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mipoohji:
Nur ein ganz kleiner Höhenflug und schon halbblind?
Sag Bescheid, wenn Du wieder landest, dass wir Dich auffangen können (wer nicht fliegen kann wird auch nicht besonders geübt im Landen sein)...
mipoohji:
Ach lass mal, da gibt es nicht viel zu lernen.
Im Gegenteil, Du wirst nicht einmal merken, wenn Dich nichts mehr stört und das kann von einer Sekunde zur nächsten so sein.
Wie? Bemerke, wenn es Dich stört und erinnere Dich, dass Du gerade keine Zeit hast Dich darum zu kümmern (da Du ja nur Sitzen wolltest). Das machst Du ein, zwei, drei mal und schon ist das Problem gelöst...
(leg mich jetzt nicht auf Zahlen fest, nur weil ich sie genannt habe).
mipoohji:
Wenn der Verkehrslärm so störend ist, dass Ohrstöpsel benötigt werden, ist naheliegend, dass auch Vibrationen übertragen werden, die ebenfalls Störungen bewirken.
Ich wohne gerade an so einer Straße und letztere stören mich mehr als der Lärm.
Es hat keinen wirklichen Vorteil, Hilfsmittel zu benutzen. Denn es geht nicht darum nichts zu hören, sondern darum, sich nicht stören zu lassen. Das eine ist ein sensorischer Vorgang das andere ein emotionaler.
Andererseits kann das Verlangen nach Ohrenstöpseln negativer wirken als die Ohrstöpsel selber.
Entscheide für Dich, denn die Konsequenz liegt ja auch bei Dir. Ein heißer Tip sind sie jedenfalls nicht. Wurde alles schon probiert und verworfen...
mipoohji:
Es ist das Selbst in dessen "Beherrschung" man sich einübt. Dass dies nicht gelingen wird, liegt in der Natur des Selbst, (welches bereits durch sich selbst beherrscht ist). Aber man wird dadurch entschädigt, dass es sich offenbart.
Darüberhinaus bewirkt Übung, dass das nächste Üben geübter vonstatten geht...
Ich bekleide keinen Beruf, ich bin auch diesbezüglich derzeit (schon etwas länger) frei.
mipoohji:
"aber sieh mal zazen beschreit das passive betrachten der welt und ihrem wesen in all seinen erscheinungsformen. "
Zazen beschreibt gar nichts. Zazen ist eine Übung.
"zen ist die lehre von der handhabung der geistigen kräfte und dem verständnis für die okulten naturgesetze und ihrem wirken."
Davon weiss ich nichts. Mir ist nichts okkult.
"wenn du dir die frage stellst worauf ich warte dann stellst du dir also fragen,aber das ist doch kein zazen mehr oder?? "
Richtig, im Zazen stelle ich keine Fragen, sondern erfahre Antworten. Auch auf Fragen die gar nicht gestellt wurden. Ich bin aber zu höflich, Dir einfach meine Antworten um die Ohren zu hauen, deshalb stelle ich Fragen.
"zenleute erheben sich aus dem zazen wenn sie anfangen fragen zu stellen. "
Nochmal, Zazen ist eine Übung. Von daher ist es richtig, dass Fragen erst entstehen können, wenn die Übung beendet wird.
Soweit ich es verstehe, wird die geistige Haltung des Zazen soweit als möglich in den Alltag integriert. Ich tue dies, mal mehr mal weniger gelingend, seit vielen Jahren und es ist mir niemals "gelungen" in einen Status zu geraten. Dies entspricht einfach nicht der Funktionsweise des menschlichen Geistes.
So wenig es möglich ist, die Hand in den Fluß zu halten um damit den Fluß zu stoppen, so wenig ist es möglich, durch das Festhalten einer Information aufsteigende Bewusstseinsinhalte zu stoppen.
Was man tun kann, ist sie vorbeiziehen zu lassen, sie offenbaren sich unterdessen genauso gut, als versuche man sie festzuhalten. Nur werden sie nicht aufdringlich oder vereinnahmend. Ich sehe da einen großen Vorteil, denn sie binden mich nicht.
