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mipoohji:
Ich las neulich von einer Versuchsreihe bzgl Entscheidungen. Dort fand man heraus, dass bei den untersuchten Entscheidungen bis zu 7 Sekunden vor der vermeintlich spontanen Entscheidung bereits messbar war, welche Entscheidung getroffen werden würde.
Also nicht etwa ein Zeitraum zwischen Wahrnehmung und Entscheidung, der einem Denkprozess zur Verfügung gestanden hätte, sondern eine messbar und wohl statistisch gesichert vorhandene Entscheidung, die erst bis zu 7 Sek später bewusst wurde.
Hier: http://weltderwunder.de.msn.com/mensch-und-natur-article.aspx%3Fcp-documentid=9447594
ist etwas mehr dazu zu lesen.
(Meines Erachtens kein Widerspruch zur freien Entscheidung, sondern eine Erläuterung auf welchem Weg sie stattfinden und inwieweit das, was wir im Alltag Bewusstsein nennen, überhaupt beteiligt ist.)
mipoohji:
Nun, ich kenne Leute, die haben an derselben Stelle (von aussen gesehen) kein Problem, wo ich eines habe und umgekehrt.
Ich esse Oliven immer noch sehr selten, meist bleiben die auf dem Teller. Es gibt Tage, da esse ich sie.
Eine große Liebe wird das nie.
mipoohji:
Mal ein Beispiel aus einer Gruppe die nicht Zen war.
Ich war in Indien auf einem Fest mit ca 70 000 Menschen und es tat mir alles sehr gut.
Nach einer Veranstaltung gingen wir spazieren und kamen nah bei Leuten vorbei, die gerade Technik abbauten.
Wir, ganz dezent, hielten uns in gebührendem Abstand um niemanden zu behindern, guckten aber auch neugierig diese Dinge an. Da war dann einer der Leute, die eigentlich service-blissed-out ihre Arbeit tun sollten und schnauzte da sämtliche vorbeigehenden unfreundlichst an, man solle sich gefälligst nicht nähern.
Selbe Gruppierung, eine Security-Lady an ihrem Posten. Ich, freundlich und auch neugierig, schaute mich dort um und wurde mißtrauisch und unfreundlich "weggejagt". Fand ich voll ätzend, denn der Bereich, den sie sichern sollte, war meinerseits völlig akzeptiert, ich hätte da niemals etwas gemacht was nicht erwünscht war.
Das sind so Begebenheiten, die an solchen Orten einfach nicht dazugehören. Diese Service-Leute wären besser von ihrem Job zurückgetreten und hätten Platz gemacht für Leute, die wenigstens freundlich genug sind.
mipoohji:
Ich hab mal beim Tönen mitgemacht, sowas kann ich, stört mich kein bischen, die Erfahrung ist ok.
Das Rezitieren von (teils sehr langen) Texten, die der Einfachheit halber in Lautschrift dargestellt werden, aber aus Worten bestehen, deren Bedeutung man zumindest kennen sollte, finde ich schon schwieriger. Selbst wenn ich dann eine Übersetzung gelesen habe. Ich kann mich da nicht ohne weiteres mit identifizieren und möchte sowas eben nur mit ganzem Herzen tun. Genau das ist ja der Punkt, ich soll das tun, bevor mein Herz davon berührt ist...
Diejenigen, die da voll drinstecken, verstehen manchmal gar nicht mehr, was Neulinge da bewegt.
Erinnere mich an eine Lehrerin, die mir ganz erstaunt sagte, "wir haben doch kaum Rituale" während ich mich von unerklärlichen merkwürdigen Handlungen völlig umfangen sah....
mipoohji:
Nun, ich verstehe schon was Du da so sagst...
ich denke, man müsste konkrete Situationen darstellen um nachvollziehbar zu machen, was wie geschieht und was mich wie stört.
Was Mann/Frau angeht, da habe ich auch schon andere Erfahrungen gemacht. Zwischen frei und Pantoffelheld sind noch Welten. Und mit meiner jetzigen Frau bin ich sehr dicht an frei.
