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mipoohji:
Ist da irgendetwas umwerfend neues am Placeboeffekt?
Diese Erkenntnisse bedeuten weit weniger als Du so denkst, denn der Chemieglaube ist riesig.
Schon vor 2000 Jahren hat angeblich Jesus verschiedene Kranke geheilt. Er sagte dann immer, es war Dein Glaube, der Dir geholfen hat. Eine recht klare Antwort.
Auch in der Hypnosewelt kennt man viele Phänomene. Wenn Suggestionen funktionieren, schreibt man sich das zu, funktionieren sie nicht, findet man Begründungen (Ausreden?).
Vieles ist möglich und machbar, das streitet ja niemand ab. Im psychotherapeutischen Bereich kennt man die Problemverlagerung. Man wirkt auf jemanden ein, ein Symptom verschwindet, ein neues taucht auf. Mal schlimmer als das alte, mal weniger schlimm. Ein Hinweis darauf, dass die Ursache nicht gefunden wurde.
In einem System wie dem Buddhismus als Heilslehre finde ich schon fast etwas kompliziert, dass es vier edle Wahrheiten gibt und einen achtfachen Pfad. Einfach die "innere Automatik" zu aktivieren, die für ein optimales Lebensergebnis selbständig sorgt, finde ich viel einfacher.
Allerdings unterliegt die noch weniger dem Denken und Wollen.
Dass sie grundsätzlich funktioniert, zeigen die Erfahrungsberichte eines Emile Coue, eines französischen Arztes (schätze mal irgendwann Anfang des letzten Jahrhunderts). Der sprach mit seinen Patienten und entliess sie mit der Autosuggestion : Es geht mir mit jedem Tag in jeder Hinsicht immer besser und besser.
Die Erfahrungsberichte sind erstaunlich.
Er hat aber niemals behauptet damit jeden Menschen heilen zu können, er war halt seriös...
Nur... was hat das alles mit Zen zu tun? Ich denke gar nichts. Denn Zazen geht über all solche Dinge hinaus. Muss aber niemand machen!
Wäre doch albern, wenn man wegen ein paar Entgleisungen einiger weniger Leute, wie Sitzen trotz unerträglicher Schmerzen, nun sm zu Zen in der Anwendung deklarieren würde, nicht wahr?
Deshalb kommen auch Aussagen wie, Du bist hier falsch. Mach doch Deine Sachen und versuche sie so ehrlich wie möglich zu benennen, und sei es mit Hokuspokus. Hauptsache es funktioniert. Nur nenne es nicht Zen. Das wäre so falsch wie meine Frau als Deine auszugeben, nur weil sie auch weiblich ist...
mipoohji:
Was meinst Du mit Beten? Diese unwürdigen Bittstellereien um Lotteriegewinne? (oder ähnlich sinnlose Formen) Es gibt nur eine sinnvolle Form des Gebets. In der Ausführung ist die identisch mit Zazen. Neulich sagte mir ein lieber Mensch, für sie sei es (nagel mich nicht auf die genauen Worte fest) "unter dem Auge Gottes sein". Da hatte ich kein Problem, es als dasselbe wiederzuerkennen.
"sm" sprichst Du von Fremd- und Selbstquälereien? Dies unter dem Vorzeichen Liebe? Ich hoffe nicht.
Kasteien ist genauso albern, Sitzen mit starken Schmerzen übrigens ebenso. Buße tun? Welche Formen meinst Du? Wiedergutmachungen oder Selbstquälereien? Das eine macht Sinn, das andere nicht.
Geh mal etwas differenzierter um mit der Welt in der Du lebst, dann findest Du sinnloses und sinnvolles.
Ich käme nicht auf die Idee dies miteinander zu verwechseln nur um rechtzuhaben.
mipoohji:
Ach komm, Angeberei kann ich da nur sagen.
Enthülle Deine Geheimnisse, wenn es soweit ist, alles andere ist leeres Gerede bzw Irreführung (bzw Werbung, was aber nichts anderes ist).
mipoohji:
Ich denke vor allem für Dich selbst.