Mit anderen Worten, auch die von Dir angesprochenen Dinge sind keine unbekannten Größen. Nur gibt es so vieles mehr. Wozu also sollte ich mich festlegen lassen?
Für mich ist es unerheblich, Informationen anzusammeln, auch wenn ich dies immer wieder tue. Ich weiss bereits, dass ich vergehe wie sie, wenn ich sie vorbeiziehen lasse und sie mit mir, auch wenn ich sie manchmal mühsam loslassen muss. Mich befreit dies und das ist mir lieb so.
In diesem Sinne lasse ich Dich mal einfach ziehen... Halte fest, was Du magst, es wird vergehen wie Du. Solange es Dich glücklich macht, so zu handeln, wie Du es tust, werde ich mich sicher nicht in den Weg stellen wollen.
mipoohji:
Zitat von Klaus und Klaus: "Tanzt Du gern?" "Warum lerns´ das denn nich mol?"
Ich weiss nicht worüber Du schreibst, Du verwendest die Begriffe Zen und Zazen. Sollte ich also mal annehmen, dass Du darüber schreibst.
Ich erkenne in dem was Du schreibst aber weder Zen noch Zazen, nichtmal ansatzweise.
Scheint also etwas anderes zu sein, wovon Du schreibst. Warum Du es mit Zen und Zazen etikettierst... mir ist es schleierhaft.
Vielleicht solltest Du Dich mal damit beschäftigen. Ich meine jetzt Zen und Zazen. Vielleicht merkst Du dabei dann selber, dass das wovon Du erzählst, etwas ganz anderes ist. Dann bräuchtest Du nur noch die richtigen Etiketten aufzukleben und schwupps... passt´s wieder.
mipoohji:
Deine Unterscheidung von Zazen und Zen wirkt auf mich künstlich.
Ich habe gar nichts entdeckt, mir hat sich mein eigenes Wesen offenbart und selbst das dürfte nur von jemandem nachvollziehbar sein, der es selbst erlebt hat.
Wie leben in Augenblicken, Situationen. Die "Steigerung" des Augenblicks ist der nächste Augenblick. Von Sterben keine Rede...
mipoohji:
Auf einer abstrakten Ebene mögen wir etwas erreichen wollen - Erleuchtung, aber in unserem realen Leben müssen wir eingestehen, dass wir nicht recht wissen, wie wir sie erreichen sollen. (Ausser denen, der es zu wissen vorgeben, aber ganz offensichtlich unerleuchtet sind.)
Zazen ist praktische Ebene. Von daher ist es nicht hilfreich, die Absicht beständig im Sinn zu haben. Es wäre wie eine Speisekarte zu lesen oder ein Kochrezept anstatt zu essen. Das macht nicht satt, im Gegensatz zum einfachen Essen.
Was wir wissen ist, dass wir günstige Voraussetzungen schaffen können und damit begnügen wir uns. Dies deshalb, weil wir einsehen, dass es uns nur verrückt machen würde dies nicht zu tun.
Deshalb sagt man, im Zen gehe es nichtmal um Erleuchtung und deshalb ist diese Aussage auch richtig.
Andererseits wäre es nicht falsch, wenn Du sagen würdest, Du sitzt absichtslos um überhaupt eine Chance zu haben, Deine Absicht zu verwirklichen.
Erleuchtung ist ein ganz natürlicher Zustand, wir sind nicht natürlich genug, in ihm zu sein. Darum lassen wir ganz natürlich los und lassen uns sein.
Viele Menschen haben berichtet, unter eben diesen Voraussetzungen zur Erleuchtung gelangt zu sein. Es gibt keinen vernünftigen Grund daran zu zweifeln. Das was sie sonst noch alles so sagen lässt erkennen, dass(ob) sie Autorität besitzen, ob sie glaubwürdig sind.
Für manche mag es unmöglich sein mit diesem Paradox zu leben, absichtlich absichtslos zu sein. Stattdessen wollen sie herausfinden, welche genauen Handlungen zu welchen Ergebnissen führen. Sie werden auch nichts anderes erfahren können.
