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mipoohji:
Ich hab mich zwar des öfteren mal ablenken lassen, aber meine erste und immer wiederkehrende Übung ist es, dem Atem zu folgen (beobachtend). Dabei sitze ich nichtmal unbedingt, aber wenn, dann eher auf einem Stuhl oder Hocker, aber durchaus auch auf einem Sofa. Denn am Boden habe ich vom ersten Moment an nichts als körperliche Schwierigkeiten.
Ich betrachte diese Übung für mich als Einstieg, was sie historisch gesehen tatsächlich auch war. Nach meinem Erleben war es später wurscht, mit welchem Schlüssel ich die Tür öffne, wenn er nur passte und die Tür sich dadurch öffnete.
Ich habe auch schon nutzlos Schlüssel miteinander verglichen und kam dadurch nicht dazu die Tür zu öffnen.
Ist sie dann erstmal geöffnet, sind die Schlüssel eh erstmal unwichtig. Bis zum nächsten Mal, denn "runter kommen sie immer...".
Denke mal, dass weder Buddha noch Jesus jemals ein Buch geschrieben haben. Von daher finde ich das Bild mit dem Blinden nicht ganz passend. Obwohl es ein schönes Bild ist.
Bücher nützen für "den Weg" sehr wenig. Sie können allenfalls ein Interesse wecken. Oft (wenn nicht meist) kommt dabei heraus, dass ständig wache Interessen vorhanden sind, immer neue, immer verrücktere, bis der Mensch am Ende in seine Interessen so verstrickt ist, dass er tatsächlich nicht mehr sieht, wie offensichtlich die Welt/das Leben sich vor ihm ausbreitet.
Meine persönliche Erfahrung ist, dass ich einfach wahrnehmen kann, was sich mir bietet. Mein Verstand reicht aus, dies zu verstehen, meine emotionalen Möglichkeiten lassen es zu mich darin wohlzufühlen. Und dies ist mir genug.
Ich habe keine höheren Ziele, keine geheime Bedeutung, keinen Sinn über das hinaus, was offensichtlich ist. Ich habe so etwas von mir aus auch nie gewollt, wenn ich auch Zeiten hatte, in denen ich anderen auf den Leim gegangen war, die mir einredeten, sowas sei wichtig für mich.
Ich muss nicht verstehen, wie der Stoffwechsel einer Amöbe nun genau funktioniert, selbst wenn ich mein Leben damit verbringen könnte, diesen zu erforschen.
Es ist für mich nicht wichtig, welchen genauen Einfluß die Sterne auf mein Gefühlsleben oder den Ablauf der Weltgeschichte haben, ich muss nicht wissen, wie oder ob eine Person die Weltgeschicke lenkt.
"Der Weg" führt mich nicht dahin, möglichst viele Einzelheiten in Zusammenhänge zu stellen, die ich dann wieder anderen erklären muss. Mich führt er zB einfach dazu, einzuatmen und die Frische zu genießen, die mich dadurch durchströmt. Und auszuatmen um mich zu entlasten und Platz zu schaffen für den nächsten Atemzug. Nicht einmal dazu muß ich viel tun.
Ich bin nur eine vorübergehende Erscheinung, selbst für mich selber, und das zu wissen macht mich zufrieden. Was sollte ich großartiges wollen, ausser noch ein wenig in dieser schönen Welt herumzutappern und dankbar zu genießen, dass ich sein kann?
Währenddessen verwirren mich meine Eindrücke schon ganz von allein immer wieder mal genug, dass ich mich nicht genötigt sehe, dem noch etwas hinzuzufügen.
mipoohji:
Dass es auch andere Geschichten gibt, als die, die in einer derzeitigen "offiziellen" Bibelübersetzung stehen, war mir schon bekannt.
Ich finde weder das eine noch das andere übermäßig glaubwürdig unter dem Aspekt "Fakten". Nichtmal in Geschichtsbüchern stehen solche...
Nur deshalb meine anmerkende Frage.
Irmela frag ich lieber nicht nach sowas, ihre Sicht ist mir viel zu kompliziert. Ich hab´s gern einfach für mein zartes Gemüt...
mipoohji:
"aber was ist mit der realität und den sachlichen fakten. "
Ja, was ist damit? Deine Märchen sind doch sicher kaum "faktischer" als die allgemein bekannten...?
mipoohji:
Ich liesse sie einfach herumstehen, bis ich selbst oder jemand anderes sie dann doch in eine leere Flasche verwandeln würde. Den Rest brächte ich dann in einen Glascontainer...