Mit ein wenig Nachdenken dürfte jeder erkennen, dass es schon schwierig ist, in nur zwei oder drei naturwissenschaftlichen Disziplinen wirklich informiert zu sein.
Wenn hier von Quantenphysik die Rede ist, dann gewinnt mir das nur ein müdes Lächeln ab. Dieselben Leute sind derart ungebildet, dass sie nichtmal mit Schriftsprache einigermaßen umgehen können. Da werde ich nicht erwarten, dass sie Quantenphysik verstehen.
Biochemie... komm mal runter, Du hast mal Karate so einigermaßen gelernt, vielleicht hier und da was sonst noch. Will das auch gar nicht schmälern, soweit Du es verstanden hast wird es schon ok sein.
Nur versuch doch nicht den Eindruck zu erwecken auf allen Gebieten eine Kapazität zu sein. Das wirkt nur unglaubwürdig.
mipoohji:
Unfug wie immer...
weil Du nicht lernen möchtest sondern lehren. (Dies, obwohl Du gar nicht verstanden hast wovon die Rede ist)
Makyo bringen nichts auf dem Weg zum Gewahrsein dessen was ist. Dass man sich in Phänomenen verlieren kann, genauso wie im Suff oder einer sonstigen Sucht, weiss doch nun fast jeder auch ohne Zenmeister.
Selbst an einer Erleuchtungserfahrung anzuhaften bringt nichts.
Wenn Siddhi also steuerbar sind, dann steuere sie und schau wohin Du damit kommst. Und wenn Du nicht weiterkommen solltest, wende Dich vertrauensvoll an jemanden, der Dir da wieder raushilft.
Solltest Du aber unter Siddhi ganz simple und alltägliche Phänomene ansprechen, wie zB das Mitgefühl, dann nenne es doch einfach so wie es allgemein genannt wird.
Mit den Siddhi hast Du dasselbe Problem wie mit Gott oder Religionen. Für den der sie nicht versteht sind sie uninteressant oder ein weites Feld falscher Vorstellungen. Lies nur mal, was für ein Unsinn zu Siddhi geschrieben wird, dann wirst Du entdecken, dass da etliches hinzugedichtet wurde. Guck nur mal in Wikipedia...
besonders der Abschnitt "gewöhnliche Siddhi".
Ich hab schon Dinge gewusst, die ich nicht hätte wissen können und ich habe schon mit geschlossenen Augen gesehen. Also fremd ist mir das nun nicht. Ich sehe aber nicht irgendeinen Grund sowas zu kultivieren.
mipoohji:
Falsche Grundannahme - falsche Schlußfolgerungen... so geht das...
Gott ist nicht ausgedacht, es sind Götzen, die ausgedacht sind.
Da wo Menschen Gott das Götzenhafte andichten, da hast Du völlig recht in Deinen Schlußfolgerungen. Das passiert weit häufiger als uns das lieb sein kann.
Da wo eine direkte Erfahrung stattfindet, wirst Du kein Problem haben, dieses Erfahrene mit Gott zu bezeichnen. Du kannst es auch lassen, aber dann wirst Du unter Wissenden ziemlich stumm werden.
Sich ohne eine solche Erfahrung als Wissender zu betrachten beinhaltet, sich lediglich in einer Vorstellungswelt aufzuhalten. Für viele Dinge mag das reichen, wesentliche Fragen bleiben dann aber offen. zB die, warum wir lieber glücklich sind als unglücklich...
mipoohji:
Wenn Du etwas darunter verstehst, dann sollte dies auch auszudrücken sein. Aber es hat schon gute Gründe dies nicht zu tun.
Die Problematik ist wohl dieselbe wie bei anderen Begriffen aus dem Bereich der Religion bzw des Erlebens (hier hätte ich fast spirituell gesagt, aber das würde bereits eine Nuance bringen, die ggf falsche Vorstellungen schafft).