Rücksichtnahmen entstehen da völlig ungefragt aus meinem eigenen Willen.
Rituale und Traditionen, soweit sie allgemeingültig sind, damit habe ich nur die Einschränkung, dass für mich ab einem gewissen Punkt eine Überfrachtung da ist, die ich nicht so mag. Das schliesst halt einige Gruppen aus. Sollen die japanische Verse murmeln, ich tue sowas nicht.
Aber selbst in Gruppen, die "ritualarm genug" sind, gibt es dann doch immer wieder diese Gruppenpositionen und merkwürdigen Verhaltensweisen, die mit der Gruppe als solcher vielleicht theoretisch nichts zu tun haben, in der Praxis aber doch empfindlich stören. Gerade hier könnte man das an konkreten Situationen wohl besser verständlich machen, nur finde ich nicht, dass dies so gut ins Forum passt.
Natürlich beschäftige ich mich mit diesen Dingen und natürlich frage ich mich nach Anteilen, die bei mir liegen und die ich ändern kann. Das ist aber nicht was mich zurückhält.
mipoohji:
In diesem Falle selbst zu entscheiden was ich tue.
Ohne irgendwelche schrägen Ansprüche, die mich zwingen sollen jemand anderem zu genügen.
Da sind wir auch dicht am Punkt. Ich möchte sowas mit anderen auch nicht tun, erlebe aber so oft dass sie es mit mir versuchen. Ihnen ist dabei egal, was ich fühle, hauptsache sie ziehen ihr Ding durch.
Oft meinen sie sogar mir damit was gutes zu tun...
mipoohji:
Es ist mir wirklich nicht leicht, denn ich möchte nicht ein "mich einfügen". Meine Frau macht es mir da sehr leicht (ausser wenn sie Nikotinentzug hat), sie toleriert meine Freiheit.
Das ist in Gruppierungen oft nicht so. Ich hab das mehrfach versucht. Wenn ich dann an den Punkt komme, dass die Gruppe mir nicht Hilfe ist, sondern Hindernis, dann wird es schwierig.
Wenn nur mal da und dort jemand gerade etwas spinnt, das stecke ich noch relativ locker weg, aber wie gesagt, da gibt es Grenzen.
mipoohji:
Die einzige Alternative wäre, Deine Beiträge nicht zu lesen. Dazu möchte ich mich aber noch nicht entschliessen, denn ich habe noch Hoffnung.
Du nervst unnötig herum. Sag einfach Neti neti und schreib das nicht auch noch. Ist ziemlich lästig es dann auf einmal wieder unter fast jedem Beitrag lesen zu müssen.
mipoohji:
Du verzweifelst nur an Deiner eigenen Dummheit. Die besteht darin, dass Du Zusammenhänge nicht richtig zuordnest.
Auslösender Faktor für Adrenalinproduktion ist in Deinem Beispiel Wut. Sagst Du doch selbst (ich hab nicht nachgeprüft ob Wut Adrenalin ausschütten lässt). Und danach sagst Du, der auslösende Faktor sei im physischen Bereich vorzufinden...
Entscheide Dich mal und spiel nicht Verwirrung.
Wenn Du in solchen grundsätzlichen Überlegungen schon solche Fehler machst, wie soll dann noch eine Schlußfolgerung richtig sein?
mipoohji:
Das ist mir immer ein Anliegen, das Kind nicht mit dem Bade auszuschütten.
Makyo im Zen anwenden... das ist etwa so, wie sich beim Nageln auf den Daumen zu schlagen.
Nichts gegen Daumen... und wenn es passiert, ist es kein Beinbruch, aber bitte nicht noch absichtlich...
mipoohji:
Ohne auf die völlig unnötigen Angriffe einzugehen, kann ich Dir aber kurz etwas zu meinem Namen erklären.
Ich bekam ihn nach sehr kurzer Zeit in TH von meiner Frau. Kurz danach nannten mich alle Menschen dort so, selbst Amtspersonen. Du kennst es sicher, dass in TH jeder einen Rufnamen bekommt, der mit dem im Paß nicht viel zu tun hat.