Zazen (oder Meditation schlechthin) führt über dieses hinaus in den Bereich dessen, was wir nicht einmal zu träumen gewagt hätten. Und doch ist nichts daran überraschend, denn es ist uns vertraut was wir entdecken.
Es ist ok wie es ist, das Zazen, es gibt daran nichts zu verbessern, wie mancher es vorgaukeln möchte. Gaukler halt...
Lieben Gruß und weiterhin viel Freude am Zazen,
mipooh
mipoohji:
Hast Du jemals in ein paar Wochen gelernt, mit verbundenen Augen einen Bogen zu spannen und das Ziel zu treffen?
Ich nehme mal einfach vorweg, dass es wohl eher nicht so ist.
Darum dann die Frage, warum ein solches Beispiel?
Das macht unglaubwürdig und es ist völlig unnötig.
Beschreibe so gut wie möglich das, was Du tatsächlich praktizierst, das würde ausreichen und liesse den Weg zu Deiner Realität offen.
Alles andere ist "Geschwafel" (und als solches unter Findenden unbeliebt).
mipoohji:
Worauf ich hinaus will ist, dass all diese Dinge unerheblich sind, es sogar nicht ganz unkritisch ist, sich mit ihnen zu ausgiebig zu beschäftigen.
Was ich an Dir oder auch an Irmela wahrnehme, Ihr riskiert für Eure "Spezialitäten" Eure Kommunikationsfähigkeit. Ihr werdet nicht verstanden. Nicht, weil es all das nicht gäbe, wovon Ihr sprecht, sondern weil Eure Begriffe unscharf sind. Hinzu kommt ein gewisses Maß an Überheblichkeit. Als sei an diesen Dingen irgendetwas besonderes (in dem Sinne, dass sie irgendeinem Menschen nicht zugänglich wären, man sie genauso mühsam erlernen müsste, wie Ihr sie erlebt/bezeugt).
Sich auf wesentliches zu konzentrieren, seinen Geist überschaubar zu halten, das sind für mich Dinge, die mein Leben handhabbar belassen. Also haben diese Eigenschaften für mich Vorrang vor "Astralreisen", "dritten Augen", "durch die Füße atmen", "Heilungen" etc.
Ich möchte meine Fähigkeiten einfach nur benutzen, wie sie hier oder dort benannt werden, das ist mir relativ wurscht. Wenn jemand meines wohltuenden Einflusses bedarf, keine Sorge, er bekommt ihn. Dabei bleibt für mich unerheblich, mir darüber Gedanken zu machen, wer nun was gekonnt getan hat und unter Verwendung welcher Begriffe.
Beweisen muss ich nichts. Nicht mir und nicht jemandem sonst. Im Gegenteil stelle ich mir die Frage, was steckt hinter dem Bedürfnis andere zu überzeugen? Was erzeugt diese dazu notwendige Spannung? Und wie kann man die lösen, auf dass der Mensch seinen Frieden finden kann?
mipoohji:
Auf Deine ganz eigene Weise bist Du stur wie Ikkyu... wahrscheinlich wird es Dich nicht weiter stören, dass zwischen dem Punkt auf der Stirn und der Zirbeldrüse ca 15-20 cm Gehirn mit verschiedensten regionalen Funktionen liegen...
mipoohji:
Ich hab auch nur zwei.
Als das dritte Auge wird ein bestimmter Bewusstseinszustand bezeichnet. Nicht, dass das wirklich wichtig wäre...
Man sieht nur mit dem Herzen gut...
mipoohji:
Was ist das für eine Befriedigung, die einem ein unbefriedigendes Gefühl hinterlässt?
Wieso ist etwas sinnvoll, wenn es nicht erfüllt?
Wie ich damit umgehe? Wenn ich zufrieden bin, dann bin ich zufrieden und wenn ich erfüllt bin, dann hatte Sinn was ich gelebt habe.