Sie besteht darin dass Gott, Erleuchtung, Satori, Nirvana etc Begriffe sind, die etwas benennen, was durch Erfahrung(en) jenseits von Vorstellungen existiert.
Nun zu den guten Gründen...
Große Teile unserer Kommunikation laufen über die Anregung von Vorstellungen. Wir können das hier sehr gut beobachten. Manche Vorstellungen sind durchaus brauchbar dazu, zB einen Strand kann jeder sich vorstellen. Wenn ich nun jemand anrege sich den Strand meines letzten Urlaubs vorzustellen, dann hilft ihm das zu verstehen wovon ich rede während ich ihm davon erzähle. Abweichungen erscheinen unkritisch, es kommt auf einzelne Palmen oder Felsen oft nicht so an.
Das was jenseits von Vorstellungen liegt, selbst jenseits der eigenen, ist damit nicht mehr vermittelbar. Hier braucht es direktere Kommunikationsformen, Intuition wäre zu nennen.
Dabei gilt es noch zu bedenken, dass sowohl der Kommunikant als auch der Kommunikator sich bewusst sein müssen, dass jede (weitere) Erfahrung wieder jenseits der Vorstellungen liegen wird. Das ist nicht gleichzusetzen mit unerfahrbar wie wohl viele meinen.
Darum ziehen es wohl auch viele seriös religiöse Menschen vor, gar nicht darüber zu sprechen, zumindest, insoweit sie feststellen, sich im Bereich von Vorstellungen zu bewegen.
Um mal wieder etwas praktischer zu werden, im Zen ist es einigermaßen verpönt, über Erleuchtung zu reden. Wie ich denke, genau aus diesen Gründen.
Derjenige der sie erlebt, wird sie nicht von sich weisen, derjenige der sie nicht erlebt, ziemlich sicher...
Trotzdem ist uns aber bekannt, dass Meister Satori bestätigen. Es gibt also ganz eindeutig eine Kommunikationsebene dafür.
Auch das fällt natürlich unter dieselben Bedingungen in der Kommunikation.
Theoretisch wirkt das kompliziert und nachvollziehen kann das wohl nur jemand, der (aus eigenem Erleben) weiss wovon die Rede ist... so ist das nunmal...
mipoohji:
Der Gott Deiner Vorstellungen kann es nicht weil Du ihn nicht erschaffst, sagst Du. Trotzdem wünscht Du dass er Dir den Buckel runterrutscht.
Das "leider" steht da, weil ich ja weiss wie ungern sich Menschen von ihren Illusionen trennen. Sei es eine Illusion von Gott sei es eine Illusion von Nicht-Gott.
Was sinnvoll Gott genannt werden kann könnte Dir ebenfalls nicht den Buckel runterrutschen, also ist da sogar im besten Fall ein Stück Illusion.
mipoohji:
"Gott kann mir mal den Buckel runterrutschen"
Das wird leider nicht möglich sein...
Ist schon komisch, wenn jemand sich unbrauchbaren Definitionen anschliesst und anschliessend darüber schimpft...
Sagte schon Kabir (sinngemäß): Oh Verstand, Du wundersames Ding! Erst lässt Du mich eine Figur herstellen und dann lässt Du mich sie anbeten!
Wenn der Begriff Gott einen Sinn haben soll, dann muss man mit Definitionen sehr vorsichtig sein.
Wenn man ihn (den Begriff) nicht mag, wozu ihn gebrauchen?
mipoohji:
Frage zwei und drei sind nicht konsequent aufeinander abgestimmt bzw fällt eine weg, wenn die andere gestellt wird.
Ausserdem würde ich nicht gern von unpersönlich sprechen, lieber von transpersönlich, aber lassen wir mal die Genauigkeit an der einen Stelle.
Dann kann dieses Unpersönliche kein Mitgefühl haben, es ist Mitgefühl.
Es hat keinen Grund erleuchtet zu werden es ist Erleuchtung.