Und wenn dieser Fall nach Jahren nicht eintreten würde, dann könnte ich mir auch vorstellen, beim Aufräumen eine volle Flasche Wein zu entsorgen. Irgendwie, und wenn es verschenken bedeuten würde... das ergibt sich.
mipoohji:
Kann man nicht unbedingt verallgemeinern. "Wegschicken" ist in meinen Augen bereits zuviel Investition und da gibt es ja noch das Gesetz der Resonanz (Druck erzeugt Gegendruck). Kann also gut nach hinten losgehen. Das gilt auch bei "eigenen Sachen".
im Zen sind "Bewusstseinszustände" nicht sonderlich interessant, also kümmert man sich möglichst wenig darum. Man hat ja seinen Weg und ist damit ausreichend beschäftigt.
Da es tatsächlich sowas wie Bewusstseinszustände gibt, hat man ein paar Begriffe (zB Samadhi, Kensho, Satori), aber auch die sind fast etwas verpönt.
Der Grund ist wohl, dass man sich an Einzelheiten so lange aufhalten könnte, dass die Gefahr besteht, den Zusammenhang zu verpassen....
mipoohji:
Tut das nicht jeder, der etwas tut?
Du versuchst halt es absichtlich zu tun und wirst Dich voraussichtlich daran gewöhnen bis es Dir nicht mehr schwerfällt konzentriert zu sein.
Gleichzeitig wirst Du so einiges (im Vorbeiziehen) über Dich erfahren, was Dir nicht so klar war und wenn Du Dich daran gewöhnst, auch diese Entdeckungen vorbeiziehen zu lassen, wirst Du einfach sein wer Du bist.
Du wirst nichts davon halten, aber wozu solltest Du auch...
mipoohji:
Mit einer grundlegenden Zufriedenheit lassen sich all die von Dir vermißten Dinge leicht bewältigen...
ja, eine bessere Welt, und das, ohne dass sie sich geändert hätte.
mipoohji:
Paradoxe sind nicht zentypisch, sondern Bestandteil unseres Daseins. Von daher fange ich im Zen damit ebensoviel oder ebensowenig an wie im täglichen Leben.
mipoohji:
Diese Hinweise waren sicher kaum für psychisch Kranke gedacht, sondern für den damaligen Otto Normalverbraucher.
Ich denke auch nicht, dass es um tatsächliche "Wiedergeburten" geht oder ging.
Wenn ich über meine Vergangenheit etwas wissen will und meinen Körper betrachte, dann bin ich gut beraten, ebenso in dem Fall, dass ich über meine Zukunft etwas wissen wollte und dazu mein Denken und Fühlen betrachte.
mipoohji:
Es gibt da keinen. Es ist einfach eine Haltung, die jedermann zu der Zeit und in der Gegend einnehmen konnte ohne sich weiter drum kümmern zu müssen.
mipoohji:
Falls Du es ohne Konzentration könntest, dann tu es ohne. Ich kann überhaupt nichts tun ohne ein Mindestmaß an Konzentration, spreche aber in der Regel erst dann von Konzentration, wenn ich mich dazu ein wenig anstrengen muss.
Nur, faktisch ist der Part im Gehirn, der die Fixierung von Gegenständen (auch Ideen) zulässt, allenfalls multitaskingfähig, im Hinblick auf Meditation allerdings nicht sinnvoll ist.
Also ist da zumindest eine Fixierung notwendig. Selbst dann wenn man sich darauf fixiert, "nichts zu tun" oder "nur zu sitzen". Ohne dies würden ganz natürlich Asoziationen ablaufen, die zu allem führen können, nur nicht zu Zazen.
mipoohji:
Wenn mit Wissen eine Anhäufung an Informationen gemeint ist, dann ist dies nicht das was wir durch Übung erreichen wollen.
Hat also mit Meister/Schüler prinzipiell nichts zu tun.
Es ist aber auch nicht ein Mangel an Informationen, was zu erreichen wäre.
Wenn ich mal mit einem Fernsehgerät vergleiche, dann wäre ein sauberer Bildschirm schon eine gute Voraussetzung, darauf beliebige Filme zu sehen.
Würde man mit Farben ein Standbild nachzeichnen (oder auch lediglich einen stark verschmutzten Fernseher benutzen), sähe später jeder Film sehr merkwürdig unvollständig aus.
Das Problem wäre auch mit einer Riesen-DVD-Sammlung nicht zu lösen...
mipoohji:
Auch virtuell kann man eine Rolle nur spielen, wenn einem der Charakter nahe genug liegt, um ihn produzieren zu können.
Es gehört kein Mut dazu, dann meisterlich zu fragen oder zu antworten.
Ich betrachte diese Übung für mich als Einstieg, was sie historisch gesehen tatsächlich auch war. Nach meinem Erleben war es später wurscht, mit welchem Schlüssel ich die Tür öffne, wenn er nur passte und die Tür sich dadurch öffnete.
Ich habe auch schon nutzlos Schlüssel miteinander verglichen und kam dadurch nicht dazu die Tür zu öffnen.
Ist sie dann erstmal geöffnet, sind die Schlüssel eh erstmal unwichtig. Bis zum nächsten Mal, denn "runter kommen sie immer...".
mipooh