetzt noch verfolgen musst, einfach nur ein Mitgefühl. Und das wiederum fühlt sich nicht unangenehm an.
Es sind Angebote an Dich. Wenn Du sie verwirfst hast Du sie nicht verstanden.
Dein Leben ist endlich. So sagst Du selbst. Warum Du es Dir mit Lamentos immer wieder versaust, wirst Du sicher selber nicht wirklich verstehen können. In derselben Zeit hättest Du glücklich sein können.
mipoohji:
Weder die Religion noch das Geld sind verantwortlich für das was schiefläuft.
Es ist immer der einzelne Mensch. Der wiederum kann seine Zuwendung zur Welt, zum Sein ausserhalb seiner selbst bestimmen, nicht aber die Zuwendungen anderer.
So könntest Du ein Heiliger werden oder auch ein Buddha, ohne dass irgendjemand verpflichtet wäre, Dich zu respektieren. Viele sagen sich, dann tue ich es eben nicht und bin genauso wie die, auf die ich schimpfe. Oder sie sagen, ich bin gut, aber die anderen sind schlecht und ich bin deswegen unglücklich und muss dauernd meckern.
Der Wert einer Religion liegt zunächst mal in der Heilung der eigenen Person, danach wird auch die Umgebung profitieren, nur ist das alles kein Geschäft, es geschieht wie von selbst. Nicht einmal eine Angelegenheit auf Gegenseitigkeit.
Wenn Du in ein Kaufhaus gehst um einen Schraubenzieher zu kaufen, dann aber beständig darüber schimpfst, dass es dort Kochtöpfe gibt, dann liegt das daran, dass Du nicht zielstrebig Dein eigenes Geschäft erledigst.
Es gibt keinen Grund sich zu beschweren. Dein Leben ist ein Geschenk des Seins an Dich. Du könntest es sehr geniessen (dann dürftest Du Dich Reiner Genießen nennen). Du kannst aber auch ständig daran leiden, dass das Weltall nicht auf Deine Wünsche hin zentriert geschaffen wurde.
Du wählst aus was Du damit anfängst.
Das ist kein Vorwurf, es ist ein Hinweis.
Zazen lehrt Geduld, mit sich selbst und mit anderen.
mipoohji:
Zu diesem gesamten Ego-Nichtego-Komplex habe ich den Eindruck, dass allein schon "liebevolle Hingabe an das Ganze" (was nicht als Objekt bestimmt werden muss, es kann wirklich einfach alles sein, aber auch Einzelnes. Wenn es zu religiös klingt nehmen wir "Zuwendung zum Sein" oder sowas) völlig ausreicht um die Richtung zu halten. Da gibt es nichts aufzugeben, weil es sich in dieser Haltung ganz von allein verliert.
mipoohji:
Schön, wenn es Dir gefallen hat.
Für mich war es eine Zeit der Distanz zu meiner eigenen Kultur/Herkunft, die mich viel denken und über mich selbst lachen liess.
Ist schon lange her, ich glaube, etwa 5 Jahre. Jetzt lebe ich schon wieder seit 1 1/2 Jahren in D.
Wieder eine ganz neue Situation.
mipoohji:
Ein p und zwei o bitte... soviel Zeit muß sein (bzw erwartet das Ego).
Ansonsten... Allis vergisst beständig alle seine guten Vorsätze. Besonders seine 20 Punkte vergisst er so oft dass er sie beständig wiederholen muss...
Du hast ein großes Problem. Du urteilst beständig über andere, wo doch die Lehre Dir extra ausschliesslich dazu gegeben wurde, Dein eigenes Leben zu verbessern.
Was in "Hitler, Mussolini, Franco, Castro, Stalin und tausende von Egoisten" vor sich geht, geht mich zunächst mal wenig an. Es bringt auch niemandem etwas, sie zu beurteilen und dann vor dem Schatten der eigenen Beurteilung ständig aufgeregt auf- und abzuhüpfen.
Für mich ist die Egofrage sowas von sonnenklar, dass ich mir gar nicht mehr vorstelle, sie sei irgendjemand anderem verborgen. Selbst Dir traue ich das zu, auch wenn Du Dich lebhaft bemühst einen anderen Eindruck zu erzeugen.
Du sprichst von einigen Dingen, die durchaus negativ sind, siehst sie aber bei anderen, vorzugsweise bei Ikkyu und mir. Ich versichere, dass mir selten ein solches Maß an schlechtem Benehmen im selben Sinne begegnet, wie Du es vermittelst.