Einen Erleuchteten, der nicht unpersönlich (unter Vernachlässigkeit der Genauigkeit des Begriffs) wird kann es nicht geben, siehe Antwort zwei.
Richtiger wäre also als Frage drei: kann trotz Erleuchtung wieder eine Person existieren?
Ja.
Nur ist es sogar müßig darüber zu sprechen, denn wer es weiss sagt es nicht und wer es sagt weiss es nicht... (wie man an den Fragen ja bemerken kann)
Hab es trotzdem mal gesagt, aber wie gesagt, es ist müßig...
mipoohji:
Als wenn Du was über die Biochemie des Körpers wüsstest, geschweige denn die chemischen Vorgänge in der Wahrnehmung...
Du trägst ja wieder mal dick auf!
mipoohji:
Was daran war jetzt erhellend?
Waren die Inquisitoren denn überhaupt Christen?
Ich denke nicht, denn sie haben absolut lieblos gehandelt. Da juckt es mich doch wenig wie sie sich genannt haben.
Wenn ich den Sinn einer Sache finden möchte, bringt es nichts, sich mit einem Unsinn zu befassen. Da muss man schon etwas nachdenken, auch mal Dinge zurechtrücken. Wie bei einem Puzzle. Egal ob das Teil von der Form her passt, wichtig ist ebenso, ob es ins Bild passt. Umgekehrt ebenso, ist egal ob es farblich passen könnte, wenn die Form nicht stimmt, krieg ich das nicht zusammengepfriemelt.
Erst wenn es passt, dann passt es. Genauso geht es mit den Belangen der Religion.
Was nicht befreit mag jemand völlig overdressed im Priestergewand getan haben, aber was hat das mit Religion zu tun? Da kann man schon was klären. Wenn man den Sinn entdecken möchte (unter all den Traditionen, die durchaus verrückt sein können).
mipoohji:
Ganz sicher bewirken auch andere etwas damit dass sie Zazen sitzen. Das ist aber sehr schwer zu vermitteln, denn es geht um etwas, das so gut wie nicht auf einer Denkebene passiert. Deshalb ziehen sich manche lieber mit sowas wie "sinnlos" aus der Affaire oder damit, dass "nichts" erreichbar wäre.
Wenn das alles ist was Dich stört, dann ist das ein relativ kleines Problem (für mich).
Diese Diskussion gab es ja erst kürzlich für mich und da habe ich mich sogar für ein paar Tage zurückgezogen, weil es mir zu bunt wurde.
Es sind da mehrere ganz unterschiedliche Ebenen zu beachten. Eine davon ist die Schwierigkeit des Ausdrucks, eine andere die ganz persönliche Sprachlosigkeit, eine weitere, dass Zen-Meister Dinge gesagt haben, die nicht im Kontext verstanden werden sondern als absolute Aussage gewertet werden.
Würde mir persönlich in direkter Begegnung ein Kodo Sawaki sagen, Zazen bringe nichts, dann würde ich ihm sagen "fass Dir mal an den Kopf".
Wenn ich es aber nur lese, dann bleibt mir die Möglichkeit, zu verstehen, dass es wohl einen guten Grund gehabt haben kann, sich derartig zu äussern.
Da muss ich weiterdenken und nicht einfach sagen, der Mann spinnt wohl.
Dieselbe Problematik kenne ich inzwischen aus Religionen allgemein, dass Dinge keinen Sinnzusammenhang zu haben scheinen, bzw dass ich ihn suchen muss, weil die Worte unverständlich erscheinen.
Überleg Dir, welchen Weg Du da wählen willst. Bisher hast Du eher den destruktiven Weg gewählt und mE dabei falsche Schlüsse gezogen.
Nur denke nicht, dass das alles so ganz leicht zu lösen wäre. Insbesondere dann nicht, wenn man diese Praxis nicht hat, also nicht sitzt.
(Be)schreibfehler?
Gruß
mipooh