Ich hab mich damals daran gewöhnt und seitdem nenne ich mich so. Google mal danach und Du wirst sehen, wo ich mich schon überall so aufgehalten habe. Mit meinem, wie ich finde, korrektem Namen.
Vor Thailand habe ich meinen deutschen Namen verwendet und so langsam kehre ich dahin zurück, weil mich wieder mehr Menschen so nennen.
Was meinen Lebensunterhalt angeht, ich zahle sowohl den als auch den meiner Frau aus meinem eigenen Geld ohne fremde Hilfe in Anspruch zu nehmen.
Ich bin nicht stolz und ich "bete täglich darum", es niemals zu werden.
mipoohji:
Wenn Du unter Glaube, wie viele, verstehst, einfach mal was zusammenzudenken und dann für richtig zu erklären, dann stimme ich Dir zu. Das ist Unwissenheit und muss geklärt werden.
Sobald aber, was viel sinnvoller ist im Bereich Religion, Glaube den Wert von Vertrauen hat, und dieses durch Erfahrungen bestätigt wird, dann sollte dies keinesfalls angegriffen werden.
Illusionen helfen nicht im Leben, Vertrauen hingegen sehr.
mipoohji:
Deine Einsicht geht gegen Null, Deine Abwehr ist recht hoch. Zu was brauchst Du überhaupt Gesprächspartner?
Du schreibst recht konfus, aber ich gewöhne mich nicht daran.
"eine gemütsverfassung chemische prozesse auslösen kann. die wiederum werden aber von physischenbereich ausgelöst"
Lies einfach mal diesen (Deinen) Satz und frag Dich mal ob Du noch irgendwie "normal" bist. Denn Du hast Dich da kaum einfach nur "verschrieben".
Gruß
mipooh
PS Im allgemeinen Sprachgebrauch spricht man von Ideen. Wozu mentale infos als Begriff einführen?
mipoohji:
Ich bin mit einer Verglaubung, wie Du es nennst, nie einverstanden. Deshalb ist es in der Tat schwierig eine Gruppe zu finden.
Trotzdem erkenne ich auch den Sinn der Zurückhaltung bzgl mancher Begriffe und frage mich immer wieder ob ich es verantworten kann, sie zu benutzen.
An vielen Beiträgen erkenne ich, dass ich manchmal lieber hätte schweigen sollen, aber wer weiss das schon immer vorher, wenn er mißverstanden werden wird.
Wo sich jemand Pfründe sichern will, hat derjenige doch eh keine echten Chancen, das beeindruckt mich weniger. Wenn ich rede statt zu schweigen, dann deshalb, weil ich vermeiden möchte, dass jemand um Wahrheiten betrogen wird. Dabei weiss ich, dass ich vermeiden möchte selber zum Betrüger zu werden, auch ungewollt.
mipoohji:
Bedeutet das, dass Du Dich niedergemacht fühlst, wenn Du Dich einfach siehst wie Du bist?
In Deinen Wunden mag ich nicht rühren, das bringt weder Dir noch mir was.
Sieh einfach zu, dass Du die Wärme geniesst dort in TH und lass Dich nicht von der Immigration erwischen.
Also nicht etwa ein Zeitraum zwischen Wahrnehmung und Entscheidung, der einem Denkprozess zur Verfügung gestanden hätte, sondern eine messbar und wohl statistisch gesichert vorhandene Entscheidung, die erst bis zu 7 Sek später bewusst wurde.
Hier: http://weltderwunder.de.msn.com/mensch-und-natur-article.aspx%3Fcp-documentid=9447594
ist etwas mehr dazu zu lesen.
(Meines Erachtens kein Widerspruch zur freien Entscheidung, sondern eine Erläuterung auf welchem Weg sie stattfinden und inwieweit das, was wir im Alltag Bewusstsein nennen, überhaupt beteiligt ist.)
Gruß
mipooh