Ich weiss nicht, was Du unter Konzepten verstehst, es scheint sich vom allgemeinen Konzeptbegriff zu unterscheiden. Bestimmt gibt es für das was Du meinst auch einen eigenen Begriff. Wie kommst Du darauf, dass ich nicht unterscheiden könnte? Ich kann das und tue das, ohne schlechtes Gewissen. Und dabei helfen mir Konzepte. Wenn Dir der Begriff dann doch nicht geläufig sein sollte, dann gehört Dir die Blödheit selbst, die Du da zu erkennen beginnst...
Hochmut kommt vor dem Fall, Allis, und wie ich sehe befindest Du Dich hochmütig im freien Fall...
Keine Sorge, daran stirbt man nicht.
Gruß
mipooh
(in freudiger Erwartung weiterer kindischer Frechheiten eines so ergrauten wie grauenhaften Kollegen)
mipoohji:
Ja, hat bestens geklappt. Halb 12 war ich hier und On ging dann mit den Nachbarskindern ballern...
Ich hab mich da ganz raushalten können und war´s zufrieden. Zur Belohnung bin ich später im Traum "geflogen", nicht ganz sicher, aber schon recht kontrolliert, wie angehende Engel das eben tun...
mipoohji:
Die Struktur eines Forums zu erfassen, ist so leicht, dass es keine besondere Zeit braucht.
Es geht lediglich darum, jeweils zu wissen, bei welchem Posting man sich befindet und demjenigen zu antworten, dem man auch antworten möchte. Es erfordert nicht mehr Aufmerksamkeit und Orientierung als zu wissen wo man sich befindet.
"Antwort" steht jeweils direkt unter dem, was man gerade gelesen hat. Es steht natürlich auch unter jedem anderen Posting, nur wozu sollte man dort überhaupt (geistig) sein, wenn man doch antworten möchte?
Ich möchte Dir überhaupt keine Vorträge halten, denn ich denke nicht, dass Du mir zuhören möchtest.
Du darfst gern Dein Ego in jede beliebige Schranke verweisen, was immer Du dabei wirst. Du darfst auch gern für Dich feststellen, wo Dein Minimum an Ichhaftigkeit liegt.
Von meinem Ego lass lieber die Finger, das unterliegt meiner Verantwortung, nicht Deiner. Ob ich dieses in irgendwelche Schranken verweisen möchte oder nicht, das ist nicht Deine Angelegenheit, ebensowenig wie Du für mich essen oder trinken kannst.
Du musst mich nicht einmal beurteilen (wie Du ja so gern anderen vorträgst). Im Grunde ersparst Du Dir dadurch unnütz vergeudete Zeit.
mipoohji:
Nicht "man" sieht da etwas, es bist Du selbst der Blindheit wahrnimmt. Wo die nun lokalisiert ist, da erscheint es Dir, als sei sie bei mir ...
Wo sie tatsächlich ist, wer weiss das schon...?
Sicher ist, Deiner Aussage zufolge, dass sie in Deiner Wahrnehmung/Deinem Geist existiert.
mipoohji:
Manchmal sind die Schwächen eines Menschen gleichzeitig seine Stärken...
So ist es Dir in diesem Fall gelungen, Dir selbst etwas zu antworten, was Du eigentlich dem Ikkyu verpassen wolltest...
Dass Du nach mehr als einem Jahr nicht einmal die Struktur des Forums bewältigen konntest, erklärt auch, warum Du ein so langes Leben ohne Weisheit zu finden verbringen kannst.
Aber noch bist Du ja im Bereich der gegensätzlichen Existenz. Und da kann es jeden Moment passieren, dass ein Mensch erwacht.... es gibt also immer noch Grund zur Hoffnung.
mipoohji:
Ich hab es schon soweit wie möglich abgemildert. Um 11 geht´s zurück, dann sind wir kurz vor 12 wieder sicher zu Hause... dann Fenster zu und Restluft atmen... immer noch besser als den beißenden Qualm draussen.
natürlich könnte man das Gesamtwerk völlig zerpflücken, da es aber so umfangreich ist, würde da wohl ein Buch daraus werden.
Also beschränke ich mich mal auf die ersten Punkte:
"1. Warum er/sie sich so dagegen wehrt, das Ego abzulegen? Es lässt sich doch nicht vermeiden !"
Es wird jedem klar sein, dass ein Ego gar nicht über den jeweiligen Augenblick hinaus existiert, was sollte das also sein, das man ablegen könnte?
Die Tatsache, dass man spätestens im Tod auch keine Persönlichkeit mehr darstellt hilft auch nicht weiter, denn das ist etwas, worüber man sich jetzt den Kopf höchstens unnötig zerbrechen könnte. Schliesslich existiert man jetzt, also ist es müßig sich über seine Nichtexistenz Gedanken zu machen. Sie entzieht sich sowieso der Vorstellungskraft.