Ich habe wegen Deiner Frage den leisen Verdacht, dass Du - warum auch immer - nur denkst, etwas sei befriedigend oder sinnvoll. Und Dein Fühlen sagt Dir, nee... is nich...
Wir denken, wir wären klug, aber wir sind lediglich in der Lage gedankliche Konstrukte zu reproduzieren. Das mag schonmal beeindruckend sein, ist aber bei weitem nicht so beeindruckend wie ein gefühlter Sonnenstrahl auf der Haut (nur ein Beispiel).
Unser Fühlen ist es, was befriedigend, erfüllt oder sinnvoll sein kann. Und dies oft in relativ belanglosen Situationen. Hast Du schon gegessen? Dann geh und wasche Deine Eßschale...
Während Du dies tust, erlebst Du, fühlst Du, Dich, das Wasser, die Schale.. und alles ist so real wie es nur sein kann. Es ist nicht das "Konzept der nach dem Essen zu waschenden Eßschale" was hier wichtig ist. Nur in Deinem Tun wirst Du für Dich selbst erleben, wie es Dich erfüllt. Darum wurde es einmal freundlich gesagt.
mipoohji:
Es geht doch nicht um die Wahrnehmung von Leben oder Veränderung. Diese Dinge machen doch den geringsten Teil menschlicher Problematik aus.
Die Illusion eines beständigen Ich, nicht etwa eine Vorstellung davon, sondern die völlig unbegründete Voraussetzung persönlicher Ewigkeit, ist doch das was den ganzen Wust an Weltanschauungen hinter sich herzieht.
Ohne sich völlig klarzumachen, dass man selbst lediglich ein historischer Faktor im Gesamtgeschehen der Welt ist, wird man mit allen Dingen unangemessen umgehen. Ob das ausgesprochen wird oder nicht.
Deine Worte gebrauchend, der Mensch der nicht bewusst seinen eigenen Tod erlebt, kann auch nicht im Leben angemessen wirken. Einfach, weil er von einer falschen Voraussetzung ausgeht.
Dazu muss er natürlich nicht real sterben, es reicht völlig, gelegentliche Ichverluste in einen Sinnzusammenhang zu bringen mit dem Vorhandensein eines Ich.
Dass man dabei sowohl denkt als auch nichtdenkt liegt auf der Hand.
mipoohji:
Ist keineswegs so, dass "jedes Kind weiss..."
Schau Dich einfach um. Menschen handeln nicht so, als sei ihnen bewusst, dass ihr Ich unbeständig ist.
Nahezu keiner und nahezu niemals...
mipoohji:
Zunächst mal fällt mir auf, dass ich diese Frage spontan auf zweierlei Weise verstehen kann. Ich liefere gleich mal die zwei Versionen, indem ich "übersetze".
Ist das hier angeblich ein Zen-Forum?
Ist es beabsichtigt, dieses Forum Zen-Forum sein zu lassen?
Einen ersten Hinweis finde ich in der Überschrift:
"Das Forum für alle Themen rund um den Zen-Buddhismus"
Gehe ich mal über die kleine Ungereimtheit hinweg, die sich aus dem bestimmten Artikel (Das) ergibt, (denn es gibt ja viele Foren dieser Art und da wäre ein unbestimmter Artikel treffender), dann lese ich dort "Zen", "Buddhismus", "alle Themen" und "rund um". Hier ist ein Kern erwähnt und ausdrücklich eine sehr weitreichende Peripherie. Der Kern ist zwar benannt, aber nicht näher definiert. Also sind zunächst einmal sämtliche derzeitigen Definitionen von Zen-Buddhismus zulässig. Allein dies erlaubt ein recht breites Spektrum an Inhalten, aber die Erweiterung "alle Themen rund um" verbreitert selbst dieses noch enorm.
Somit sind beide Fragen mit "Nein" zu beantworten.
Es ist mehr und genau das sagt die Beschreibung.
Sag Bescheid, wenn Du wieder landest, dass wir Dich auffangen können (wer nicht fliegen kann wird auch nicht besonders geübt im Landen sein)...
mipooh