Gesamturteil zu diesem Punkt also: Quark.
"2. Was hilft es Konzepte zu haben, die gewöhnlich doch innert kürzester Zeit verworfen
und durch neue ersetzt werden (müssen) ?"
Du würdest ohne Konzepte Deine Brötchen erfolglos in einer Autowerkstatt suchen und Deine Milch bei C&A. Das macht wohl herzlich wenig Sinn. Diese Konzepte vom Bäcker und vom Lebensmittelladen benötigst Du ebenso wie die vom Verhalten im Straßenverkehr. Sich dagegen aufzulehnen bringt Dir gar nichts, Du würdest auf den Wohnzimmerteppich scheißen und Dir die Zähne mit der Klobürste putzen.
Gesamturteil zu diesem Punkt also: Quark.
"3. Welchen Nutzen haben Meinungen, ausser dass sie allesamt sehr kurzlebig sind und
selten den Tag überleben?"
Ohne eine Meinung würdest Du nicht einen Moment lang leben. Würdest Du Deine Bruni ohne eine Meinung sehen, Du würdest sie sicher nichtmal erkennen.
Ich mach´s mal kurz, Gesamturteil also: Quark.
So könnte man nun wohl durch alle Punkte gehen und müsste feststellen, dass sie überhaupt keine Bedeutung haben ausser dass sie dazu dienen, den Leuten Dinge anzutragen die keinen Sinn machen.
Das kann natürlich im Idealfalle dazu führen, dass jemand das mal kurz durchprüft, feststellt wie blödsinnig das ist und dabei dann auch eine Basis für sein eigenes Leben entdecken muss.
Wäre sowas wie von hinten durch die Brust geschossen, unnötig komplizierend was ganz einfach ist.
Das einzige Licht, was einem also aufgehen kann, wäre, dass im Lichte des Bewusstseins all diese Punkte Quark sind (nicht der zum Essen, sondern der sprichwörtliche).
Vielleicht solltest Du mal selbst überdenken, was Du da eigentlich anbietest und ob Du nicht besseres zu bieten hättest.
Und natürlich, Reiner, hat auch ein Mensch, der Zazen praktiziert, ein ganz natürliches Leben. Mit Diskussionen, mit Lernen, all das ist doch deswegen nicht vorbei.
Ich praktiziere zwischen 45 und 60 Minuten am Tag. In dieser Zeit ist es ja nicht so, dass da in mir gar nichts passieren würde. Es kommen Gedanken, es kommen Gefühle, sie kommen und gehen während ich mich näher kennenlerne. Ich gehe nicht unbedingt stark darauf ein, aber ich will sie auch gar nicht loswerden. In dieser Zeit kommt mein Körper sehr stark zur Ruhe, mein Geist ist wach bis hellwach und ich sehe dem Treiben in mir zu. Gelegentlich vergesse ich dabei, was mir eben noch so wichtig schien und so lerne ich meine Impulse besser kennen. Denn manche tauchen öfter auf, andere weniger oft.
Ich fühle mich dabei wohl und geborgen im Sein, nicht immer gleich, aber oft sehr ähnlich und ich werde mir bewusst, wie gut ich doch in die Natur passe. Ich atme ein und es gibt Atemluft, ich atme aus und da ist Platz der sie aufnimmt.
Da ist nichts geträumt und Buddha hat wirklich wenig damit zu tun.
Ich fühle mich gut und mit diesem Guten stehe ich dann irgendwann auf und trage es ganz natürlich mit mir in den Tag hinein. Ich rechne da nicht auf, Dir habe ich was nettes gesagt, Dir habe ich etwas gegeben oder so. Das passiert einfach so in meinem Leben und ich möchte keinen Dank. Krieg ich aber trotzdem manchmal, genau wie ich mich manchmal bei jemandem bedanke.
Ich weiss nicht woher Deine Ideen über Zazen stammen, mit dem was ich da tue haben sie scheinbar gar nichts zu tun.
Und wie gesagt, es ist nur etwa eine Stunde am Tag, die gönne ich mir einfach. Ich schlafe glaube ich weniger dadurch, zumindest scheint mir das so. Aber selbst wenn nicht, ich finde das bischen Mühe bin ich mir wert.
Kein Heiligenschein, kein Deckmantel, kein Egoismus... das alles spielt dabei gar keine Rolle.
Kritik... zu diesen Zeiten nicht, das würde mir die Zeit versauen. In anderen Zeiten ok. Da kritisiere ich und werde kritisiert, zum Glück nicht nur...
Gruß
mipooh